Wie reagieren Magersüchtige im Normalfall auf Konfrontation?

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2 Antworten

Einen Normalfall gibt es leider nicht. Aber als ich in der Klinik war, war das auch manchmal Teil der Gruppentherapie. Das Problem ist als Magersüchtige flüchtet man in eine ganz andere Welt fliehen. Sie nehmen sich selbst völlig falsch wahr und entfernen sich meist aus Ihrer Umwelt. Auch sozial zieht man sich zurück. Ich weiß von vielen, auch von mir, dass wenn einem Essen aufgezwungen wird, dass die Menschen einen böses wollen. Das die mich noch fetter machen wollten. Sie wollten mich nicht abnehmen lassen. Wollten mir böses und waren gegen mich.

Ähnlich war das halt, wenn mich jemand darauf ansprach. Ich wusste zwar, dass ich mein Essverhalten geändert habe und wusste auch, dass ich abgenommen habe, aber war in meine Augen noch immer zu fett. Ich fand, dass ich alles richtig machte und verstand das gar nicht. Wenn man mich darauf ansprach, blockte ich ab, egal ob Familie oder die letzten Freunde die ich noch hatte. Ich wurde richtig aggressiv und meidete umso mehr noch Menschen. Irgendwann merkte ich, dass wenn ich denen Recht gebe und so tue, als wolle ich mir helfen lassen und das ich alles ändern würde, wurde es weniger. Ich fand Tricks um den Anschein zu machen mehr zu essen und dicker auszusehen. Da musst bei dem Gespräch aufpassen. Manchmal tut man halt auch nur so als würde man den anderen Recht geben, nur um Ruhe zu haben. 

Trotz einreden von allen half es nichts. Mir kam die Einsicht erst nach den ersten 2-3 Wochen in der Klinik. Aber ein Versuch ist es defintib wert, da auch die Eltern wohl nicht einschreiten. Vielleicht ist sie sich sogar allem bewusst und schaffst es nicht alleine. Das gibt es auch. 

Wenn du mit ihr redest, achte nur darauf, dass du keine Vorwürfe machst, sondern schilderst. Weise ihr keine Schuld zu. also sage nicht: "Du bist so dürr, nur noch Haut und Knochen, weil du nichts mehr isst". Stattdessen binde deine Gefühle ein und sage was wie: "Mir ist aufgefallen, dass ich dich in der letzten Zeit nicht mehr so oft beim Essen gesehen habe und du auch weniger isst. Ich mache mir sorgen und habe Angst, weil ich finde, dass du abgenommen hast" Am besten betonst du auch, dass du ihr nichts böses willst. Bleibe ruhig und verständnissvoll, auch wenn sie blockt und alles verneint. Sie braucht jetzt Leute die zur Ihr halten und keine Vorwürfe machen. Menschen die Ihr Rückhalt geben. Umso ruhiger du bist, desto weniger wird sie sich hoffentlich angegriffen fühlen. Zwingt sie nicht zum Essen, biete ihr deine Hilfe an, dass sie zu dir kommen, wenn sie doch mal reden will.

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Ich hatte selber eine Zeit lang magersucht und es kam soweit das ich von einer Lehrerin auf klassenfahrt angesprochen wurde .. ich glaube es wäre ganz gut das du erst mal so anfängst das sie sich verändert hat und du dir sorgen machst oder so etwas .. wahrscheinlich wird sie vor dem Gespräch “flüchten“ wollen oder alles abstreiten .. wie genau du dann reagieren solltest weiss ich leider auch nicht .. bei mir war es damals so das ich während des gespräches angefangen habe zu weinen .. wenn ihr das auch passiert solltest du versuchen sie vielleicht in den arm zu nehmen und sie versuchen zu beruhigen und ihr deine hilfe anbieten damit sie da rauskommt oder so etwas .. ich bin darin kein Profi und ich garantiere für nichts ,aber ich glaube das könnte schon helfen

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