Frage von 11ringvar12, 108

Wie nennt man das, Psychische Störung vielleicht?

Hallo,

ich weiß nicht mehr was mit mir los ist. Es geht mir seit den letzten  2 Monaten sehr schlecht. Meine beiden Cousins haben sich umgebracht (21.Jahre alt). Und seitdem habe ich Alpträume und sehe irgendwelche Erscheinungen. Ich habe das Gefühl das ich nachts nicht alleine in meinem Zimmer bin. Was ist das? Könnt ihr mir weiterhelfen? Ich habe Alpträume und treffe mich kaum noch mit Freunden und esse auch nur noch sehr wenig. Wisst ihr was das ist? Besonders das wenn ich alles wieder erlebe. Ich habe Angst. Ich verhalte mich seitdem auch ganz anders. Ich bin eher nicht mehr so nett zu meinen Freunden. Nachts wache ich auf und höre irgendwelche Geräusche und ich weiß nicht was das ist. Ist es etwas mit der Psyche? Wenn ja was?

Bitte helft mir. Danke im Voraus

LG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von tttom, 41

Hallo,

zum einen tut es mir sehr leid für dich und dein Ereignis. Du zeigst depressive Anzeichen, hier dazu ein paar Infos: http://www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/schicksalsschlag.html .

Du brauchst auf jeden Fall eine Behandlung, ggf, eine Kur, wo du dich deine "Ängste" behandeln lassen kannst!

Für weitere Fragen und Bemerkungen stehe ich gerne zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen

Kommentar von 11ringvar12 ,

Danke. Kann ich denn zu einem Therapeuten gehen ohne das meine Eltern das wissen. Ich bin jetzt 14

Kommentar von tttom ,

Hast du mit deinen Eltern nicht darüber geredet? Die sollten das schon wissen, da du minderjährig bist und sie das bezahlen müssen! Sie sollten auch das erste Mal mit dir mitgehen, denn allgemein gibt es beim "Arzt" Zettel die auszufüllen sind, die nur volljährige unterschreiben dürfen!

Kommentar von 11ringvar12 ,

Aber kann ich nicht mi 14 schon allein zum Psychotherapeuten gehen. Ich hab das jedenfalls mehrmals gelesen, dass man das kann

Kommentar von tttom ,

Warum willst du denn alleine gehen? (Eltern müssen über die Kosten einer solchen Behandlung bescheit wissen, deswegen ist heimlich schlecht!)

Antwort
von Jenna2699, 36

Was du schilderst, hängt definitv mit der Psyche zusammen.

Von gezielten Selbstdiagnosen, bzw Ferndiagnosen von Laien (wie du sie hier bekommen würdest) würde ich aber abraten. Auf jeden Fall solltest du mit deinem Arzt und/oder einem Therapeuten sprechen, die haben das know-how und können dir evtl auch längerfristig helfen :)

Antwort
von LittleAngelLP, 40

Hey,
Ich hab eigentlich keine Ahnung davon, aber ich sag jetzt einfach mal was ich davon halte bzw. was ich dir rate. Ich würde mit dir empfehlen mit deinen Eltern oder einer anderen Vertrauensperson zu reden. Vielleicht ein Lehrer, Trainer, Onkel, Tante? Wenn du sowas nicht haben solltest oder du mit diesen Leuten darüber nicht sprechen möchtest könntest du vielleicht auch zu deinem Hausarzt gehen? Ich denke, dass das an dem Schock liegt, Menschen aus der Familie verloren zu haben und eventuell hast du ein kleines Trauma, das behandelt werden kann. Ich will dir keine Angst machen oder so, wie gesagt ich hab keine Ahnung
LG und ich hoffe es geht dir bald besser

Antwort
von JKAwhisperer, 3

Es tut mir sehr leid was du gerade alles durchmachen musst.

Zu den Antworten stimme ich tttom mit überein.

Ich habe persönlich in der Psychiatrie gearbeitet und kann die Symptome die du schilderst einer bestehenden Depression zuweisen. Du hast einen schlechten bis ungenügenden Schlafrhythmus, evtl. Leistungsknick, einen gestörten Antrieb und Gedanken kreisen. Diese Reaktion ist nach einer solchen Erfahrung auch ganz normal (Wird auch Trauer genannt und ist in der ersten Zeit physiologisch). Ich rate dir das du dir ´selber Zeit für dich selbst nehmen solltest und versuchen es erst einmal die bestehende Trauer eigenständig oder auch um dir dies selbst zu erleichtern mit psychologischer Unterstützung.

Ein Mensch braucht im Normalfall ungefähr 6 Monate um solche Erfahrungen zu verarbeiten. Sollte es länger dauern, würde ich dir empfehlen eine Fachklinik zu besuchen.

Um während dessen die Trauer erträglicher zu machen kannst du dir in der Apotheke Johanniskraut (freiverkäuflich) besorgen. Diese besitzen eine sedierende Wirkung. Solltest du aber aufpassen da diese vorerst den Antrieb steigern und die Stimmungsaufhellende Wirkung erst später eintritt. -> in der zwischen zeit besteht suizidgefahr!!!! A besten medikamentöse mit psychologischer Therapie kombinieren. Da die Tabletten dir nicht bei der Verarbeitung helfen.

Antwort
von Virginia47, 20

Das ist eine Art der Trauerbewältigung.

So ein plötzlicher Verlust kann der Psyche schon manchen Streich spielen.

Ich hatte auch Albträume, als meine Tochter gestorben war. Aber da alles gesagt war, konnte ich es zulassen. Ja, ich habe es sogar als angenehm empfunden, wenn ich das Gefühl hatte, dass sie neben mir steht.

Lasse die Trauer zu. Und versuche wieder, Boden unter die Füße zu bekommen.

Im Zweifelsfall kannst du dich einer Person deines Vertrauens anvertrauen. Und notfalls auch eine Therapie machen. Es ist nicht gut, wenn man mit so was allein ist.

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