BobSacamano am 21.04.2007 um 13:18 Uhr
mein arzt sagt, dass die q-tips sehr schlecht sein und ich gar nichts machen soll. der schmalz würd sich sammeln und selbst raus kommen und dann könnt man mit dem finger nachhelfen. aber dann hab ich doch ständig dreckige ohren. und das sieht man doch.
Bei Wattestäbchen geht es in erster Linie gar nicht um die Trommelfellverletzung, da zuckt eh jeder wenn er zu weit rein rutscht. Es geht eher darum das der Ohrenschmalz zu tief vor das Trommelfell geschoben wird (man kann ja nur reinschieben aber nicht rauslöffeln, etwas bleibt dran hängen, das ist aber für die Katz) und 1. hört man dann nicht mehr so gut 2. ist die Ohrschwingung behindert welches förderlich für Gleichgewichtsstörungen ist 3. wenn sich das Ohrenschmalz verkrustet kann es ziemlich schmerzhaft werden 4. ist es ein schöner Nähboden für Infektionen... Ohrenschmalz hat jeder, es ist mit Schitzen zu vergleichen, der eine schitzt mehr der andere weniger. In der Tat sollte es von alleine raus laufen, welches unterstütz werden kann(bei massenhafter Produktion). Einfach zur Nacht auf eine Wärmflasche legen (mit Taschentuch) und ablaufen lassen. Wenn nichts kommt ist auch nicht zuviel drin.
Dein Arzt hat Recht, Q-Tips sind nicht zum Ohrenputzen geeignet, da kannst du dir leicht das Trommelfell verletzen ... Ich mach beim Haarewaschen oft ein bischen Schaum in die Ohren und spül dann mit Wasser aus, trocknen tut's von alleine ...

So wie ich soll mans zwar auch nicht unbedingt machen - aber viele tun es: mit einer aufgebogenen Büroklammer :-( Es gibt auch ein kleines Gerätchen, sieht aus wie ein mini-Butterschaber, der für die Ohrensäuberung gedacht ist. Wichtig ist nur, dass man mit allem was man benutzt nicht zu tief ins Ohr hineingeht.
Kabark am 21. April 2007 13:46 Büroklammer ist ja Hardcore :-) Und ich dachte schon, mein Streichholztrick ist neben der Spur...
RolfHoegemann am 21. April 2007 16:48 Geht aber noch schlimmer: Meine Oma hat immer ihre Stricknadeln genommen!

Ich halte das für ein HNO-Ammenmärchen zur eigenen Profitmaximierung, das immer wieder gedankenlos nachgequasselt wird.
Die HNO-Horrorstory: mit Wattestäbchen ...
"verletzt man sich das Trommelfell": das Trommelfell ist äußerst schmerzempfindlich. Wer Angst davor hat dieses zu durchstoßen, sollte auch nicht mit Messer und Gabel essen (Selbsterdolchungsgefahr!).
"man erzeugt einen Schmalzpfropfen": einen solchen erzeugt man primär wenn man die Gehörgänge gar nicht reinigt. Möglicherweise auch wenn man erst wartet bis sich gut was angesammelt hat, und sich dann im trockenen Zustand ein Wattestäbchen mehrfach linear in den Gehörgang rammt.
So macht man es richtig: etwa einmal wöchentlich nach dem Baden oder Duschen mit einem Wattestäbchen sanft und drehend die Gehörgänge reinigen. Wer hartnäckigere Probleme hat kann sich in der Apotheke für €5 ein Ohrenklistier kaufen, damit spritzt man sich etwas Seifenwasser oder eine Emulsion in's Ohr und weicht das Schmalz so auf.
Wer sich lieber mit der Wärmflasche in die Kemenate verzieht um sein Ohrenschmalz abfließen zu lassen ... bitte, ich muss ja schließlich nicht alles gutheißen. Es ist nur so dass ich gerne saubere Ohren UND ein nicht an meinem Geisteszustand zweifelndes soziales Umfeld gleichzeitig hätte.
Wer seinen Ohrenarzt liebt und seine Krankenkasse hasst kann zu diesem Behufe natürlich auch diesen aufsuchen. So ca. einmal monatlich müsste es allerdings schon sein, sonst rieselt einem das Schmalz aus den Ohren, und darauf stehen die ladies nicht so.
Wie aber reinigte man sich früher, als Männer noch richtige Männer etc. waren, die Ohren? Man popelte sich mit dem kleinen Finger darin herum, und die Menschheit hat es soweit ganz gut überlebt. Im Laufe der technologischen Entwicklung kamen dann noch Utensilien wie Ast, Speer, Gewehr, Atombombe, Kugelschreiber und Büroklammer hinzu -- alle aber irgendwie nicht so ideal. Bis 1926 der notorische HNO-Hasser Leo Gerstenzang das Wattestäbchen erfand.
Was man allerdings nicht machen sollte ist, mit übermenschlicher Anstrengung das Jucken und die Katschgeräusche auszuhalten, denn dann kann sich tatsächlich ein Pfropfen bilden. Und, NB: das Ohrenschmalz baut sich nicht von alleine ab. Das ist eine Legende aus der Kategorie "selbstreinigende Wollsocken".
http://iq.lycos.de/qa/show/14807/Ohren+d%C3%BCrfen+nur+vom+Ohrenarzt+gereinigt+w...
demosthenes am 21. April 2007 16:19 Endlich mal jemand, der diesen von den Fünf-Löcher-Männern verbreiteten Schwachsinn auch nicht glaubt!
Poindexter am 21. April 2007 16:36 Du, ich und Leo Gerstenzang -- wir sind also schon zu Dritt!
Witzig geschrieben, netter Kommentar!
Poindexter am 21. April 2007 20:39 ;-)
man kann sich beim duschen auch die brause ans ohr halten.so wird das ohrenschmalz auch herausgespült.

Hallo HNO-Fans: ich (fast 45), mein Vater (67) meine große Schwester (44), meine kleine Schwester (40), mein Sohn (10) putzen uns alle regelmäßig, praktisch seit Geburt (bzw. kurz danach), die Ohren mit den Wattestäbchen. In den insgesamt rund 200 Jahren hat keiner zum Ohrenarzt gemusst. Kein Propfen, keine Verletzung, kein Garnichts. Ist das ein genetischer Defekt in der Erblinie. Hauen wir uns die Reinigungsstäbchen nicht tief genug rein? Was machen wir falsch? Ich möchte nicht weiter die HNOs schädigen und wüsste gerne wie wir die Reinigungsstäbchen so einsetzen können, dass wenigsten in den nächsten 200 Jahren ein Familienanghöriger darstellen kann, dass wir brave Mitglieder dieses Gesundheitssystems sind. Bitte helft. Wir wissen nicht weiter. Könnte uns ein Psychologe Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten bieten? Alles ist so sauber und schmerzlos. Warum nur? Wir wollen das System nicht kaputt machen. HELFT UNS! BITTE! SOS!
Herzlichen Glückwunsch :-DDD

ich weiß es nicht, wie ich das sagen sollte, aber mein Freund putzt sich die Ohren, wie schon oben beschrieben wurde, nur nach dem Duschen und mit der kleinen Fingerspitze. Dabei hat er nicht wirklich die kleinsten Finger und man sieht es einfach von Kilometer,das seine Ohren von innen gelb sind! Ehrlich gesagt, das ist ecklig! Ich habe alles versucht ihn zu überreden, aber genau diese Aussage von irgendwelchem HNO-Arzt hat so große Bedeutung für ihn! Ich putze mir die Ohren regelmäßig ganz banal mit Wattestäbchen nach dem Duschen und ehrlich gesagt, 21 Jahren ist nichts passiert, meine Ohren produzieren nicht mehr,sondern im Gegenteil weniger Ohrschmalz! Ich denke, dass man sich die Ohren regelmäßig sauber machen soll!!!!!! und wenn es mit Wattestäbschen ganz gut klappt (natürlich nicht wie Barbare), muss man auch keine Drama daraus machen!!! Ich finde es schlimmer, wenn eine ganze Nation mit gelben Ohren rumläuft, nur weil die Ärtzte es seit kurzem so gelernt haben und so sagen- mit der Fingerspitze.....
INFO: Schitzen = schwitzen :-)
nochmal Info: bei Kleinkindern oder generell wenn man es bei anderen Personen machen würde ist die Gefahr der Trommelfellverletzung natürlich sehr groß!!! Selber hat man einen warscheinlich natürlichen Abwehrreflex.
Das Risiko der Veletzung ist schon sehr groß, hat mir der HNO erklärt, als er mein Trommelfell wieder zusammemgeklebt hat. Ehrlich wahr, ich habe mich beim Ohren-Putzen fürchterlich erschrocken, und schon war's passiert ....
@Poldy: Erzähl!
Was zum Teufel ist "Ohrenschwingung"?
@Capuccino: dafür gibt es spezielle Ohrenstäbchen, und natürlich muss man sehr vorsichtig sein.