Frage von Pauliie23, 69

Wie oft muss mein Pferd bewegt werden?

Also ich habe eine 20jährige Isi-Stute (noch top fit) und muss mir nun einen anderen Stall suchen, da unserer aufgelöst wird...eigentlich bin ich ein ziemlicher Vertreter von Offenställen und Herdenhaltung, was bei den Isländern ja auch das übliche ist. Leider gibt es solche nicht nah bei uns, deswegen könnte ich dann leider nicht mehr so oft zu meinem Bär gehen, ich schätze im schnitt vier mal pro Woche, je nach dem wie sich das dann entwickelt. Reicht das meinem Pferd dann? Ich reite nicht mega sportmäßig, ab und an mal ne E-Dressur.

Oder wäre es dann vielleicht doch sinnvoller sie in eine Paddockbox mit paar Stunden Koppel zu stellen und noch etwas öfter zu kommen? Wie ist es mit zwei Pferden in einer Paddockbox? Habt ihr da Erfahrung? Finde nämlich Gesellschaft auch wichtig...

Und dann wollte ich noch fragen ob ein jüngeres Islandpferd zeitmäßig anspruchsvoller ist? Überlege nämlich mir einen solchen zu zu legen aber ich fürchte dass die noch nicht gefestigte Ausbildung wohl darunter leidet wenn ich nur 4x pro Woche mit ihm arbeite...

Hoffe ich habe jetzt alles verständlich beschrieben, wenn Details fehlen, einfach fragen! Vielleicht kennt sich ja einer besser mit Training aus oder hat schon solche Erfahrung gesammelt😄

Liebe Grüße und vielen Dank!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von skjonii, 32

Also im Bezug auf deine erste Frage: sei da ganz vorsichtig. Ich habe selbst Islandpferde, natürlich im Offenstall. Wenn ich die beiden Wallache mit zum Kurs nehme und sie in der Box stehen oder auf einem kleinen Paddock, gibt es da sehr unterschiedliche Reaktionen. Dem einen (eigentlich viel temperamentvolleren) macht das gar nichts, er genießt eher die Ruhe. Der andere ist nach einer Woche trotz mehrmals täglich reiten so ungenießbar, wenn ihm irgendjemand blöd kommt nimmt er die Box auseinander. Er kommt damit überhaupt nicht zurecht. Wenn die Pferde die Freiheit erst einmal gewohnt sind, ist es eine ziemliche Tortur das dauerhaft umzustellen und glücklich wird Pony so auch nicht. 

Zu deiner zweiten Frage: Es ist (wiedermal) alles eine Frage des Charakters und der Gewohnheit. Manche Pferde kommen auch in jungen Jahren gut damit klar, nicht so oft geritten zu werden, andere langweilen sich auch im Alter noch zu Tode. generell gilt aber, je größer der Platz den sie dauerhaft zur freien Verfügung haben und auch mit anderen Pferden mal "rumballern" können, desto weniger problematisch ist es, nicht so viel Zeit zum reiten zu finden. 

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde & reiten, 14

Ich würde lieber stundenlang fahren oder seltener hin kommen als meinem Pferd nochmal Box anzutun. So groß ist kein Paddock, dass sie nicht eng wenden, keine Gesellschaft rund um die Uhr haben etc.

Mit unseren Pferden arbeite ich definitiv nicht täglich ... und jedes Pferd, das so weit gesund ist, läuft eine E ohne jegliche Vorbereitung. Da ist ja nicht viel Leistung zu erbringen.

Grade Jungpferde brennen auch psychisch gern mal durch, wenn man zu viel macht, das wäre für mich auch nicht das Argument.

Antwort
von anacondaboa, 27

1. Ein Pferd muss immer bewegt werden/bzw. braucht Bewegung und es ist egal ob das jetzt deine 20 jährige Isistute oder ein 4 Jähriger Hafiwallach ist.

2. Wenn du dein Pferd lieber in einen Offenstall stellen willst, dann setzt auch alles daran. Selbst wenn der Stall 10-20 min. von dir entfernt ist, ich würde alles daran setzten meinen "Rentner" so oft zusehen, wie möglich. Und es ist absolut okay 4 mal pro Woche in den Stall zugehen.

3. Ein Pferd ist immer anspruchsvoll. Egal ob das jetzt eins oder zwei sind. Du schreibst ja auch, dass deine Ausbildung noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Und jetzt rechne mal bitte aus, wie viel zwei Isis kosten würden. Ich schätze mal, dass dein Ausbildungsgeld whrs. nicht ausreichen wird. Desweiteren kann es passieren, dass deine Isistute zu kurz kommen würd, da deine ganze Aufmerksamkeit deinem neuen 4 Jährigen Isipferd gehört.

Mein Tipp an dich, belass es bei deiner Stute und verbring mit ihr die Zeit die sie noch hat. Danach hast du alle Zeit der Welt dich einem neuen Pferd zuwidmen.

Kommentar von skjonii ,

Das können gut und gerne noch 15+ Jahre sein...

Kommentar von Pauliie23 ,

Der Stall ist 30 Minuten entfernt, 10-20 fände ich ja gar kein problem😄 (Ja bei uns gerecht echt stallmangel!) Aber 1 Stunde Fahrt schaffe ich eben nicht jeden Tag.... und sie ist eben auch keine Rentnerin sondern in ihren besten Jahren, ich wollte nicht den Eindruck vermitteln das ich keine Zeit mehr für mein "altes Pferd" habe, was sie ja nicht ist (unsere letzte wurde 35), sorry wenn das falsch verstanden wurde. Das ein Pferd Bewegung braucht ist mir klar, darum gings mir ja, ob es unter diesen Umständen vertretbar ist,  wenn sie nicht mehr so oft gearbeitet wird, was einfach der Fall sein wird wenn sie weiterhin in einem offenstall stehen soll...

ich denke fast dass es bei ihr geht.

Und mit der Ausbildung war die Ausbildung des neuen Pferdes gemeint, nicht meine. Ob es für ein Pferd das noch nicht so gefestigt ist problematisch ist nur 4x pro Woche bewegt zu werden 😅 Das finanzielle ist kein Problem. 

Danke für deine Antwort😊

Kommentar von Baroque ,

Warum muss ein Pferd immer bewegt werden? Fallen die tot um, wenn mans nicht macht? Diesen Unfug hör ich immer wieder und kann es mir einfach nicht erklären.

30 min ist für mich jetzt auch noch keine Fahrzeit, die mich abschreckt. Bei wenig Verkehr hätte ich zwar normal nur 10 min, aber der Hauptort meines Wohnorts ist ein Nadelöhr ... ich brauche nahezu immer 30 min in den Stall - nachdem ich jetzt näher her gezogen bin. Vorher warens 45 bis 60 min einfach je nach Verkehr. Das zum Wohl des Pferdes find ich nicht viel.

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