Frage von MDNGT, 183

Wie nennt man dieses Gesellschaftssystem?

Gibt es ein System, dass verstaatlichte Betriebe und Banken besitzt, sich aber dennoch nach Angebot und Nachfrage richtet und Menschen nach Leistung und Position entlohnt, sowie auch Möglichkeiten zur Verfügung stellt aufzusteigen?

Wenn ja, würde das System zu mehr Wohlstand und Produktivität führen? Bitte nicht nur mit z.B Sozialismus antworten sondern die genaue Definition nennen

Danke

Antwort
von voayager, 85

So was gab es mal im einstigen Jugoslawien unter Tito. Dieses Modell war allerdings nicht gerade erfolgreich, denn bekanntlich kamen in den 60-er Jahren massenweise sogenannte Gastarbeiter aus diesem Land nach Deutschland. Auch der Lebensstandard war innerhalb des Landes regional recht unterschiedlich, dazu kamen noch inflationäre Tendenzen.

Antwort
von Claud18, 23

Das ist sehr schwierig zu beantworten, denn auch in der DDR gab es - wenn auch nicht in allen Branchen - Leistungslohn. Es lag dann an dem jeweiligen Chef, wie er das handhabte, ob er diesen tatsächlich nach Leistung vergab oder - um Ärger zu vermeiden - nach dem Gießkannenprinzip verteilte.

Noch etwas anderes habe ich in Ungarn erlebt, denn dort gab es viele kleine Privatläden bzw. -firmen, die man in der DDR so nicht zugelassen hätte. Daher war auch das Warenangebot - vor allem, was Textilien und Schuhe anging - wesentlich vielseitiger. Allerdings war der Wohlstand dort m. E. nicht größer als bei uns, da in gewisser Hinsicht damals auch schon Marktwirtschaft herrschte. So kostete eine 4-Zimmer-Wohnung im Zentrum Budapests damals schon umgerechnet 500.- Mark Miete - in der DDR unvorstellbar. Meine ungarischen Bekannten konnten sie nur bezahlen, indem sie zu dritt darin wohnten - Großmutter, Mutter und Sohn mit jeweils eigenem Einkommen. Zudem kamen viele Ungarn in die DDR zum Arbeiten (mit Hilfe von Staatsverträgen), da die Bezahlung dort offenbar besser war als in Ungarn. Man bekam in Ungarn vieles, was es bei uns nicht gab - aber teuer.

Auch in der DDR gab es Betriebe, die Gewinne abwarfen und fähige Betriebsleiter, aber die Gewinne flossen alle in den Staatshaushalt. Davon wurden dann z. B. die sozialpolitischen Maßnahmen (wie Babyjahr und Ehekredit) finanziert. Es ist also schwer zu entscheiden, was man nun als Wohlstand deklarieren will und wie man Leistung definiert. In der DDR wurde Kindererziehung zweifellos als eine Leistung anerkannt, die in gewissem Maße honoriert wurde. Heutzutage gelten Kinder eher als Privatvergnügen und Eltern, die sich eine Auszeit wegen der Kindererziehung nehmen, schon fast als Faulenzer, denen man anschließend den Aufstieg verwehrt.

Vielleicht kommt das skandinavische Modell deiner Fragestellung am nächsten, aber auch diese Gesellschaftssysteme bezeichnet man als kapitalistisch.

Antwort
von JBEZorg, 54

Du glaubst offenbar, dass im Sozialismus die Menschen nicht nach Leistung und Position bezahlt wurden sowie, dass es keine Karrierechancen gab und das Angebot und Nachfrage keine Rolle spielten.

Du glaubst offensichtlich auch, dass Sozialismus nicht zum Wohstand und Produktivität führen konnte.

Wenn du dich von diesen Vorstellungen befreist wirst du schneller die Antwort finden. Du solltest erstmal etwas vernünftiges zum Wirtschaftssystem in sozialistischen Staaten lesen.

Es gibt keine Namen für die vielen hybriden Systeme dieser Welt. Die deutsche sog. soziale Merktwirtschaft ist auch keine reiner Raubtier-Kapitalismus.

In jedem Staat beschliesst man letzendlich wieviel Staat in der Wirtschaft sein darf. Die Anstrengungen der Neoliberalen dem Staat ganz die Zügel der Wirtschaft zu entreissen haben zum massiven Problemen schon geführt und werden noch mehr davon verursachen. Gerade jetzt stehen die Zeichen eigtl. offenbar auf mehr Staat wenn man die Wirtschaft wirklich aufbauen will. Das Märchen, dass angeblich die unsichtbare Hand des Marktes alle glüchlich und reich macht scheint nicht zu funktionieren.

Kommentar von Nasdaq14 ,

Tatsächlich ?

Ich bin ja nur Diplom - Volkswirt, und schon " gutes " Mittelalter, aber der Staat war noch nie neoliberaler als zur Zeit.

Zeitarbeit und Leiharbeit waren noch nie so in Mode wie heute udn mit Konditionen geduldet, die in den 90 ern und Angang  21. Jahrhundert so nicht denkbar waren.

" Was " eingreift ist dei EZB und zwar massiv, aber nicht der Staat.

Trotz Rekordüberschüssen, trotz einer schwarzer Null, die sich von einer schwarzen Null als Erfolg bewertet sieht, trotz der Möglichkeit Projekte mit eigenen Statsanleihen zum Nulltarif zu finanzieren und diese daher noch nicht einmal einen Gewinn erwirtschaften müßten - etwa Krankenhäuser und ähnlichem - wobei der Staat noch über die Einkommenssteuer und Mehrwertsteuer verdienen würde, wird diese Chance schlicht verpasst.

Stattdessen überbordende Bürokratie.

Nein da kann ich wirklich keine sinnvolle Tendenz ein Stück wiet weg vom Neoliberalismus erkennen.

Junge Leute empfinden Zeitarbeitsverträge nach der Ausbildung als völlig normal.

Bis zu 80 % der Arbeitsplätze der Jobcenter ( Im Metallbereich ) kommen indirekt über Personalvermittler rein.

Die Menschen sollen bis 70 arbeietne, eine sehr kurzgegriffene Rechnung des Staates, deri völlig unrealiserbar scheint.

Denn auch mit 50 wird in den Betrieben kaum jemand eingestellt, und das obwohl die Leistungsfähigkeit gegeben wäre, aus dem Grund das diese eben meist in den Lohngruppen höher anzusiedeln wären.

Auch hier:

Kein Eingriff des Staates.

Mag ja  sein, das sich das eines Tages wieder ändert, aber zur Zeit ist da weder die Kenntniss, noch die Fähigkeit (  etwa bei Gewerkschaften ) zu erkennen, daran etwas zu ändern.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

Kommentar von JBEZorg ,

Wenn ich von "mehr Staat" schrieb meinte ich die Ansichten der Ökonomen weltweit und nicht das deutsche Beispiel. Deutschland ist in der Tat ein klarer Fall des gallopierenden Neoliberalismus. Das meinte ich mit den Problemen, die noch kommen. Die Frage ist jetzt wer die politischen Zügel in die Hand bekommt in naher zukunft.

Kommentar von MDNGT ,

Aber wie ich gehört habe hat es kein Sozialistisches Land geschafft, Wohlstand zu schaffen

Kommentar von JBEZorg ,

Aber wie ich gehört habe hat es kein Sozialistisches Land geschafft, Wohlstand zu schaffen

Dann hast du eben westliche Propaganda gehört. Jedes System funktioniert nicht wie eine Rakete, die zum Wohlstand fliegt. Jedes System hat Krisen. Ich bracuhe dir wohl nicht über die Krisen im Kapitalismus zu erzählen. Diese sind im Westen gut dokumentiert, auch wenn dem breiten Publikum natürlich nicht die wirklichen Ursachen erklärt werden.

Auch im Sozialismus gab es Krisen und es ist kein Geheimnis, dass Ende der 80er das sozialistische System in einer Krise steckte. Aber was ist mit Kapitalismus? Ist er weg und tot wegen den Krisen? Nein. Genauso musste die Krise im Sozialismus nicht zwangsläufig zum Zerfall fürhren. Sie konnte auch durch Reformen überwunden werden. Der Zerfall hatte politische Ursachen oder noch genauer personelle. Aber ausser dieser Zeit gab es im Sozialismus mehr Wohlstand as die westliche Propaganda es je zugeben wird. Die 50er waren noch schwierig wegen dem Wiederaufbau nach dem Krieg für die meisten sozialistischen Länder. Aber in den 60ern und 70ern war der Lebensstandard "im Osten" mindestsens so hoch wie "im Westen"(wobei man natürlich noch einzelne Länder betrachten kann, aber das ist im kapitalistischen Lager nicht anders). Und das mit dem Unterschied, dass es im Sozialismus die soziale Sicherheit gab und eben alle Vorzüge des Sozialismus. Als Paradebeispiel vielleicht: wusstest du dass der Lebensstandard in Nordkorea in den 70ern höher war als in Südkorea?

Der Abfall vom Wohlstand begann im Sozialismus in den 80ern erst. Das war auch eine Systemkrise, keine Frage. Sie war aber wie gesagt wirtschaftlich gesehen nicht tödlich.



Kommentar von Nasdaq14 ,

Also ich habe mindestens mal die 70 er bewußt miterlebt und zwar - wenn wir schon von Medien reden - damals gab es noch Ost - und Westfernsehen.

Also da kann an eigentlich nicht davon reden, das die Versorgung mit dem was wir damals als " Grundgüter " empfanden, gut war.

Und den Steinzeitkommunismus Nordkoreas anzuführen ist schon ein ziemlich weit entferntes Exempempel.

Zu was es letztlich weiterhin geführt hat war dann eine riesige Rüstung zu Lasten der Selbstversorgzung der Bevölkerung.

Ich brauche aber gar keine Antwort  auf meinen Kommentar, denn  das stammt ja alles aus westlichen Medien und außerdem istd er Westen an der Krise Nordkoreas schuld.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

Kommentar von JBEZorg ,

1.Wenn du schon verseucht warst mit konsumeristischen Vorstellungen von Grundgütern, dann ist es aber nicht mein Problem. Wahrscheinlich denken die Kinder von heute, dass ein DumbPhone Grundversorgung ist. Und? Die Grundversorgung war da und sie war gut. In vielen Belangen besser als heute im Westen.  Ob das mit den fehlenden Technologien für den Beschiss am Kunden zusammenhängt ist diskutabel.

2.Steinzeitkommunismus Nordkoreas. Tja, disqalifizierend. Welche Steinzeit? Welcher Kommunismus? Hast wohl sehr wenige Ahnung von der Wirtschaft Nordkoreas.

3.Zu was es letztlich weiterhin geführt hat war dann eine riesige Rüstung zu Lasten der Selbstversorgzung der Bevölkerung.

Das ist genau das westliche Propagandamärchen. Die Lasten für die Selbstversorgung der Bevölkerung entspringen alle dem Handelsembargo. 

4.Der Westen ist einzig und allein schuld an den Problemen Nordkoreas. Der "egalitäre", "pluralistische" Westen kann es eben nicht Staaten erlauben an der Weltwirtschaft teilzunehmen, die nicht nach der westlichen Pfeife tanzen und die blödesten Heucheleien der "Demokratie" bei sich einführen. Wer anders ist, darf nicht mitmachen. Im Falle von Norkorea bedeutet es, darf hungern, weil die Weltmärkte zu sind. Ich würde mir gerne selbst die deutsche Wirtschaft ansehen wenn mann alle Grenzen dicht macht und Deutschland nichts ex- oder importieren darf.

Kommentar von Claud18 ,

Der Westen ist dann sicher auch schuld an dem Personenkult um Kim Il Sung, Kim Jong Il und Kim Jong Un und an den Arbeitslagern, die man selbst vom Weltall aus sieht und von denen geflüchtete Nordkoreaner berichteten. Nordkorea hat die "Juche"-Politik eingeführt, die besagt, dass man alles, was man braucht, im eigenen Land produziert, damit man sich nicht von anderen Ländern und von der Weltbank abhängig macht. Das mag eine Zeitlang funktioniert haben, aber als es dann mehrere Missernten gab, hatten die Leute nichts mehr zu essen. Es ist doch eher das Regime, das den Handel und den Austausch mit anderen Ländern verhindert, damit die Leute die Propaganda glauben, die jeden Tag auf sie einrieselt. Und dann kommt hinzu: Handel lebt vom Austausch. Aber was hat Nordkorea zu bieten? Wohl am ehesten noch eine relativ intakte Natur für Erholungssuchende. Nur - die wenigen Besucher, die dort Urlaub gemacht haben, berichteten alle von einem Aufpasser, der ihnen an die Seite gestellt wurde und jede Eigeninitiative unterband. Unter dieser Bedingung möchte ich dort mein Geld nicht ausgeben.

Zur Wendezeit studierten etliche Nordkoreaner in der DDR (und dazu mussten sie schon linientreu sein). Sie wurden sofort durch nordkoreanische Funktionäre von ihren Kommilitonen abgeschirmt und nach Hause beordert, als die Demonstrationen begannen. Auf die Frage deutscher Kommilitonen, was mit ihnen passieren würde, erhielten diese die Antwort: "Was wir mit unseren Leuten machen, ist unsere Sache." Tja, da war dann wohl der böse Westen dran schuld, wenn sie zu Hause gemaßregelt wurden.

Man kann sich´s sehr einfach machen, indem man für alle Missstände einen Schuldigen sucht. Dann braucht man sein eigenes Verhalten nicht zu hinterfragen. In der DDR war es auch immer der böse Westen, der an allem schuld war. Und angeblich bereitete er ja auch den dritten Weltkrieg vor, weshalb sich die DDR bis an die Zähne bewaffnen musste (eigentlich zum Lachen, wenn man bedenkt, wie gut es den Leuten dort ging). Wer sich bei uns in der Schule Meinungs- und Reisefreiheit wünschte, war "das Spiegelbild der westlichen Massenmedien" (bei einer Diskussion in der Klasse meiner Schwester passiert). Auf die Idee, dass jemand eigene Wünsche hegen könnte, und sei es, weil man die gleichen tollen Dinge wie die Cousine im Westen erleben wollte (was ist daran verwerflich?) kamen die Oberen gar nicht. Und natürlich kann man vor der Wahrheit die Augen verschließen und alles für Propaganda halten, was nicht ins Weltbild passt. Mit so einer Einstellung kann man auch behaupten, eine vergewaltigte Frau, die "wollte es doch so".

Dass die Grundversorgung in der DDR (und ich komme aus der DDR und kann mir eine eigene Meinung bilden) besser als im Westen war, halte ich für ein Gerücht. Sie war lediglich preiswerter und somit für alle erschwinglich. Aber die Engpässe nahmen dabei kein Ende. Ich denke noch daran, dass der Zahnarzt, bei dem meine Mutter gearbeitet hat, ca 4 Zahnbrücken im Jahr bewilligt bekam, für alle seine Patienten. (Deiner Meinung nach ist sicher auch eine Zahnbrücke ein entbehrlicher Luxus?) Meine Tante im Westen dagegen bekam sofort eine, musste aber 250.- DM zuzahlen, bei uns war dagegen alles kostenlos. Das war der Unterschied. Wer natürlich in der DDR einen Funktionärsposten innehatte und im Regierungskrankenhaus behandelt wurde, konnte sich sicher einer bessere Versorgung als der Durchschnittsbürger im Westen erfreuen (und das alles kostenlos), aber das traf nur auf die wenigsten zu. Die Elite nahm sich selbst zum Maßstab und meinte dann, für alle DDR-Bürger sprechen zu können.

Nicht, dass ich dem heutigen Neoliberalismus mit seinen himmelschreienden Ungerechtigkeiten das Wort reden wollte, aber wer andere Meinungen als "verseucht" bezeichnet, beweist damit nur seine Vorurteile. Zumal du auch keine Beweise für die angeblich bessere Grundversorgung in der DDR anbringen konntest.

Antwort
von Marc8chick, 28

Das wäre eine etwas spezielle, sehr sympatische Form von Sozialismus die ich komplett befürworte.

Antwort
von LienusMan, 88

Mir ist zumindest ein solches System nicht bekannt.

Auch würde es nicht funktionieren, denn wenn alles demselben gehört, dann kann es keinen Wettbewerb geben. Einer muss ja entscheiden was wie oft und wie produziert wird. Wenn das immer der gleiche ist, dann kann es ja keinen Wettbewerb geben.

Kommentar von MDNGT ,

Könnte der Staat Wettbewerbe schaffen, indem er mehrere Firmen erschafft? Mithilfe eines Geschäftsführers, der mehr bekommt als ein normaler Arbeiter könnte er mehr Gewinn für sich und seine Arbeiter rausholen, indem er sein Produkt gut vermarktet. Oder würde das trotzdem nicht funktionieren?

Kommentar von PeterNowak ,

Doch kann es, auf dem Weltmarkt!

Antwort
von Philippus1990, 61

So ein System gibt es nicht. Was Du beschreibst sind marktwirtschaftliche 
Elemente, kombiniert mit Planwirtschaft. Das passt nicht.

Antwort
von Nasdaq14, 54

Nicht  als staatseigen wie wir es kennen.

Wenn na den Staat aber als Bürger / Mitarbeiter definiert, dann wäre das das

Modell einer humanen Wirtschaftsdemokratie von Ota Šik

Die Mitarbeiter sind gleichzeitig Mitbesitzer des Unternehmens und erhalten ein Gehalt, das durch den Firmenerfolg - der sich wiederum nach Angebot und Nachfrage richtet - durch Beteiligung am Firmenerfolg erhöhen kann.

Mitarbeiter heißt hier also auch Mitunternehmer.

Das entsprechende Buch dazu heißt:

" Der Dritte Weg "

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

Kommentar von Modem1 ,

CSSR  1968  Modell des" Prager Frühling"

Antwort
von soissesPDF, 72

Staatskapitalismus, wie ihn Frankreich traditionell hat.
Soziale Marktwirtschaft, wie sie Deutschland noch vor 30 Jahren hatte. Seither wird neoliberalisiert als wäre das der Weisheit letzter Schluss.

Ehedem führte die soziale Marktwirtschaft zu mehr Wohlstand, das war einmal. Seit neoliberalisiert wird nimmt die Verarmung und Ungleichheit zu.

Kommentar von PatrickLassan ,

Soziale Marktwirtschaft, wie sie Deutschland noch vor 30 Jahren hatte.

Auch vor 30 Jahren gab es keine verstaatlichten Betriebe und Banken in Deutschland,

Kommentar von 666Phoenix ,

patrick, aber genau trennen zwischen "verstaatlichten" und "staatlichen"!

Antwort
von CamelWolf, 58

Utopia !

Die Vorteile des einen Systems mitnehmen und die Nachteile ausblenden - das hat man schon versucht  - in der UdSSR. Die Ergebnisse sind hinlänglich bekannt.

Kommentar von MDNGT ,

In der UdSSR hatten die Leute auch keinen Anreiz etwas zu produzieren. Oder würde das in meinem Beispiel genauso passieren?

Kommentar von CamelWolf ,

Es gibt folgendes Problem: 

Der Motor allen wirtschaftlichen Handelns ist der menschliche Eigennutz. Man mag dies moralisch verurteilen, aber es ist nun einmal eine menschliche Eigenschaft, die man nicht "per order" abschaffen kann. Religionen und auch politische Grundordnungen mögen die Auswirkungen dieser Eigenschaft lindern aber sie können sie nie beseitigen.  Daran, und an nichts Anderem,  sind bisher die guten Ideen von einer "besseren" Welt gescheitert. 

Das trifft im Übrigen nicht nur die reichen oder wohlhabenden Menschen. Die Armen funktionieren ganz genau so, sie sind eben nicht so erfolgreich.

Kommentar von PeterNowak ,

Das ist Unsinnt! Was du als "Eigennutz" bezeichnest, ist in Wahrheit keine freie Entscheidung (die der Eigennutz ja voraussetzen würde), sondern die Notwendigkeit, den eigenen Lebensunterhalt zu gewährleisten. Zu diesem Zweck ist der Mensch gezwungen, zu produzieren, da ihm hier leider (und zwar schon immer, wenn wir mal vom Paradies absehen, aber selbst da musste der Garten "bebaut und bewahrt" werden) die gebratenen Tauben nicht in den Hals fliegen. Was du als "menschliche Eigenschaft darstellst, ist also einfach natürliche Notwendigkeit.

Antwort
von Thomas19841984, 3

das sieht mir nach Staatskapitalismus aus

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community