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Wie reagiert ihr, wenn euer Kind fragt warum ihr keinen Helm tragt?

gefragt von eva75 am 12.03.2007 um 18:30 Uhr

Meine Tochter trägt einen Fahrradhelm und das eigentlich auch ohne murren. In letzter Zeit kommt aber öfter die Frage: Mama, warum trägst du eigentlich keinen Helm? Was antwortet ihr eurem Kind? Oder tragt ihr ganz Vorbild auch einen Fahrradhelm?

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Erziehung x 3.294 Fahrrad x 2.877 Kind x 2.631 Helm x 180 Verkehrserziehung x 6

Knowledge
beantwortet von Knowledge am 7. Oktober 2007 19:19
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Da hat das Kind vollkommen recht. Selbst wenn du davon überzeugt bist, dass dein Kopf viel härter ist, hast auch du beim Radfahren keine Knautschzone. Und selbst wenn du keinen Helm brauchtest, wäre es sinnvoll, ihn zu tragen, da Kinder am meisten durch Nachahmung lernen.


schalkine
beantwortet von schalkine am 12. März 2007 20:05
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Ich trage selbstverständlich auch einen Helm, wenn ich mit den Kindern fahre. Mit gutem Beispiel voran. Der Kopf wird bei einem Unfall immer am meisten in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb gehe ich mit gutem Beispiel voran.

Kommentar von 37190fc64b634572c7065a441248e728smallfilmfacts am 12. März 2007 21:22

Bei allen Unfällen die ich in den letzten Jahren hatte - das waren glücklicherweise nicht viele - ist der Kopf nie in Mitleidenschaft gezogen worden. Knie, Ellenbogen, Handfläche ... nie der Kopf.


sevendayson
beantwortet von sevendayson am 12. März 2007 19:10
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Na ja, wenn du ehrlich zu dir selbst bist kann es nur folgende Antwort geben: "weil die Mama so dumm ist und glaubt ihr könne nichts passieren" Also ich sehe sowohl den Sinn des Vorbilds wie auch den Sinn des Schutzes, denn warum solltest du nicht selber stürzen? Und wie willst du dem Kind dann erklären, daß du eine Hirn-/Kopfverletzung hast, weil du den Helm nicht getragen hast? Der Satz:"MJir passiert nichts, ich passe ja auf" ist doch nur Illusion. Weißt du wie viele Männer aufpassen und die Frau wird trotzdem schwanger.


NikkyR
beantwortet von NikkyR am 12. März 2007 18:52
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Wenn du von deiner Tochter erwartest das sie einen Helm beim Fahrrad fahren trägt solltest du mit gutem Beispiel voran gehen und auch einen tragen. Denn irgendwann wird sich deine Tochter sagen wenn Mama keinen trägt brauche ich auch keinen. Also ich bin der Meinung man sollte mit gutem Beispiel voran gehen. Immerhin lernen unsere Kinder von uns Erwachsenen!


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 12. März 2007 20:03
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Es gibt ja auch sonst noch Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen:

  • Kinder beherrschen ihr Rad noch nicht sicher und stürzen deshalb leichter.

  • Kinder müssen den Fussweg benutzen, Erwachsene dürfen das grundsätzlich nicht.

  • Kinder dürfen nur hinten im Auto mitfahren, nicht vorn.

Warum sollte das bei Helmen nicht auch gelten?


anonym
beantwortet von biene007 am 12. März 2007 18:56
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Ich komme egentlich oft mit der Wahrheit am weitesten. Ich würde erklären, daß der Kopf bei Kindern noch besonders empfindlich ist (evtl. noch: weil Kinder ja auch noch so viel lernen und wachsen müssen,...das würde meinen jedenfalls überzeugen). Junge Bäume haben ja auch noch nicht so einen dicken Stamm und tiefe Wurzeln wie eine dicke, alte Kastanie.Mein Sohn fragt inzwischen auch oft, warum Leute bei rot über die Ampel gehen, und warum er nicht alleine über die Straße darf,obwohl er doch meint er könne es allein...

Kommentar von E13351831a85b89ecf151faf443695fesmallRolfHoegemann am 12. März 2007 19:30

Gehört zwar nicht ganz hierher: Aber was sagst Du, deinem Sohn, was die Erwachsenen sind, die bei Rot rübergehen? (Ich frage, weil ich in der Verkehrserziehung tätig bin)


filmfacts
beantwortet von filmfacts am 12. März 2007 21:20
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Warum sollte ich mir da etwas "ausdenken"? Ich sag's wie es ist: die Styroporschalen taugen eben nicht als vernünftiger Schutz und gaukeln eine trügerische Sicherheit vor. Warum trägt man im Haushalt keinen Helm? Warum nicht als Fußgänger? Warum nicht im Auto? Die meisten Kopfverletzungen passieren bei Autounfällen - nicht bei Radfahrunfällen. Nicht in absoluten Zahlen, sondern in Relation ...

Ich trage keinen Helm, weil ich ihm die Schutzwirkung bei den typischen Unfällen abspreche und im Zweifel lieber kein Schleudertraum oder gebrochenes Genick haben möchte, nur weil ich mit dem modischen Bürzel des Helms auf den Asphalt knalle.

Ein Integralhelm wie beim Motorrad ... völlig andere Liga. Dort ist Schutzwirkung gegeben, aber nicht bei einer 1cm Halbschale.

Kommentar von 95457d080638edd713dbcd6064a1de6asmallsweetums am 15. März 2007 08:23

Hallo filmfacts, anscheinend kennst du die Fakten zumindest bei den Fahrradhelmen nicht!. Die "dünne" Kunststoffschale ist aus einem Spezialkunststoff der sehr stabil ist. Er soll die Kraft auf den Styroporkern übertragen. Ser wiederum nimmt die Energie auf, wie die Knautschzone beim Auto. Ein Sturz von 1,5 m Höhe auf eine Bordsteinkante dellt deinen Kopf schon sehr ein. Ein Helm verhindert dies. Er ist dann zwar kaputt, aber was ist das im Vergleich zum kaputten Schädel? Auch die Bauarbeiter tragen keinen Integralhelm: Aber die Berufsgenossenschaft lässt verlangt den Helm trotzdem von jedem auf dem Bau. Dies nur als kleiner Hinweis, was schon ein wenig Kunsstoff verhindern kann.

Kommentar von 37190fc64b634572c7065a441248e728smallfilmfacts am 15. März 2007 09:52

Richtig! Der Radhelm schützt exakt dann, wenn ein Ereignis von senkrecht von oben auf den Helm einwirkt. Genauso ist es bei Bauarbeitern, die einen Helm tragen, damit auf einer Baustelle von oben nichts auf den Kopf fällt. Wie oft fällt Dir auf dem Rad genau von oben etwas auf den Kopf? Insofern ist Dein Bauarbeitervergleich ziemlich daneben.

Die meisten Kopfverletzungen betreffen die untere Gesichtspartie, die in Mitleidenschaft gezogen wird, wenn - was häufig passiert - von einem Auto die Vorfahrt genommen wird, man seitlich in das KFZ hineinfährt und mit dem Unterkiefer auf die Dachkante knallt. Ansonsten fällt man zumeist auf die Seite. Und da ist der Helm kontraproduktiv, da der Helm exakt über dem Ohr aufhört, dort den Kopfdurchmesser um ca. 7 bis 10cm vergrößert.

Ein prima Hebel um das Genick zu brechen. Das dabei die Platzwunde an der Schläfe verhindert wurde, ist mir bei gebrochenem Genick ehrlich gesagt egal. Übrigens ist das eine stinknormale, weniger als einen Millimeter dicke Kunststoffhaut, die genau deshalb über dem Styropor liegt, weil man das Styropor schlechter lackieren kann.

Warum bekomme ich wohl von den großen Helmherstellern keine Antwort auf meine Frage nach Testverfahren und Schutzwirkung ihrer Helme?

Kommentar von E267ae81bef1fdcaf4549075e2a00969smallpooky am 12. April 2007 11:20

Erzähl keinen Quatsch. Ich bin Radsportler (15.000 km/Jahr) und bin nicht nur im Rennen schon oft gestürzt. Dabei haben mir meine Helme mehr als einmal meinen Kopf gerettet. Ich bin vor einiger Zeit bei einer Abfahrt mit knapp 80 km/h gestürzt und auf den Hinterkopf gefallen, also Helmkante. Helm war natürlich futsch, aber bis auf eine Gehirnerschütterung war alles okay, von wegen Hebel und Genickbruch. Das dünne Plastikding auf meinem Kopf hat die Energie abgefangen. Vernünftige Helme werden nach dem Inmould-Verfahren hergestellt, d.h. innerhalb der Styropormasse ist ein Kunststoffgerippe eingelassen. Außerdem werden sie nicht lackiert, sondern mit einer lackierten Schicht laminiert. Also können sie auch nicht schlecht lackiert werden.

Kommentar von E267ae81bef1fdcaf4549075e2a00969smallpooky am 12. April 2007 11:23

Letzten beiden Sätze bitte, aber nur diese, streichen... falsche Interpretation

Kommentar von 37190fc64b634572c7065a441248e728smallfilmfacts am 5. Mai 2007 13:06

Was mich wundert ist, dass gerade die Helmträger immer davon reden schon oft gestürzt zu sein und dass der Helm sie dabei gerettet hat. Ich fahre zugegebenermaßen deutlich weniger im Jahr (ca. 3.000 Km) ... aber dafür bin ich seit 1977 auch nicht mehr ernsthaft gestürzt. Also so umgegippt, dass ich dazu "Sturz" sagen würde.

Kann man nun argumentieren, Nicht-Helmträger stürzen seltener?


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