Frage von umtezti, 123

Wie oft und wann wird eine nicht benutzte Fußbodenheizung automatisch durchspült?

Hallo,

man liest ja, daß Fußbodenheizungen, die - z.B. im Sommer - nicht in Betrieb sind (alle Raumregler auf "Schneeflocke") gelegentlich von der eingebauten Umwälzpumpe automatisch (mit Kaltwasser) durchspült werden.

Wann und wie oft soll das sein? Täglich 1 x für 10 min, oder wie?

Und wie ist das bei Abwesenheit, wenn die gesamte Heizung auf "Urlaub" gestellt ist?

Bin für alle Hinweise dankbar,

Gruß, umtezti.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Asardec, 92

1. Wenn die Heizung einen automatischen Sommer/Winterbetrieb hat, wird im Sommer die Heizung (also der Wärmeerzeuger) aus sein oder lediglich noch das Trinkwarmwasser sicherstellen. Somit ist die Heizungspumpe aus und kann auch nichts durchspülen.

2. Je nach Hersteller der Fußbodenheizungsregelung (Raumthermostate, Stellmotoren und natürlich die Regelung) gibt es unterschiedliche öffnungszeiten, um ein Festsetzen des Ventil zu verhindern. Dieser Vorgang ist jedoch so kurz, das selbst wenn die Pumpe laufen wurde, keine effektive Durchspülung der Rohrleitungen statt finden kann.

Das automatische Ventilöffnen funtkioniert im übrigen immer, egal auf was die Fußbodenheizung gestellt ist. Lediglich die Regelung muss das können.

Antwort
von Sudelnuppexxl, 96

Sofern alle Raum- Thermostate auf *aus* sind, wird gar nichts durchspült. Die Ventile der einzelnen Heizkreise sind dann nämlich zu. Um ein festsitzen der Ventile zu verhindern, habe ich bei mir persönliche drei Zeiten im (programmierbaren) Thermostat eingestellt: für 5 Minuten 30 Gradd Raumsolltemperatur, für weitere 5 Minuten 5 Grad Raumsolltemperatur und Rest meine realistische Raumsolltemperatur. Damit ist sichergestellt, das jedes Ventil mindestens 1x täglich bewegt wird- auch im Sommer. Wenn es um den Schutz der Pumpe geht, dann müsste diese seitens der Regelung mal kurz angesteuert werden. 

Antwort
von Spezialwidde, 83

Eigentlich werden die Umwälzpumpen nur mal kurz laufengelassen dass sie nicht festkalken. Ist in Zentralheizungsanlagen genauso gemacht. Wie, wann und was weiß ich hängt von der Steuerung ab.

Antwort
von umtezti, 70

Hallo alle 3,

ja, danke. - Aber bei mir sind alle Regler auf Schneeflocke, und trotzdem pumpt die Fußbodenheizung-Umwälzpumpe stundenlang kaltes Wasser. Das Rohr über der Pumpe vibriert dabei so stark, daß ich nachts (im darüber liegenden Schlafzimmer) nicht Einschlafen kann weil das Mauerwerk diese Vibrationen noch verstärkt.

Umpumpen sollte nur der andere Heizkreis, der u.a. einen Handtuch-Trockner (Heizkörper) im Bad versorgt.

Werden die Pumpen also falsch angesteuert?

Gruß, umtezti

Kommentar von Asardec ,

Je nach Kesselregelung ist dieser evtl. nur in der Lage einen Heizkreis zu regeln. Dann wären beide Pumpen immer gleich angesteuert.

Jedoch vermute ich mal, dass die Raumregler nicht mit dem Kessel kommunizieren und dieser somit garnicht weis, das die FBH keine Wärme mehr benötigt.

Wie sind denn die Pumpengruppen aufgebaut? Hat die FBH einen motorbetriebenen Mischer vor der Pumpe und Temperaturfühler (Achtung, Fühler, nicht Thermometer). Ist die Pumpe selbstregelnd oder noch eine alte 60W Pumpe mit Konstantdruck?

Warscheinlich wäre hier die sinnvollste Lösung einen Schalter für das manuelle Ausschalten der FBH in der Pumpen-Spannungsversorgung zu integrieren (z.B. ein einfacher Lichtschalter).

Kommentar von umtezti ,

Hallo Asardec, super Antwort, danke!

(1) es laufen fast nie beide Pumpen gleichzeitig.

(2) Raumregler kommunizieren wohl nicht direkt mit dem Kessel.

(3) FBH-Pumpe (Grundfos UPS 25-80) hat Mischer davor (der fährt oft von \ nach / und wieder zurück; trotz kaltem Rohr) und es gibt irgendeinen Fühler oben drüber am Rohr (das Rohr aber bleibt kalt).

(4) Auffallend ist: Der Handtuch-Heizkörper im Bad (Heizkreis 1) wird nur dann warm, wenn ich gleichzeitig auch den Heizkreis 2 (= FBH) höher stelle. Sonst bleibt er kalt = egal, wie hoch ich die Heizkreis-1-Temperatur einstelle.

Ich dachte schon, die beiden Heizkreise (oder die Pumpen-Ansteuerung) wären vertauscht. Kann das sein?

Gruß, umtezti

Kommentar von Asardec ,

Meine antworten zu:

1) Das ist schonmal ein gutes Zeichen.

2) Wäre auch eher untypisch.

3) Diese Pumpe ist ein Dauerläufer und somit eine Energievernichtungsmaschine. die UPS 25-80 hat auf der niedrigsten Stufe 110W und auf der höchsten 165W. Der Wechsel einer solchen Pumpe gegen eine Differenzdruckgeregelte zahlt sich in der Regel schon nach 1 bis max. 2 Jahren aus. Zusätzlich würde diese Pumpe die Leistung drosseln, wenn es keinen oder nur wenige Abnehmer gibt. Damit würde sich zumindest das Geräuschproblem in der Nacht garantiert stark reduzieren.

Auf welche Strufe ist die Pumpe denn gestellt?

Vermutlich sind alle FBH Kreise geschlossen und die Pumpe kann nicht ausreichend Wasser fördern, wodurch die Temperatur im Vorlauf niedrig bleibt. Gleichzeitig versucht der Mischer die Vorlauftemperatur zu regeln, was nicht funktionieren kann, da ja das Wasser nicht richtig fließt.

Gibt es oberhalb der Pumpe ein Überströmventil zum Druckabbau (Das ist eine Verbindung von Vor- und Rücklauf über ein Ventil mit roter Kappe und einer Skalar)? Wenn nicht erklärt auch das die Geräuschentwicklung, da sich hinter der Pumpe Druck aufbaut und nicht abgeführt werden kann. Dies wäre dann ein baulicher Mangel, außer dieses Ventil ist an einem FBH Verteiler montiert.

Nebenbei kann die Pumpe auf Dauer Schaden nehmen, wenn das Wasser auf der Druckseite nicht vernünftig fließt.

Bitte mal in einem Raum die Solltemperatur auf max. einstellen und schauen, ob sich die Vorlauftemperatur verändert.

4) Sehe ich das richtig, das es einen Heizkreis für die FBH gibt und einen für Heizkörper?

Wie warm wird denn der Bad-Heizkörper im Winter im Verhältniss zu den anderen Heizkörpern? Kann es eventuell sein, dass in der Nähe vom Bad-Heizkörper keine "normalen" Heizkörper sind? Evtl. würde der Heizkörper an den BH Kreis mit angebunden. Einfach mal ausprobieren in dem der HK Heizkreis abgespert wird und der FBH Heizkreis weiterläuft. Hierfür den Heizkörper voll aufdrehen und schauen ob dieser warm wird oder es deutliche Strömungsgeräusche entstehen.

Alles Andere wäre eigentlich unlogisch, die unterschiedliche Heizkreise keinen solchen einfluss auf einander haben können.

6) Sicherlich ist es möglich das die Heizkreise in der Regelung vertauscht wurden. Dann müssten aber die Heizkörper im Winter recht kühl und die FBH dafür sehr warm sein (Oberflächentemperatur des Bodens >35°C)

Ich hoffe das ist alles verständlich, was ich geschrieben habe.

Ggf. wäre es hilfreich einmal ein Foto zu dem Aufbau der Pumpengruppen zu sehen.

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