Frage von Rauchabzeichen, 88

Wie oft dürfen Ärzte einen ablehnen?

Kurz und bitte ohne Mitleid - ich bin sehr krank. Was genau ich habe ist noch immer nach 2 Jahren nicht klar. Bisher steht fest - es ist nicht körperlich messbar, äußert sich allerdings sehr stark durch den Körper. Drei Ärzte haben bisher drei Diagnosen ausgesprochen, welche sich alle nur in einem Punkt ähnelten - meine Beschwerden sind psychisch und/oder von meinem Gehirn abhängig. Nun bin ich in eine kritische Phase gekommen, in der ich nicht mehr meinem geliebten Beruf nachgehen kann, an welchem ich viel Spaß hatte und genau so wenig kann ich mir selbst noch Essen zubereiten (Brot schon; zumindest kompliziertes nicht). Hätte ich nicht mein helfendes Umfeld, wäre ich warscheinlich bereits verhungert oder verdurstet, was mir persönlich die schwere der Krankheit bewusst werden lässt - worauf ich hinaus will; ich denke, man kann mich als Notfall bezeichnen, da die Symptome von Monat zu Monat, teils Woche zu Woche immer schwerer werden und ich mir Sorgen mache, dass mein Körper irgendwann endgültig aufgibt. Noch bin ich körperlich gesund und will das so auch behalten. Nun zu dem, was mich interessiert. Von den drei Ärzten ist einer Internist (der kann mir gesetzlich betrachtet nicht weiter helfen), einer Psychologe (welcher selbst sagt, dass Gesprächstherapie bei mir nicht hilft [bereits nach der zweiten Sitzung war ihm das bewusst, mir ohne hin bereits vorher]) und der letzte ist ein Neurologe, welcher wortwörtlich gesagt hat, dass er mir (ohne dies weiter zu begründen) nicht helfen will. Zunächst dachte ich, dies sei unterlassene Hilfeleistung und habe das bei der Krankenkasse gemeldet (welche sehr langsam dem Fall nachgeht und ich mich darauf einstellen kann, erst in einigen Monaten, Meldung zu erhalten). Weiter wurde mir nur gesagt, dass ein Arzt einen Patienten ablehnen darf, sofern dieser keine akuten Probleme hat, welche als gefährlich zu betrachten sind. Da mein Problem sich körperlich äußert, so aber nicht messbar ist, habe ich nach dem Gesetz kein akutes, lebensbedrohliches Problem (auch wenn ich ab und zu mal die Treppe hinunter falle, weil meine Beine taub werden [ich bin wie gesagt noch gesund genug um so einen Sturz zu überleben, ohne großen Schaden.]). Nun war ich bei einigen anderen Ärzten, die zu meiner Verwunderung ebenfalls direkt ablehnten mich zu behandeln (darunter sogar einer, der gegen meine klare Aussage, dass ich behandelt werden will einfach behauptet, dass ich keine Behandlung will - als würde ich Tomate sagen und es wird Papaya verstanden). Also die große Frage: Soll ich jetzt einfach versuchen, das beste aus dem Leid zu machen und zu Haus rumsitzen, bis ich irgendwann körperlich oder andersweitig schlimmer erkranke oder habe ich das Recht auf meiner Seite, mit dem ich Ärzte zu meiner Behandlung zwingen kann? Darf mich jetzt jeder Arzt beliebig ablehnen, trotz meiner Beschwerden? Gibt es eine Zahl, die sagt, so viele Ärzte dürfen ablehnen und der danach muss helfen?

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Antwort
von PeterJohann, 42

Hier ist eigentlich alles gesagt:

https://www.das.de/de/rechtsportal/patientenrecht/arztpflichten/behandlungspflic...

Ich kenne keinen Arzt, der NICHT erklären würde warum er eine weitere Behandlung ablehnt - das reicht vom Eingeständnis der eigenen Hilflosigkeit (und dann Überweisung an Fachärzte) bis hin zur Ablehnung wegen einem zerrüttetem Vertrauensverhältnis- dazu gehört auch wenn der Patient völlig intransigent ist was die Akzeptanz der ärztlichen Diagnose angeht.

Kommentar von Rauchabzeichen ,

Bis zu diesem Jahr, hätte ich mir auch nie erträumen können, dass es solche Ärzte gibt. Der Link gibt nicht klare Auskunft darüber, ob es sich um Allgemeinmediziner oder auch Fachärzte handelt - vom Allgemeinmediziner habe ich ja Überweisungen zu Fachärzten bekommen, welche mich ablehnen. Wenn ich also neurale Beschwerden habe und dann sinngemäß zu einem Neurologen gehe - gilt die Verordnung dann auch diesem?

Und was macht man, wenn man keinem Arzt vertraut? - generell, wenn man kein Vertrauensverhältnis korrekt aufbauen kann, aufgrund (beispielsweise) wegen einer schweren Persönlichkeit, Psychose oder schlechter Erfahrung? - auf dem Papier geht dann ja so oder so kein Vertrauensverhältnis hervor - oder was wenn das Vertrauensverhältnis aufgrund der Krankheit nicht bestehen kann?

Zudem - was wenn der Patient davon überzeugt ist, er würde an seiner Krankheit sterben (nicht körperlich, wie ein fressender Infekt), durch beispielsweise dem Mangel an der Fähigkeit sich selbst zu versorgen (wenn der Patient ohne Einwirkung anderer nicht mehr essen würde)?

Der Arzt kann ja als Arzt behaupten, der Hunger kommt schon wieder - und was wenn man dann daran verhungert? - weil man denkt, der Körper versorgt sich selbst und tut es dann doch nicht?

Antwort
von 2AlexH2, 29

Das Problem ist was willst du mit einem Arzt, der dich nicht will?

- Entweder hat er keine Ahnung.

- er weiss es gibt für deinen Fall bessere, aber weiss nicht wer.

- Er hat ne Idee, ist aber zu faul, auch weils nur Aufwand aber kein Geld bringt, sich zu engagieren.

- Viele Krankenkassen habe ich in Verdacht bzw. etwas gehört, machen Druck bei zu viel Leistung durch den Arzt. Nimmt er dich kriegt er Probleme. 

-Bei bestimmten Fällen, rechtlich relevanten, riskiert er Kopf und Kragen. Von Versicherern oder von Dir.

Noch schlimmer ist es beim Psychologen. Wenn es nicht passt , ist es vollkommen sinnlos.

Ich weiss es ist ätzend, aber es hilft nur Klinkenputzen und sich via Bekannte zu informieren um ein gutes Team zu bekommen.

Ich weiss wie schlimm es sein kann nur schon den geeigneten Rechtsanwalt für eine Minifrage zu bekommen. Manchmal kann man nur noch denken, wieso bin ich nicht schon längst los den richtigen Arzt zu suchen.

Zu deinem Problem fällt mir Borreliose, toxisches Umfeld, Schimmelpilze, Schwermetall in Zähnen ein, schlechte Durchblutung via Nacken. 

Ich denke du musst dir wirklich eine Art Dr, House suchen.

Kommentar von Rauchabzeichen ,

Ich habe mich ja bereits auf sowas prüfen lassen - die Krankheit wird mit extrem hoher Warscheinlichkeit vom Gehirn ausgelöst - sie ist ja auch sehr wechselhaft gewesen, in den vergangenen Monaten.

Das Problem ist, dass die Fachärzte, zu denen ich überwiesen wurde, welche sich meiner annehmen sollen, irgendwie nicht wollen.

Ich kann bestens nachvollziehen, wie das klingen muss, aber jeder Arzt, den ich hier in meinem erreichbaren Umfeld kenne, lehnt mich ab.

Offenbar werde ich auf die Krankenkassenantwort warten müssen.

Kommentar von 2AlexH2 ,

Das ist schlimm, kenne ich leider. Ich habe festgestellt das heutige Aerzte meist keinerlei Ahnung vom Hirn haben. Es hat deshalb keinen Sinn mit diesen Aerzten. Es kann sein, dass es niemand gibt, denn  das Hirn ist unglaublich komplex und man hat im Prinzip kaum eine Ahnung weis funktioniert. Sie haben zwar eine Behandlungs-pflicht, aber was hast du davon, wenn sie wissen dass sie keine Ahnung haben?Und wenn sie es Wissen, aber nicht wollen, und sich nicht voll einsetzen, was hast du dann davon? Du kannst sie höchstens zwingen dir einen kompetenten Spezialisten zu finden. 
Lass dir drei Vorschlagen.

Es gibt aber aktuell viele neue Studienrichtungen in Medizin und Naturwissenschaften, die sich damit beschäftigen.

Ich denke deshalb schon, dass du jemand findest. 

Es geht ja ev Richtung Alzheimer, Demenz, veg.  Nervensystem, Hirnbiochemie.

Und suche dir Umgehend einen kompetenten Rechtsanwalt, der dir die Wege bei Versicherern und Aerzten freischauffelt. Leider ist meine Erfahrung auch, dass sie die Schwäche mehr oder weniger schamlos ausnutzen zu eigenen Zwecken.

Antwort
von Adrian593, 27

Wie sieht es mit dem Hausarzt aus, hält der noch zu dir? Welche Diagnose käme denn in Erwägung?

Kommentar von Rauchabzeichen ,

Mein Hausarzt ist ja Internist und steht fest hinter mir - bisher und ich hoffe, dass das so bleibt. Die logischste Diagnose wäre bisher eine Somatisierungsstörung - Problem: sowas wird mit Ergotherapie behandelt und in meinem Alter mit nicht wirklich etwas anderem - bzw alle Ärzte denken, ich muss eine Ergotherapie machen, was aber aus meiner Lage unmöglich und vollkommen unlogisch ist. Nur mein Hausarzt sieht das anders - kann aber nicht mehr, als Empfehlen.

Antwort
von rosenstrauss, 51

ärzte ablehnen? wo gibts denn so was? die haben einen eid geschworen, daß die dir helfen. warum sollten die ihre patienten ablehnen?

Kommentar von Barbdoc ,

"Ich schwöre, Apollon...", ist schon lange nicht mehr zeitgemäß und wird schon lange nicht mehr geschworen.

Kommentar von rosenstrauss ,

das ist mir aber neu

Kommentar von 2AlexH2 ,

Reine Theorie, viele Ärzte gehen in die Medizin wegen dem Geld oder Status und welche, die helfen wollten, sehen nur noch das Geld mit der Zeit.

Kommentar von beamer05 ,

[Ärzte] die haben einen eid geschworen

Wo hast du das denn her?

Du meinst doch hoffentlich nicht den (noch nicht mal historisch sicher verbürgten) Eid des Hippokrates?

Dann solltest du den wenigstens mal wirklich gelesen haben, dann wird jeder verständige Mensch (hoffentlich) sofort verstehen, dass -und warum-  dieser selbstverständlich(!) nicht "geschworen" wird.

Es gäbe keine Chirurgie, keine Urologie - schlicht keine auch nur halbwegs moderne Medizin. Und "Normalsterbliche" könnten nie Medizin studieren oder medizinisches Wissen erlangen.

Antwort
von Still, 43

Warum sollte sich ein Arzt seine Patienten nicht aussuchen dürfen? Solange keine Lebensgefahr gegeben ist.

Kommentar von Rauchabzeichen ,

Sie ist gegeben - durch verhungern.

Kommentar von LouPing ,

Hey Rauchabzeichen

Natürlich haben Ärzte das Recht Patienten abzulehnen (ausgenommen akute Lebensgefahr). 

Sie ist gegeben - durch verhungern.

Hier kann dein Hausarzt dich klinisch einweisen. 

Kommentar von Still ,

Kann wohlgemerkt. Magersucht ist, wie alle Süchte, extrem schwer zu behandeln und mit wenig Erfolgsaussicht behaftet. Man kann dem Arzt wohl kaum vorwerfen, das patientenwohl zu gefährden, wenn schon eine Mahlzeit die "Todesgefahr" abwendet!

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