Wie nennt man es nicht an Gott und nicht ganz an die Wissenschaft zu glauben?

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6 Antworten

Deine Geisteshaltung nennt man wohl Fundamentalskeptizismus. 

Wenn mir die Leute sagen, das alles irgendwann aus dem Nichts entstand,

Die moderne Kosmologie sagt, dass es ein Nichts prinzipiell nicht geben kann.

und ihre Meinung zum absoluten Ur-Ur-Ursprung abgeben, 

Ich finde die christliche Schöpfungsmythologie bemerkenswert hochstehend. Sie ist so hochstehend, dass sie noch heute von kaum einem Christen verstanden wird. Ja, die meisten Christen wissen noch nicht einmal, dass die christliche Schöpfungsmythologie grundverschieden von der jüdisch/hebräischen Schöpfungsmythologie ist, die ja eigentlich sumerischen Ursprungs ist. 

Die christliche Schöpfungsmythologie ist nachzulesen im 1. Kapitel des Johannesevangeliums, 1ff. Nur muss man in der Übersetzung das Wort "Wort" durch das Wort "Logik" ersetzen. In apokryphen Evangelien wird sie noch besser dargestellt. 

Sinngemäß wird das Folgende ausgesagt: Es gibt logische Aussagen die wahr sind, unabhängig ob sie getätigt werden oder nicht, und ob ihre Wahrheit anerkannt wird oder nicht. Z.B. die Aussage wenn a>b und b>c folgt a>c wäre eine solche Aussage. Die Menge dieser Aussagen ist unendlich. Darüberhinaus gibt es Aussagen die nur unter bestimmten Umständen wahr sind. Z.B. Aussage A ist wahr, wenn Aussage B falsch ist, und umgekehrt. Hier ist also frei wählbar, was als wahr oder falsch angesehen wird. 

Das erste war also ein rein imaginäres Wahrheitsfeld - imaginär in dem Sinne, dass wir uns das heute vorstellen können. In diesem Feld entstand durch rekursive Logik ein Bewusstsein, dass zufällig von den unbestimmbaren Aussagen einige als wahr annahm und daraus Folgerungen herleitete. Auf diese Weise entstand Gott. 

Das heutige Universum ist der Traum Gottes. 

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Kommentar von DaSpirit
30.03.2016, 19:32

Und wie entstand dann die Logik an sich? Die kann genau so nicht IMMER da gewesen sein, wie Zeit.. 

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Daspirit, Du bist mit den Antworten der Wissenschaft unzufrieden, da stets nocht etwas zu fragen übrig bleibt. Gut so! Die Wissenschaft ist nicht abgeschlossen, endgültige Antworten gibt es kaum, erst recht nicht in Fundamentalfragen, wie Du sie stellst. Jeder kann da weiterfragen und weiterforschen, oft ist schon eine neue Fragestellung eine Erweiterung.

Du bist erst siebzehn, Du kannst Dich dafür entscheiden, in einem bestimmten Gebiet das vorhandene Wissen zu erwerben, zu kritisieren und dann zu erweitern. Nicht jeder Siebzehnjährige macht sich so grundlegende Gedanken.

Mit Deinen Fragen: "Davor? Davor?" stößt Du an Grenzen. Unsere Vorstellung von zeitlicher Aufeinanderfolge ist "universell", das heißt, sie macht überall im Universum Sinn. Aber der Urknall ist die Grenze des Universums, dort versagt die Vorstellung.

"Irgendwie" glaubst Du schon an "Gott", wenn Dir höhere Wesen als wahrscheinlich erscheinen, die uns als Experiment zusehen. Wenn Dir "Gott" oder "irgendwas Übernatürliches" wahrscheinlich vorkommt, hast Du die Intelligenzpflicht, Dir zunächst einmal Rechenschaft darüber abzulegen, was das denn eigentlich sein soll, was Dir da undeutlich vorschwebt.

Eine These? Eine Vorstellung? Definiere sie ert einmal genau. Und dann suche nach Argumenten, die ihre Wirklichkeit wahrscheinlich machen oder ausschließen.

Guck mal, das Christentum beschreibt "Gott", bzw., das Göttliche, als "Heiligen Geist", Gott=Geist, also jedesmal, wenn ein Christ (der seine Lehre versteht) "Gott" sagt, meint er das "Geistige Prinzip in dieser Welt".

Und an diesem Geistigen Prinzip hat auch der Mensch Anteil. Gar nicht so ungeschickt, diese Definition, nicht wahr.

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Kommentar von 666Phoenix
31.03.2016, 15:49

Gar nicht so ungeschickt, diese Definition, nicht wahr.

Nee, sie ist nicht "ungeschickt", sondern einfach nur dämlich!

Sie geht nämlich von der komplett nicht beweisbaren Annahme aus, dass Gott existiert!

An diesem "Geistigen Prinzip" hat der Mensch nicht "Anteil", sondern er ist sein Verursacher, sein geistiger, phantasiegeladener, mit Unwissenheit gespickter Produzent! 

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An Wissenschaft glaubt man nicht. Man vermutet, äußerst diese Vermutungen in Thesen und versucht sie zu beweisen oder zu widerlegen. Mit Beweisen macht man aus der These eine Theorie.

Aber kein Wissenschaftler würde an seine These oder Theorie glauben, weil ihn das unempfänglich gegenüber Kritik und gegensätzlichen Beweisen machen würde und das ist nicht im Sinne der Wissenschaft.

Du fragst nach dem Ur-Ur-Ursprung? Warum muss den alles einen Ursprung haben? Braucht die Existenz selber denn eine Daseinsberechtigung?

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Kommentar von DaSpirit
30.03.2016, 19:19

Selbstverständlich.. Die Existenz kann nicht existieren ohne erschaffen oder entstanden zu sein, so wie alles andere auch. Also kann man auch fragen woher die Existenz kommt.

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du bist auf den rechten wege, die ein zeitgenössisches weltbild zu erarbeiten.

mache weiter so!

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Du machst dir zu viele Gedanken und hinterfragst alles. Wie es entstanden ist, ist schlussendlich Wurst, wir sind nunmal da, ob wir es wollen oder nicht.

Einfach leben.. sonst kriegst du unnötig Kopfschmerzen.

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Kommentar von DaSpirit
30.03.2016, 19:18

Natürlich bring es absolut nichts sich darüber Gedanken zu machen, aber ich tue es eben.. Würde ich es nicht tun könnte ich auch der Kirche beitreten und mich manipulieren lassen.. Ich finde es absolut nicht schlimm sich darüber Gedanken zu machen, wie alles entstand.. immerhin tun das viele. Nur die meisten hören bei irgendeiner Stufe mit dem Denken auf weil es zuviel ist.

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Agnostizismus?

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Kommentar von DaSpirit
30.03.2016, 19:16

Ahh.. laut den ersten 3 Zeilen Wikipedias, ist dass genau das was ich bin ^^. Möchtest du dennoch deine Meinung dazu geben, oder reicht dir das als Antwort? Beides ist voll und ganz okay.

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