Und immer wieder habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich an ihnen vorbei gehe... begründet?

Also, wir haben hier ein paar Obdachlose im Ort. Wenn ich ihnen mal was gebe, dann kein Geld, sondern mal ein Brötchen oder einen Apfel oder so. Wird hier auch angenommen. Ich finde, Obdachlose können nicht erwarten, dass man den Alkoholkonsum unterstützt.
Also ich gehe meistens an ihnen vorbei. Einmal hockte einer am Boden bei Lidl. Ich habe dann beim Einkaufen einfach für ihn miteingekauft. zbsp das billigste Brot etwas Wurst ein paar Äpfel und einen Billigen Saft. Das habe ich Ihm nachher gegeben nur so wusste ich das das Geld nicht für alk ausgegeben wurde.Natürlich hätte ich ihm so viel nicht an geld gegeben aber viele schlittern durch die Lebensumstände so in den Abgrund.
hatte ich auch schon öfter gemacht aber leider bei dem letzen der hat es nicht genommen er sagte er wollte lieber Geld das ihm aber nicht gab !

Also, ich gebe ihnen nichts. Hier um den Bahnhof Friedrichstraße lungern einige, oft sehe ich sie mit Schnaps oder Bierflaschen in den Ecken "pausieren"
WildeFee am 31. Mai 2007 14:14 Ja, in Berlin hätte ich auch so meine Probleme, vor allem, wenn sie schon zugetrunken sind. Hier aufm Dorf gehören sie irgendwie zur Gemeinde, sind meist zumindest tagsüber auch nüchtern und haben dieses Leben gewählt.

Ich gebe ihnen nichts.
Man zwar auch durch Pech in eine solche Situation geraten, aber in Deutschland muss man auch dann weder hungern noch frieren.
Wer hier dauerhaft auf der Strasse lebt, der hat bewusst eine entsprechende Entscheidung gefällt.

Also ich gebe jetzt mal eine unpopuläre Antwort: Ich habe zwar auch schon die Erfahrung gemacht, dass Essen oder Tierfutter anstelle von Geld nur mürrisch angenommen wurde - mir ist aber auch schon sehr viel Dankbarkeit entgegengebracht worden. Wenn ich keine "Naturalien" bei mir habe, die ich weitergeben kann, gebe ich immer etwas Geld. Nicht viel - aber 50 cent oder auch schon mal einen Euro gebe ich immer. Ich denke mir, selbst wenn dieser Mensch abends um die Ecke geht und in seinen Benz steigt, ich habe aus Nächstenliebe gegeben und es trifft sicher meistens die Richtigen. Mir geht es sehr gut und ich gebe aus Dankbarkeit gern davon ab.
Wenn ich ihm etwas gebe, ist das sein Geld und er kann damit machen, was er will.
fourseasons am 31. Mai 2007 14:48 Endlich mal eine vernünftige Antwort!
In Ländern in denen es so etwas wie staatliche Unterstützung gibt (wie Deutschland) sehe ich es nicht ein, den Obdachlosen noch Geld zu geben.
Anders sieht es in Ländern aus, wo dies nicht der Fall ist. Obwohl man sich auch dort nicht sicher sein kann, ob das bettelnde Kind das Geld nicht an einen trinkenden Elternteil abgibt - man hat ihm vielleicht eine Tracht Prügel erspart....

Ich gebe grundsätzlich nichts mehr, nachdem ich mehrfach beobachten konnte, wie die ach so Obdachlosen mit den Spenden umgehen. Die Einen kaufen sich Schnaps oder Drogen, andere steigen ganz ungeniert in ihre Luxusautos!!!!!! Ehrlich!!! Selbst beobachtet. Nein, ich habe auch kein schlechtes Gewissen dabei, wenn ich nichts gebe.
Lieber gri1su, die Luxusautos sind nun aber wirklich ein schlechtes Argument. Das sind doch absolute Ausnahmen.
krauthexe am 31. Mai 2007 19:48 Hat er aber Recht!Hab ich auch beobachtet.
gri1su am 31. Mai 2007 20:07 @abigail: Sicher trifft das nicht für jeden Obdachlosen zu, das ist schon richtig. Aber wenn ich mehrere Obdachlose längere Zeit beobachtet habe (und den Spass habe ich mir mal gemacht), konnte ich feststellen, dass plötzlich alle Obdachlosen (7 Männer, 2 Frauen) pklötzlich in eine Richtung strebten, nämlich auf einen Parkplatz. Ich hab nicht schlecht gestaunt, wie sie zu Mercedes, BMW und anderen großen Autos gingen (sogar ein Porsche war dabei), den Kofferraum öffneten, gute Klamotten rausholten und sich mitten auf dem Parkplatz umzogen. Dann stiegen sie in ihre Autos und fuhren weg.......
Ich meine jeder kann einem Bettler geben was er will und der Battler kann damit machen was er will.Nur Moralpredigungen braucht er gewiss nicht.

Es gibt auch arme Schweine unter den Obdachlosen. Wenn hier nur negative Fakten erwähnt werden, sieht das doch sehr nach einer Schutzbehauptung aus, um kein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Man kann sich die Leute ja anschauen, bevor man ihnen etwas gibt. Aber bitte nicht alle als "Abschaum" über einen Kamm scheren. Wenn der Beschenkte dann das Geld für Alkohol ausgibt, ist das doch seine Sache. Manche Menschen "verrauchen" ein paar Hundert Euro monatlich. Warum bekommen die vom Arbeitgeber oder vom Staat denn das Geld, wenn sie's doch nur verrauchen. Ein Alkoholiker braucht nun mal seinen Alkohol, wie der Raucher seine Zigaretten.
Die meisten Obdachlosen sind arme Schweine.
So gut wie alle sind suchtkrank, psychisch krank oder kommen - aus welchen Gründen auch immer - in unserer Gesellschaft nicht klar.
Freiwillig und gerne ist kaum jemand auf der Straße. Aber trotz vorhandener Hilfsangebote schaffen viele die Wiedereingliederung in ein bürgerliches Leben nicht. Manchmal gebe ich Geld oder Zigaretten. Aber ich verstehe auch Leute die nichts geben um die Sucht nicht zu unterstützen.
mir ist neulich in der stadt auch ähnliches passiert.
eine frau mit kleinkind wollte euros haben, weil das kind so hunger hat.
natürlich wollte ich umgehend helfen und bot ihr an im im kaufhof kindernahrung zu kaufen, sie solle mitkommen und aussuchen.
das hat sie aber abgelehnt, also bin ich weitergegangen und hab auch keine euro rausgerückt.
Meine Frau hat mal einem Obdachlosen, der neben einer Bäckerei gesessen hat, angeboten das sie ihm ordentlich was zu essen kauft.Dann kann er sich mal satt essen und von dem Geld halt keinen Alkohol kaufen.Er hat ohne zu danken abgelehnt und das sagt mir eigentlich nur das er Keinen Hunger hatte, sondern Alkohol oder Zigaretten kaufen wollte.Schade!!
Ich kenne das mit dem schlechten Gewissen. Gebe aber ebenfalls kein Geld mehr. Meine Freundin ist mit dem Zug nach Stuttgart gefahren, im Zug war eine ihr bekannte Obdachlose. Nach einem längeren Gespräch sagte sie, sie lebt so besser so hätte sie am Tag ca. 100 € steuerfrei. Das trifft bestimmt nicht für alle zu. Aber bei mir gibts seitdem Naturalien.
In Hamburg auf dem Kiez sind haufenweise Berber. Alle brauchen sie das Geld für Alkohol. Wenn mir von denen jemand Sympathisch ist gebe ich gerne ein Euro oder noch lieber meine Pfandflaschen. Die Penner (meistens Männer) freuen sich immer sehr. Die unfreundlichen bekommen nix und werden von mir verachtet wie sie mich teilweise verachtend anschauen oder ansprechen. Widerlich sind die Krüppel die organisiert leichtgläubige Menschen abkochen. Bei vorgehaltenen Schildern wie "Meine kleine Schwester braucht eine Operation brauche Geld" oder mit einem Armstumpen winkend um Geld betteln provozieren sie lediglich ein Lächeln was die fiesen Abzocker erst motiviert, irgendwann bringt es sie dazu das S-Bahnabteil unverrichteter Dinge zu verlassen und weiter bei mir was vor zu lügen. Ekelhafte Typen. Ich werde mich nie an diese ätz Menschen gewöhnen. Bitte nicht zu verwechseln mit den respektablen Berbern die Würde haben.
machen sie aber vielfach!!!
Ich habe erlebt, dass ich einem mal etwas zu Essen gekauft habe, da auf seinem Schild stand "Ich habe Hunger". Er wollte jedoch nichts zu Essen sondern Geld. Seitdem macht mich dieses Thema kirre.