Frage von Maisbaer78, 18

Wie nimmt man die subjektive optische Qualität eines Filmes wahr?

Schaut man sich einen Film im TV an, sieht man gleich auf Anhieb, ob es sich um eine günstige TV-Produktion oder um einen "hochwertig" aufgezeichneten Streifen handelt. Dabei geht es mir natürlich nicht um die handwerkliche Qualität des Filmes oder seinen Inhalt, sondern rein um die subjektive Wirkung beim Betrachten.

Mir ist allerdings nicht ganz klar, woran man diese Unterscheidung festmacht, es ist sehr subtil und hat zumindest weder etwas mit der Schärfe noch den Farben zu tun.
Kann jemand wirklich Fakten dazu liefern, was diese Wahrnehmung auslöst?

Antwort
von wiedermalich, 13

>und hat zumindest weder etwas mit der Schärfe noch den Farben zu tun.

naja, nicht ganz richtig. gerade die schärfte an rändern und die kontraste lassen einen binnen weniger sekunden erkennen, ob der film mit vernünftiger "hardware" gedreht und nachbearbeitet wurde, oder irgendwo in einem billigen studio nach der aufzeichnung mit einer handycam.

und (was ich odhc überraschen finde) die "hochwertigen" filme haben tatsächlich nicht so eine hohe kantenschärfe, wie die billigen und dadurch wirkt das bild einfach insgesamt plastischer

Kommentar von Maisbaer78 ,

Naja, ich habe mich auch zuerst auf die Schärfe festgelegt, allerdings ist das nicht so 100% korrekt.

Schaut man sich zb. einen meiner Lieblingsfilme an "Once upon a time in the west", welcher eine unglaubliche Bildschärfe mitbringt, kommt man doch ins Zweifeln, ob da nicht noch weitere Effekte zum Tragen kommen. Ich hätte da auf Bildrauschen oder Körnung getippt, keine Ahnung in wie weit das heute überhaupt noch von Belang ist, da das Medium ja inzwischen Digital ist.

Allerdings ist es tatsächlich so, dass die FullHD Version von "Jagd auf Roter Oktober" deutlich "billiger" wirkt, als die DVD-Version, was wohl tatsächlich an der übersteigerten Scharfzeichnung liegen könnte.

Spannend wäre auch, wie denn diese Weichzeichnung an den Objekträndern von statten geht, man sollte meinen, das dieser Aufwand auch für ein günstigen Film ebenfalls zu bewerkstelligen wäre, sollte es sich lediglich um eine einfache, allumfassende Nachbearbeitung am Computer handeln. Oder ist da noch mehr dran, zb nahe Objekte stärker bearbeitet weitere weniger stark?

Zudem tritt der Effekt auch bei älteren Filmen auf, zb aus den 70er und 80er Jahren, die wohl eher wenig von einer rechnergestützten Nachbearbeitung profitiert haben dürften. Das Filmmaterial?

Auch sehen günstige Filme, schaut man Sie sich in mieser Qualität an, nicht hochwertiger aus =) . Ich vermute also, dass es sich um ein bestimmtes Verhältnis von Rand- und Objektschärfe handeln müsste?

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