Frage von MatheRaph, 14

Wie oft soll man Fisch bei Cholesterienproblemen essen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von juergenkrosta, 11

Hallo,

bei erhöhtem Cholesterinspiegel wird eine Ernährung mit möglichst fettarmen Fischarten empfohlen. Ich hab mir mal einige Listen dieser "Empfehlungen" im Internet angesehen und musste leider feststellen, dass mangels Fachwissen über die einzelnen Fischarten dort ziemlicher Blödsinn hinsichtlich der Einstufung von fettarm/fetthaltig verzapft wird.

Was richtig und was falsch ist, hinsichtlich der Fette wissen wir nicht mit absoluter Sicherheit und die Meinungen hierzu ändern sich fast monatlich, wenn irgendeine neue Studie herauskommt.

Mal heißt es, Fettfische seien gesund, wegen der Omega-3-Fettsäuren, dann heißt es, dass zuviel an Omega-3 unsere Gesundheit schädigt.

Fest steht, dass die im Fisch enthaltenen Fettsäuren unserer Gesundheit nicht schaden, wenn diese aus Wildfischen kommen, die im Gegensatz zu Zuchtfischen zusätzlich noch die sog. "F-Fettsäuren" enthalten. Das hat mit der Ernährung/Fütterung der Fische zu tun.

Gesagt wird auch, dass man die Fette nicht isoliert zu sich nehmen sollte, denn die positive Wirkung wird nur durch das Essen des Fisches selber erreicht (also nicht durch Kapseln), da es ein Zusammenspiel von mehreren Inhaltsstoffen gibt, wie u.a. auch mit den hochwertigen Aminosäuren im Fisch.

Ich geb Dir mal eine Übersicht über eine grundsätzliche Unterscheidung der Fischsorten, damit Du erkennen kannst, welche Fische viel und welche weniger Fett haben:

Fettfische:

  • Aal
  • schwarzer Heilbutt
  • atlantischer Lachs (Zuchtlachs, da atlant. Wildlachs nicht im Handel)
  • Makrele
  • Heringsarten (Sardinen, Sardellen etc.)

Magerfische:

  • alle Dorschfische (Dorsch/Kabeljau, Seelachs, Schellfisch, Wittling, Pollack, Alaska Pollack)
  • Grundfische wir Steinbeisser, Leng, Seeteufel, Plattfische wie Scholle, Flunder, Seezunge, Weißer Heilbutt
  • Exoten wie:  Viktoriabarsch, Pangasius, Dorade, Tilapia
  • Wildlachs (pazifischer Wildlachs)
  • unsere Süßwasserfische (Forelle, Saibling, Karpfen, Hecht, Zander, Barsch/Egli etc....)

Von den genannten Fischarten solltest du Fische aus Wildfang bevorzugen, da Zuchtfische aufgrund ihrer Nahrung nicht unbedingt optimale Fettzusammensetzungen haben. Ein gelegentlicher Verzehr von Zuchtfischen mit wenig Fett schadet aber sicher nicht.

Aus Wildfang:

  • alle Meeresfische wie Dorsch/Kabeljau (Dorsch aus Zucht wird auch angeboten, muss aber deklariert sein), Seelachs, Schellfisch, Pollack, Alaska Pollack, Steinbeisser, Plattfische (ausgenommen Schwarzer Heilbutt) Seeteufel, Wildlachs (wird ausschließlich als TK-Ware angeboten, nur pazifische Lachsarten)
  • Süßwasserfische stammen überwiegend aus Zucht, mit Ausnahme Hecht, Zander und Barsche

Diese Aufzählung ist nicht vollständig und soll nur als Orientierungshilfe dienen. Meeresfrüchte wie Garnelen und Krebse werden von den Experten nicht empfohlen, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Auch das sollte vielleicht mal kritisch hinterfragt werden ..;-)

Wie oft Du fettarmen Fisch nun essen "sollst" bleibt Dir und Deinem Speiseplan überlassen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass mehrmaliger Fischkonsum in der Woche schaden sollte. Eher das Gegenteil ist der Fall.

LG  Jürgen


Kommentar von voayager ,

gute Auflistung fehlt bei den Fettfischen nur noch der Karpfen.

Kommentar von juergenkrosta ,

die Auflistung ist fachlich nicht ganz korrekt und soll nur eine grobe Orientierung sein. Man unterscheidet heute Fettfische, Mittelfette Fische und Magerfische.

Karpfen, Sardinen und Rotbarsch z.B. zählen zu den mittelfetten Fischen. Der Fettgehalt wird pro 100 g angegeben bzw. berechnet. Während der Aal z.B. zwischen 20 und 30 % Fett haben kann, kommt der Karpfen gerade mal auf 4 - 5 %.

Außerdem gibt es teils enorme Schwankungsbreiten. Beispiele sind hier die Heringe in Ostsee und Atlantik, die Ostseelachse mit manchmal 25 % Fett im Gegensatz zu den Atlantiklachsen mit ca.9 - 15 % Fett. Auch bei den Thunen gibt es Arten mit 4 % und andere mit über 20 % Fett pro 100 g. Thunfischkonserven haben z.B. kaum über 2 % Fett (bonito/skipjack), während ein frischer Bonito einen deutlich höheren Fettgehalt hat, was aber mit der Verarbeitung zusammenhängt....usw.

LG Jürgen

Antwort
von jladewig, 7

Fleisch und Fisch sollte man nicht täglich essen. Cholesterienprobleme oder nicht.

Am besten frische, naturbelassenen Lebensmitteln und es darf auch mal Fleisch oder Fisch sein, aber nicht täglich, denn das würde den Körper mit der Zeit übersäuern. Die Speisen sollten wenige Zutaten enthalten und insbesondere so kombiniert sein, dass sie dem Körper zuträglich sind, damit die Nahrung gut verdaut und verwertet werden kann. 

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Die Symptome ernst nehmen, ohne in Panik zu verfallen oder noch schlimmer gleich zu Medikamenten zu greifen, das wäre der Gesundheit nicht zuträglich. 

Erste Anzeichen werden in unserem Kulturkreis oft runtergespielt. Man sollte sie aber ernst nehmen. Man bekommt gesagt, man solle sich keine Sorgen machen, so etwas könne vorkommen. Hier verliert man wertvolle Zeit, denn
je kleiner das Problem ist, desto schneller und einfacher lässt es sich wieder auflösen.

Symptome sind ein Hilferuf des  Körpers und signalisieren, dass da etwas nicht stimmt. Wenn man das nicht ernst nimmt, wird der Körper deutlicher, z.B. in Form von Schmerzen oder Krämpfen. Dazu sollte man wissen, dass der Körper von Natur aus stets bestrebt ist, sein Gleichgewicht zu erhalten, also gesund zu bleiben.

Antwort
von Vivibirne, 4

Fettarmer Fisch und keine Eier

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