Frage von neuss2010, 40

Wie muss man die Kosten regeln, in einer Wohngemeinschaft, wenn man zusammen eine Wohnung kauft, aber nicht verheiratet ist?

Fall ist, meine Cousine (45 Jahre) und ich (38 Jahre) wollen zusammen eine Wohnung kaufen. Finanzierung ist kein Problem. beide sollen als Eigentümer eingetragen werden, und wir tragen auch die Kaufkosten zur Hälfte. nun haben wir beide natürlich auch noch ältere Mutter, die sehr wenig Rente beziehen, und daneben daher Grundsicherung beziehen. wir beide haben weder Ehemänner noch Kinder. d.h., wir wären auch unterhaltspflichtig und sind auch geprüft worden bereits (wir leben beide in einer Grossstadt , oder neben der Grossstadt Düsseldorf, und haben dementsprechend auch bisher so hohe Ausgaben und machen auch selber für uns Altersvorsorge, dass die Sozialämter alles anerkannt haben, und wir nicht zum Unterhalt herangezogen worden sind).

wie regeln wir das jetzt, wenn wir bald Wohnungsbesitzer sind, mit Hausgeld , Nebenkosten etc damit das auch rechtlich alles klar ist, und von den Ämtern auch weiterhin die Ausgaben anerkannt werden? wir hatten uns vorgestellt, einer zahlt die Kosten von seinem Konto aus, und der andere überweist dann die Hälfte dem anderen wieder zu. (faktisch so ähnlich wie jetzt, wo wir beide noch zur Miete leben - wir beide leben schon in einer WG in einer MIetwohnung zusammen seit 10 Jahren. Wir verstehen uns gut, es spart uns Kosten , und ansonsten wirtschaften wir mehr oder minder in einigen Sachen Separat, und in anderen Sachen zusammen. (sie ist vegetarierin, ich esse Fleisch, aber wir machen Wäsche zusammen. nur so als Beispiel)

danke voraus!

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo neuss2010,

Schau mal bitte hier:
Unterhalt Immobilien

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ADT248, 14

Wenn ihr beide Eigentümer seid, seid ihr auch rechtlich beide zur Zahlung fällig. Das heisst auf den Abrechnungen stehen beide Namen, daher sollte das mit den Ämtern etc. passen.

Wer jetzt von welchem Konto zahlt oder ob man sogar ein Gemeinschaftskonto extra dafür einrichtet, müsst ihr untereinander klären ;-) 

Gruß 

Kommentar von neuss2010 ,

vielen dank, das mit dem Gemeinschaftskonto ist ein supertipp! wir hatten das bisher, wo wir beide zusammen auf miete gelebt haben, immer so geregelt, dass einer gezahlt hat, und der andere ihm das einfach dann bar zurückgegeben .

wie gesagt, ein gemeinschaftskonto ist doch die geniale Lösung langfristig!

tausend dank!

Antwort
von Lalala1718, 24

Ließ mal hier
Vllt hilft es dir etwas
http://www.finanztip.de/elternunterhalt/

Kommentar von neuss2010 ,

danke, aber alles was da gesagt wurde, kenne ich bereits.

bzw die Seite finanztip kenne ich bereits.

wie bereits von mir geschrieben, wir sind bereits von den Sozialämtern vorletztes Jahr von oben bis unten geprüft worden, und es ist auch amtlich bereits festgestellt worden, dass wir nicht unterhaltspflichtig sind.

vielleicht habe ich meine Frage auch zu ausführlich beschrieben, aber es ging im Kern drum, wie es sich dokumententechnisch gemacht werden muss, jetzt da wir nicht mehr Mieter sind, sondern eigentümer.

Kommentar von Lalala1718 ,

Als Eigentümer seit ihr beide zur Zahlung verpflichtet.
Demnach kannst du nachwiesen das du auch zahlst, wenn du dem Amt den Kontoauszug vorlegst in dem die Überweisung an deine bekannte stattfindet.
Das müsste anerkannt werden. Am besten in den Betreff reinschreiben wofür das Geld ist

Kommentar von neuss2010 ,

verspätet nochmal danke! ein anderes MItglied hatte den Ratschlag eines Gemeinschaftskonto gegeben, das finde wir beide gut! das Konto läuft dann auf unser beider Namen, wir zahlen dann jeweils unseren Anteil , die 50% an den anzufallenden Kosten, darein, daraus können die entsprechenden Schuldner, wie Stadtwerke , Hausverwaltung, Strom etc dann die Kosten abziehen.

Kommentar von Lalala1718 ,

Freut mich das ihr eine Möglichkeit gefunden habt
Alles gute :)

Antwort
von soissesPDF, 5

Ihr seid eine Eigentümergemeinschaft und braucht da nichts regeln.
Wie ihr das handhabt ist euer Privatvergnügen.

Kommentar von neuss2010 ,

danke. aber ich glaube, du hast den Kern meiner Frage nicht verstanden, bzw ich bin eine Frau, evtl hab ich auch zu ausführlich und kompliziert es beschrieben.

wie wir beide es intern handhaben , weil es ein privater Kauf ist, ist uns klar. es geht darum, wie wir die Dokumente und die Zahlungen machen, so dass es einfach oder am einfachsten gegenüber den Sozialämtern nachzuweisen ist.

Kommentar von soissesPDF ,

Das ist Jacke wie Huppdich, im Einzelfall zählt das persönliche Vermögen bei der Prüfung der Unterhaltslasten.
Das Eigentum ist gemeinsames Eigentum, die Kosten daraus fallen ebenso gemeinsam an.

Nehmen wir eine fiktive Zahl an.
Jeder von euch hat 1.000€/Monat, davon zahlst Du die Hälfte der Kosten, sagen 250€.
Dann hat er 1250€ und Du 750€ , es sind vorher wie nachher 2.000€ minus der gmeinsamen Kosten.

Ihr weist nur die gemeinsamen Kosten nach, die jeweiligen Rechnungen werden auf beide Eigentümer gemeinsam erstellt.
Nach dem SGB seit ihr eine Einstandsgemeinschaft.

Kommentar von neuss2010 ,

vielen dank für deine Erklärung.

auch kannte ich das Wort "Einstandsgemeinschaft" noch nicht und hab es mal gegoogled. Nach dem, was ich gelesen hab, sind wir definitiv keine Einstandsgmeinschaft.

ich will weder für meine Cousine und Ihre Ausgaben, oder sonstigen Lebensumstände einstehen, noch stelle ich sie irgendwo als meine Partnerin oder Freundin vor.
und genauso ist es umgekehrt, ich bin keinefalls ihre Partnerin, oder sonstwas ähnliches.

dann gelten wir wohl ganz normal als Wohngemeinschaft , die sich die Kosten der Wohnung gemeinsam teilen, und ansonsten paralell nebeneinander leben.

Kommentar von soissesPDF ,

Innheralb von SGB II und XII bildet ihr zusammen mit der Mutter eine Einstandsgemeinschaft.
Hierüber prüft das Sozialamt die Unterhaltspflicht, soweit nach Abzug von Freibeträgen überhaupt noch etwas verbleibt, von Unterhalt zu leisten wäre.

Im Fall der geschilderten ETW geht es nur um den Nachweis der Kosten, da diese für die Berechnung von Unterhalt berücksichtigt werden.
Soweit ist die Frage beantwortet, siehe vor.

Bei der Einstandsgemeinschaft dreht es sich nicht um Dich und Deine Cousine, ihr seid keine Leistungsempfänger, sondern um die Bedürftigkeit der Mutter, sie ist Leistungsempfängerin.
Seit ihr nach Abzug eigener Freibeträge nicht leistungsfähig, kann euch der Begriff schlicht egal sein.

Für die Bestimmung "Wohngemeinschaft" wäre ein gemeinsames Mietverhältnis entscheidend. Sprich die Mutter verbleibt als Untermieterin in der Wohnung und zahlt eine anteilige Miete.
Das wäre letztlich Wolkenschieberei und änderte an dem festzustellenden Ergebnis der Unterhaltspflicht nicht das Geringste.

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