Frage von Remakowski, 152

Wie nehme ich meine Gigaset SX 795 ISDN-Anlage an der Fritz!Box 7490 mit IP-Telefonie in Betrieb?

Nach der Umstellung auf IP-Telefonie durch die Telekom, habe ich in der Fritz!Box 7490 meine 4 MSNs eingetragen und die Gigaset SX795 ISDN Basis wie im Assistenten des Routers beschrieben angeschlossen. Die MSN zwischen Gigaset-Basis und Handgeräten waren ja bereits vorher entsprechend organisiert, deshalb habe ich das so gelassen. Trotzdem kann ich weder Anrufe empfangen noch selber tätigen. Was mache ich falsch? Danke im Voraus!

Antwort
von LordofDark, 132

Hallo und guten Abend,

wie ist die TK-Anlage denn konfiguriert?
Wichtig ist, dass die MSNs in der TK-Anlage identisch sind mit den "Rufnummern" in der FritzBox. Meint: Die Bezeichnung des Rufnummernkontos. 

Ist die TK-Anlage am S0-Port der Fritz!Box angeschlossen? Existieren entsprechende Rufnummernzuweisungen in der FritzBox?

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zu viele Fachausdrücke "rausgehauen". 

Liebe Grüße,

Matthias

Kommentar von Remakowski ,

Danke erstmal! Ja, die Rufnummern sind identisch, was mit Rufnummernkonto gemeint ist, weiß ich nicht. Ja, die TK-Anlage ist korrekt am S0-Port des Routers angeschlossen, mit den entsprechend gekennzeichneten Steckern des Y-Kabels - wobei der Splitter/DSL-Stecker hier ja wohl keine Funktion mehr hat. Wenn "Rufnummernzuweisungen in der FritzBox" bedeutet, dass die Nummern dort für IP-Telefonie hinterlegt sind - dann ist auch das richtig. Außerdem sagt das Router-Menü, in dem ich die ISDN-Anlage als Telefoniegerät eingetragen habe, dass sie "im ISDN-Telefon eingerichtet und angezeigt werden". Ich habe auch den Klassiker versucht, alles vom Netz getrennt und wieder verbunden...

Kommentar von LordofDark ,

Wichtig ist, dass in der FritzBox die SO-Nebenstelle noch entsprechend konfiguriert wird, damit die Box weiß, welche Rufnummern dort entsprechend signalisiert werden sollen 

(wenn ich mich jetzt irre und das nur für analoge Ports geht bzw. erforderlich ist bitte nicht schlagen *fg*)

in der Übersicht der Rufnummer steht ganz links ja die "rufnummer", entweder mit oder ohne Vorwahl. Wichtig ist, dass in der TK-anlage genau dieser wert 1 zu 1 als MSN eingetragen wird, da das der MSN-Kenner ist, der am S0-Port zur Rufidentifizierung ausgegeben wird. Sollte hier z.b. (was an alten ISDN-anschlüssen standard war) keine Vorwahl in der Anlage einprogrammiert sein, die FritzBox aber z.b. 49 221 12345 als Rufnummer erhalten hat passt die von der FritzBox signalisierte MSN nicht zu einer MSN die das gigaset erwartet. ergo: Kein Signal rein, evtl eins raus.

zeigt die FritzBox die Rufnummern als "registriert" an?

Kommentar von LordofDark ,

Vielleicht kurz mal ein kleiner technischer Exkurs:

Bei VoIP entspricht die Rufnummer einem "Benutzerkonto" auf einem Server, über dass dann Sprachpakete zwischen Endgeräten hin und her gesendet werden. 

Kann man sich ganz ähnlich vorstellen, wie ein eMail-Account auf einem Mailserver, nur dass hier eben eMails durch das Netz flitzen. Auch an diesem meldet man sich ja mit einem benutzernamen (der eMail-Adresse) und einem Passwort an um die entsprechenden Funktionen nutzen zu können. 

Auf der Gegenseite der Fritz!Box in diesem Fall steht ein Server (bei der Teledoof z.b.), an dem sich die Box dann mit einem Zugangsdatenpaar aus Benutzernamen und Kennwort anmeldet und dann über diese Verbindung Sprachdaten plus entsprechende Steuerinformationen wie z.b. die Rufnummer des Anschlusses der angerufen werden soll austauscht. So wird dann quasi der Anschluß (der im Grunde technisch irgendwo in einem Rechenzentrum angeschaltet ist) von dort ins heimische Wohnzimmer transportiert. 

Wichtig ist dann, dass erstens genug Internet-Bandbreite vorhanden ist (man sagt immer ca. 100 kBit pro Datenflußrichtung und aktivem Gespräch), damit die Pakete nicht zu lange im Netz unterwegs sind (sonst klingt's etwa wie ein Handy mit schlechtem Empfang) und dass die Anmeldung des VoIP-Routers (also in diesem Fall der Fritz!Box) am Server ordentlich funktioniert. Meistens provisionieren (sprich konfigurieren) die Telefonanbieter die entsprechenden Router direkt beim ersten Anschluß automatisch, teilweise muss das Ganze (insbesondere bei selbst gekauften Routern) aber auch durch den Anwender oder den freundlichen IT-Dienstleister des Vertrauens durchgeführt werden. 

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