Frage von Meniflar, 120

Wie Pferd mit Heustaub-Allergie (COB-chronisch obstruktive Bronchitis) füttern?

Mein Pferd hat COB. Allerdings haben wir es im Winter im Griff. Jetzt hat sie fast 8 Monate nicht mehr gehustet. Seit der Heusaison hat es nun wieder ein wenig angefangen... Aber das Hauptproblem ist, dass das nasse Heu viel zu schnell trocknet. Wie Handhabt ihr das? Hat jemand z.B. eine Art Wanne mit Wasser in welcher ihr das Heu anbietet? Oder was gäbe es?

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 70

Das wichtigste ist Offenstallhaltung mit Liegefläche aus Leinenstroh.

Ansonsten das Heu Waschen und dann verfüttern. Alternativ Weidehaltung - alternativ Heucobsfütterung.

Das nasse Heu darf ruhig wieder trocknen und dann gefressen werden, durch das Waschen, sind ja die Staubteile und die feinen losen Heustäube verschwunden, die setzten sich ja nicht wieder auf das Heu bis es gefressen ist.

Was ich für ganz wichtig halte bei der Fütterung eines COB Pferdes ist ein Mineralfutter von Iwest Plantagines plus C und Derby Algenmineral.

Kommentar von Meniflar ,

Sie hat einen Offenstall und kann raus an den Bach, wann immer sie will und was ihr sehr gut tut.

Ich merke einfach, mache ich ihr das Heu alle h erneut nass, geht es ihr den Tag drauf schon wieder viel besser.

Antwort
von DonkeyDerby, 69

Heucobs. Auch Graspellets genannt. Eine Freundin hat auch einen Huster, solange der nur die Cobs kriegt, ist er komplett hustenfrei. Vom eingeweichten Heu bekam er leider zu rasch Durchfall.

Die Cobs werden kurz vor dem Verfüttern mit Wasser übergossen, so dass sie quellen können. Viele Pferde vertragen tatsächlich eine reine Cobfütterung. Leider futtern sie die sehr schnell weg, so dass sie weniger beschäftigt sind, daher sind solche Pferde noch viel dankbarer für Arbeits- und Unterhaltungsprogramme als normale Pferde.

Kommentar von friesennarr ,

Heucobs und Graspellets sind zwei sehr verschiedene Dinge.

Heucobs werden aus Heu gemacht - Graspellets aus frischem leicht angedorrtem Gras. Graspellets sind weit gehaltvoller als Heucobs.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Oh, sorry, der Unterschied war mir nicht bewusst. Dann verfüttern wir hier wohl Graspellets, denn die kommen aus dem Trocknungswerk und sind auch sehr grün anzuschauen.

Kommentar von friesennarr ,

Sind das die Edelgrün? Die sind super, da nehmen sogar alte Pferde wieder richtig an Masse zu.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Die sind aus dem Trocknungswerk hier um die Ecke, dort verpackt der Kunde sie sich selbst in alte Säcke. Die haben gar keinen Namen/Marke... ;-)

Aber das mit dem Zunehmen stimmt, der alte Zausel sah in drei Monaten wieder aus wie ein junger Hüpfer!

Kommentar von friesennarr ,

Die Biotinwerte von dem Futter sind unübertrefflich. Unseres kommt vom Allgäu und ist somit auch noch sehr Wildkräuterhaltig.

Kommentar von Gargoyle74 ,

Wenn es staubt helfen die besten Wildkräuter nicht gegen die Allergie !!

Kommentar von DonkeyDerby ,

Häh, darum geht es doch gar nicht? Aber wenn ich die Wahl habe zwischen kräuterreichen und kräuterarmen Cobs, darf ich mich doch für die kräuterreichen entscheiden, oder? Und mich vielleicht sogar ein bißchen darüber freuen?

Cobs stauben grundsätzlich nicht, vor allem nicht nach dem Einweichen...

Kommentar von friesennarr ,

Bei Cobs staubt ja nix.

Antwort
von SaskiasProblem, 67

Huhu..

Mein Pferd hat auch COB, ich habe es im ersten Jahr so gemacht, dass ich einen großen Maurerkübel mit Wasser vor die Box gestellt habe, in dem das Heu mind. 20 min. vor Gabe richtig getränkt werden musste, dann die Haltung verbessert, in dem ich den Stall gewechselt habe und er dann 6 Monate lang Heulage bekommen hat, inzwischen 6 Monate später kann er wieder normales Heu fressen.

Alles gute!

Kommentar von Meniflar ,

Es war eben so, das es ihr im alten Stall so schlecht ging, das es nicht mehr lebenswert war. Darauf hin haben wir den Stall sofort gewechselt, keine 2 Tage später hatte sie keinen Husten mehr! :-D Seither hat sie nun die ganzen 8 Monate nicht mehr gehustet. Aber bei heissem Wetter hat sie eben wieder Probleme, und da sich nichts verändert hat, muss es das Heu sein, welches zu schnell trocknet. (Wir füttern es immer Pflotschnass, so hatten wir es nun die letzten Monate sehr gut im Griff) Denn bin ich den ganzen Tag dort und mache es alle 2h nass, geht es ihr am nächsten tag schon viel besser.

Könnte man das Heu auch mit Grossmaschigem Heu Netz in einem Kübel voller Wasser füttern?

Kommentar von Gargoyle74 ,

Ja klar....

Kommentar von Meniflar ,

Super, dann versuche ich das mal :-)

Antwort
von FelixFoxx, 49

An meinem alten Stall gab es staubempfindliche Pferde. Daher gab es eine Wassertonne, die man füllen, das Heu lange dort eintauchen und zum Wasserwechsel unten einen Hahn öffnen konnte. Außerdem hatte sich tägliches Inhalieren bewährt.

Antwort
von beglo1705, 70

Hab derzeit keinen dämpfigen bei mir im Stall, weiß aber dass man das mit guter Heuqualität auch gut hinbekommt mit der ewigen Husterei. Getaucht haben wir das Heu nie, da unser Heu praktisch fast staubfrei gepresst wird.

Heucobs wären auch noch eine mögliche Alternative, aber auch hier auf die Qualität achten.

Antwort
von Gargoyle74, 67

Ich würde Heulage oder sogar Silage füttern. Oderdas Heu in einer Wanne nassmachen und dann direkt füttern.

Kommentar von friesennarr ,

Heulage oder gar Silage ist denkbar schlecht für ein Pferd, dem es schon  immunologisch nicht gut geht. Zwar staubt Silage nicht, ist aber ein Gärfutter (das eigendlich zu den Kühen gehört) und das wiederrum bringt den Darm aus dem gleichgewicht.

Man kann hier also wählen, zwischen schlecht für die Lunge oder schlecht für den Darm.

Es gibt so viele Alternativen - da braucht man nicht auf Gärfutter auzuweichen.

Kommentar von Gargoyle74 ,

Es ist immernoch die Bessere Alternative zu staubigem Heu ! Man kann ja deutlich weniger geben.

Kommentar von friesennarr ,

Die gesamtmenge Futter muß aber ausreichen - und wenn du das alles über Silage oder Heulage abdeckst, dann ist innerhalb eines halben Jahres der Darm so geschädigt, das gar nicht s mehr geht.

Die meisten die Heulage zufüttern tun dies in geringen Mengen z.B. zum Frühstück - ansonsten gibt es Heu.
Ich lehne jegliche Silage oder Heulage für Pferde ab.

Kommentar von Meniflar ,

Es ging jetzt die letzten 8 Monate super mit Heu nass machen. Sie hat seit dem Stallwechsel vor 8 Monaten (mit Heu nass machen)nicht mehr gehustet. Seit dem heissen Wetter trocknet aber das Heu zu schnell und ich suche eine alternative dazu das Heu immer erneut nass machen zu gehen. Sie teilt sich das Heu immer sehr gut ein, wobei sie es aber eben nicht gleich frisst...

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