boriswulff am 03.07.2007 um 0:16 Uhr
Langt es wenn man Hunden die Zähne einmal in der Woche putzt oder sollte man es öfter machen? Oder spricht sogar etwas dagegen Hunden die Zähne zu putzen?

Das kommt immer auf den Einzelfall an und man sollte es, ggf. in Abstimmung mit dem Tierarzt, handhaben. Das heutige Fertigfutter ist nicht unbedingt dazu geeignet, die Zahnpflege selbsttätig zu übernehmen. Welcher Hund bekommt noch regelmäßig Knochen? Kauknochen etc. sind besser als gar nichts. Trotzdem wird es immer Tiere geben, die mehr, und andere, die weniger zu Zahnstein und Belägen neigen als andere. Wenn der Tierarzt eine jährliche Ultraschallreinigung für ausreichend hält, braucht man nicht zusätzlich zu putzen. Kann es aber, um den manchmal üblen "Mundgeruch" zu mindern. Außerdem kann es wichtig sein, daß der Hund gewohnt ist, Manipulationen in seinem Maul ohne Protest hinzunehmen. Also: Zähneputzen beim Hund grundsätzlich gut, aber nicht immer erforderlich, es kommt auf den einzelnen Hund und den Zustand seiner Zähne an.
Man(n) möge mir meine Unwissenheit verzeihen, aber: ist das bei entsprechender - also artgerechter - Ernährung nicht soetwas wie ein selbstreinigendes System? Schaben die sich durch das Kauen von Knochen nicht den Zahnstein usw. selbst runter? Oder gehe ich da zusehr von wölfischen Urahnen aus?
loopwithme am 3. Juli 2007 01:01 Gut nachgedacht! ;-)

Wir haben meinem Hund, Golden Retriever, noch nie die Zähne geputzt. Er bekommt regelmässig einen Ochsenziemer und oft auch Knochen. Ausser dem besteht seine Hauptmahlzeitaus Trockenfutter, seit Welpenbeinen an! Er ist jetzt 8 Jahre alt und hat, auch dem Urteil unserer Tierärztin nach, kerngesunde Zähne.
ich war früher regelmäßig mit meinem Hund beim Zahnsteinentfernen (1 x pro Jahr) da er immer wieder Beläge auf den Zähnen hatte, die sehr massiv waren. Nachdem der Hund älter wurde, habe ich mich entschieden mit Zahnpflege zu beginnen. Ich putze ihm jeden Abend mit einer speziellen Hundezahnbürste u. Zahnpasta die Zähne. Das hat sich so eingespielt, das er bereits freiwillig ansteht, wenn ich meine Zähne putze (danach kommt er dran). Es ist nur ein Aufwand von 1-2 Minuten und brachte uns unheimlich viel (seitdem kein Zahnstein mehr und auch kaum Beläge). Mein Tipp deshalb: putzen Ich muss jedoch dazu bemerken, das mein Hund aus Allergiegründen keine Ochsenziemer und ähnliches Zeugs kauen kann.

Ich putze meinen Hunden jeden Tag 1-2x die Zähne und hab bis jetzt noch keinen Zahnstein entfernen lassen müssen. Früher putzte ich bei meinen anderen Hunden nicht und mußte regelmäßig zum TA. Aber ich habe auch schon bei fremden Hunden erlebt, daß ihnen die Zähne geputzt wurden und trotzdem ist Zahnstein entstanden. Ich glaube auch, wie Evistie s.o. schon schrieb: es kommt auf den einzelnen Hund an, schaden tut es auf jeden Fall nicht.

Hunden die Zähne putzen? ICh dachte, der Belag würde sich von selbst abreiben, beim Kauen an all den widerstandsfähigen Sachen?
Ok, bei der neumodischen und nach den "neuesten Erkenntnissen" produzierten, nach drei mal Kauen breiartigen Nahrung ist soetwas wohl angebracht, stimmt.... .
Früher haben sich auch die Menschen keine Zähne geputzt. Sie bekamen auch kaum Karies und Co. Und warum? Weil die Zähne durch das Kauen des rohen Fleisches und Co. mechanscih und automatisch gereinigt wurden. Erst mit Beginn des "Maiszeitalters" und Co. stieg die Zahl der Zahnbeschwerden.
Wobei ich mit dem "heutigen Fertigfutter" das Nassfutter meine. Trockenfutter ist besser für die Zähne, aber ob und wieviel davon gefüttert wird, ist ein ewiges Diskussionsthema.