Frage von StefanSt, 85

Wie pflegten sich die Menschen in den 60-70ern?

Hallo zusammen,

immer wenn ich Videoausschnitte aus den 60-70ern sehe, stelle ich immer wieder fest dass die Leute von früher irgendwie gesünder und gepflegter aussehen als die von heute.

Die Haare glänzen, wirken dicker und fester. Der Bart dichter. Die Haut deutlich reiner und straffer.

Nun gibt es ja Pflegeroutinen die bis heute ausgestorben sind. z.B mit einer Schweinehaarbürste das Fett der Haare vor dem schlafengehen auf die Haare verteilen um sie zu "konservieren".

Gibt es weitere Pflegeroutinen die es heute nicht mehr gibt? Typische Urgroßmutter Methoden? Kann mir nicht vorstellen dass die Leute sich früher wie heute mit hunderten von Cremes eingerieben haben?

Vielen Dank im Vorraus!

Antwort
von kamilla92, 39

Ich denke, dass die Menschen früher gesünder ausgesehen haben, liegt weniger an irgendwelchen speziellen Routinen, sondern vielmehr an der damaligen Lebensweise.

Das Essen war nicht so chemiegetränkt; Zigarettenkonsum war reduzierter; Haare wurden nicht mit irgendwelchen heißen Platten oder Tonnen Haarspray misshandelt; es gab keine Solarien; die Haut wurde nicht mit lauter Cremes irritiert usw.

Routinen von früher fallen mir jetzt eher wenige ein.. 100 Bürstenstriche am Tag, Honig auf die Lippen, BabyÖl und Vaseline auf trockene Hautstellen, viel Milch trinken etc. 

Antwort
von Sonnenstern811, 44

Das einzige was mir, der ich auch in dieser Zeit bereits lebte, einfällt, ist: Es gab noch nicht dermaßen viel Dreck im Essen wie Chemie, Gift usw. Obwohl mein Opa schon damals über den Kunstdünger schimpfte.

Wildschweinbürsten kenne ich vom Hören, aber die waren mit Sicherheit nicht in jedem Haushalt anwesend. Und wenn, dann sicher nicht um das Fett zu verteilen, sondern Natur an die Haare zu lassen.

Niveacreme gibt es schon ewig, aber man hatte seinerzeit nicht diese Vielzahl angeblicher Wundercremes. Eine TV Werbung fällt mir ein, mit Marika Rökk.

"Hormocenta, man kann nicht früh genug damit anfangen". Danke schön. Hormoncreme in frühen Jahren. Du siehst, man wurde auch damals schon verarscht.


Antwort
von Heklamari, 15

den Tenor hast Du ja in den anderen Antworten:

weniger ist mehr

vor allem weniger Chemie, egal ob im Essen, Cremetopf oder Shampoo

meine Tipp: die "Müsli-Genration" hat noch richtiges  Müli und nicht die fertigen quietschsüßen Michungen gefuttert und DAS tut Haut und Haaren wirklich gut:

kernige Haferflocken, geschrotete Leinsaat, einige ungesüßte Nüssen, Milch oder Joghurt , frische Frücchte und/oder  ein klein wenig Fruchtmark
DAS tut dem ganzen Körper gut, ist ein toller Start in den Tag und auch noch billig...

ach ja:
Joghurt-Gurken-maske für das Gesicht und den Hals einmal pro Woche

Bier für's (blonde)Haar als Spülung, aber auch nur 1mal pro Woche
(Kanne's Brottrunk oder 1:1 verdünnter Apfelessig sind gut für Haare UND Haut, vor allem die Füße, als abendliches Bad

kneipen gehen, taulaufen, Bürstenmasage, Wechselgüsse

guck doch mal
 - ob du ein altes Hausmittelbuch auftreibst: Flohmarkt oder www

Viel Spaß beim ausprobieren !
Ich selbst schwöre auf Müsli und kneipen/Wasser-treten

Antwort
von FelixFoxx, 36

Wenige Cremes, weniger Schminke, so gut wie kein Fastfood, gebadet wurde einmal pro Woche (sonst normales Waschen), Duschen waren kaum verbreitet. Unsere Haut wird durch die übermäßige Hygiene und Pflege eher belastet als entlastet...

Antwort
von brido, 7

Ein Grund ist, das damals nur Leute mit Geld sich Photos leisten konnten. Ich habe in dieser zeit schon gelebt, man pflegte sich nicht anders wie heute. Man badete und duschte  sogar viel seltener. Die Mode war sicher anders, klar, aber nur für eine Elite. 

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