Frage von Januar2016, 58

Wie reagiert das Arbeitsamt und die AOK, wenn ich die Arbeitsmaßnahme erfolglos beende bzw. das Ziel nicht erreiche eine Stationäre Therapie zu bekommen?

Ich bin 18 und bin nicht mehr lange in dieser Berufsvorbereitenden Maßnahme die ich vom Arbeitsamt bekommen habe. Am Anfang war das Ziel einen Platz in einer Ambulanten Therapie zu bekommen aber das wurde 4 mal von der AOK abgelehnt mit der Begründung, dass ich eine Stationäre Therapie in einer Psychiatrie bzw. Psychosomatischen Klinik brauche.

Laut der AOK habe ich angeblich die Therapie vor einem Jahr abgebrochen aber der Grund war, weil ich 18 wurde durfte ich nicht mehr in der Klinik für Jugendliche bleiben, deshalb wurden nur Diagnosen gestellt und keine Behandlung ins Entlassungszeugnis geschrieben obwohl ich lange genug dort war (5 Monate). Dannach habe ich die Berufsvorbereitende Maßnahme angefangen und habe mittlerweile das Ziel bekommen eine Stationäre Therapie zu bekommen dass ich bis jetzt nicht erreicht habe.

Bis jetzt habe ich schon 32 Kliniken durchtelefoniert und viele sogar besichtigt, hatte auch schon Vorstellungsgespräche. Laut den meisten Oberärzten bin ich nicht Behandlungsbedürftig und deshalb wurde ich auch abgelehnt mit der Begründung, dass ich weder Selbstgefährdet noch Fremdgefährdet bin und dass es Wichtigere Fälle gibt.

Dann war da noch so eine Andere spezielle Klinik für junge Erwachsene die mich genommen hätte aber abgelehnt haben weil die Wartezeit 2,5 Jahre gedauert hätte. Das kommt mir alles Spanisch vor, ich verstehe es einfach nicht! Von der AOK wird alles abgelehnt wie z.b. Tageskliniken, Ambulante Therapie, Weitere Berufsvorbereitungsmaßnahmen und Alles das die 'AOK' Genehmigen würde wird von den Ärzten abgelehnt weil ich im Vorstellungsgespräch keinen Behandlungsbedürftigen Eindruck mache.

Die Situation ist so, dass ich gesundheitlich nicht in der Lage bin Vollzeit Arbeiten zu gehen. Die Berufs-Maßnahme endet bald erfolglos und ich stehe mit nichts da. Ich hab echt kein Plan wie es dann weitergehen soll. Zur Zeit bekomme ich noch Kindergeld und Unterhalt aber ich weiß nicht ob das weiterläuft wenn die Maßnahme beendet ist?

Könnte mir jemand Rat geben wie es weitergehen könnte und ob es eine Alternative gibt anstatt eine Stationäre Therapie zu beginnen? Ich habe mir ja schonmal überlegt Teilzeit arbeiten zu gehen aber meine Sachbearbeiterin vom Arbeitsamt ist dagegen.

Antwort
von ASRvw, 11

Nabend.

Ich kann aus Deinem Text heraus jetzt nicht so recht nachvollziehen, warum die Kliniken Dich ablehnen. Ohne die Diagnose zu kennen ist das allerdings auch schwierig.

Ferner verstehe ich a) den Zusammenhang nicht so recht, was eine BVM mit dem Ziel einer stat. Aufnahme zu tun hat und b) was Du denn eigentlich für Dich Mittel- bis Langfristig anstrebst. Kannst DU das vielleicht mal etwas genauer erläutern? Gern auch per PN, wenn Du es nicht öffentlich schreiben willst...

ASRvw de André

Antwort
von Georg63, 38

Wenn die Ausbildungsmaßnahme beendet ist und keine weitere berufsbildende Ausbildungsstätte besucht wird, hast du keinen Anspruch mehr auf Unterhalt und Kindergeld. Du bist dann einfach arbeitslos und bekommst ALG2.

Ein Mini- oder Teilzeitjob ist nicht sinnvoll, weil das deine Bedürftigkeit nicht beendet. (Es sei denn, du findest einen Job mit 800 Euro Netto - dann ist die Stundenzahl egal)

Der einzig sinnvolle Weg ist der, der dich zu einem verwertbaren Berufsabschluss führt.

Die Altenative ist Hartz4 for ever und ständiges Generve um Eingliederungsvereinbarungen, sinnlose Beschäftigungsmaßnahmen, ergebnislose Bewerbungsgespräche, schlechte Jobs bei Zeitarbeitssklavenverkäufern, um Atteste von Ärzten betteln, ...

Du kannst jetzt entscheiden, ob du deine Zukunft selbst gestalten willst, was vermutlich quasi "nebenbei" deine psychischen Probleme weitgehend beseitigt, oder ob du dich durch ein von Armut gekennzeichnetes Leben schubsen lassen willst.

Leider habe ich beide Varianten in meiner Familie - ich weiß also wovon ich schreibe.

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