Frage von LordAnonymThe1, 32

Wie nehme ich Kontakt zu einem verschwundenem auf?

Kurtze Erläuterung.

Mein Großvater ist vor ca. 16 Jahren ( weiß es aber nicht genau, könnten auch 20 gewesen sein) einfach von Heute auf morgen verschwunden. Er hat meine Oma, meinen Vater, meinen onkel und meine Tante einfach so im stich gelassen.

Ich würden ihn gerne Fragen warum er das getan hat und ob er überhaupt kein schlechtes gewissen hat.

Ich kenne nur seinen vor und nachnamen, weiß aber nicht ob er ihn hat ändern lassen. Außerdem vermute ich, dass er sich in Frankreich aufhält. Meine Mutter geht davon aus, dass er gestorben ist. Mit meinem vater hab und werde ich über dieses thema nicht sprechen weil ich mir denken kann wie schwer das für ihn gewesen sein muss.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von aetnastuermer, 22

Mehrere Möglichkeiten:

1) Anfrage beim Standesamt, wo die Geburt deines Großvaters beurkundet wurde, ob dort ein Hinweis über seinen Tod oder ein anderes personenstandsrechtlich relevantes Ereignis eingegangen ist.

2) Anfrage beim Meldeamt des letzten dir bekannten Wohnsitzes, wohin er sich polizeilich abgemeldet hat oder ob dort sonst ein Hinweis über seinen Verbleib eingegangen ist.

Dass er seinen Namen geändert hat, halte ich für unwahrscheinlich, denn dazu müsste er bei der Namensänderungsbehörde einen wichtigen Grund angeben, und ein Namenswechsel infolge Eheschließung würde eine Ehescheidung voraussetzen.

Noch einige Unklarheiten in deinem Fall: Wie hat seine Ehefrau (= deine Oma) nach seinem Verschwinden ihren Lebensunterhalt bestritten? Hatte sie so viel an Rente aus eigener Versicherung? Keine Unterhaltsklage beim Familiengericht eingereicht? Alternativ: Todeserklärung, um Hinterbliebenenrente aus seiner Versicherung zu erhalten?

Kommentar von LordAnonymThe1 ,

Zunächst erstmal danke für deine Antwort. Des weiteren: Meine Oma hatte seit dem her hohe schulden die auch ihre Erben betreffen (folglich auch mich, wenn ich es annehmen würde). Das mit der Unterhaltsklage hat meines wissens nichts gebracht. Für Tod Erklärt wurde er (aussage meiner Eltern) auch nicht.

Kommentar von aetnastuermer ,

Zunächst danke für den Stern! Dennoch ist dein Fall für mich noch nicht abgeschlossen. Lebt deine Oma noch? Dann soll sie ihren Ehemann für tot erklären mit der Begründung, damit sie ggf. in den Genuss von Hinterbliebenenrente kommen kann. Die Behörde (Amtsgericht)wird sich dann schon daran machen, den möglichen Aufenthalt zu ermitteln. Das wäre auch unabhängig von einer Erbausschlagung, wenn der Nachlass überschuldet ist. Wie lautet die Auskunft des Meldeamts, wo er zuletzt gemeldet war? Hierauf besteht ein Rechtsanspruch, fällt m. E. nicht unter den Datenschutz, da erhebliche rechtliche Interessen berührt werden.

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 28

Hallo!

Wenn du Daten von ihm hast (Name, Geburtsdatum, Geburtsort, am besten auch sein aktuellstes/letztes Passfoto usw.) kannst du durchaus an die Behörden gehen ---------> sicher auch in Frankreich, wenn er dort vermutet wird.

Wenn dir der entstehende mediale TV-Rummel nix ausmacht, böten sich auch entsprechende Fernsehsendungen an..

Aber noch eine Frage: Wurde er damals als vermisst gemeldet, gab es Polizeilich irgendwelche Nachforschungen über ihn?! Kenne mich dahingehend zwar nicht aus, aber vllt. kannste ja bei der Polizei was erreichen.. ob das nach rund 20 Jahren geht, weiß ich aber nicht.

Hoffe, ich konnte dir dennoch helfen :)

Kommentar von claudeb ,

Eine Meldepflicht gibt es in Frankreich nicht. Im Internet gibt es eine Website, labouteillealamer.fr, ich bin aber nicht sicher, ob damit etwas zu erreichen ist, aber versuchen kann man ja immer!

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