Frage von kosldl, 75

Wie muss es sich anfühlen alt zu sein und zu wissen das man kurz vor seinem Lebensende steht?

Ich stelle mir diese Frage seit geraumer Zeit. Wenn man weis das alles vorbei ist bzw bald sein wird. Ich glaube das ist schrecklich. Die letzten Stunden ... Oh Gott ... Was meint ihr ?!

Antwort
von heide2012, 32

Das kann man nicht pauschal beantworten.

Für viele Schwerkranke, aber auch vereinsamte alte Menschen hat der Tod nichts Schreckliches, sondern bedeutet oft auch Erlösung von Schmerzen und Leiden.

Dann kommt es noch auf die Persönlickeit des Betroffenen an. Manch eiber findet es fürchterlich und hat sogar Angst, andere finden es "normal", Gläubige freuen sich auf ihr Dasein nach dem Tod.

Der Tod gehört ( für mich) zum Leben dazu und ich würde im obigen Fall wohl sogar Sterbehilfe in der Schweiz beanspruchen. 

Antwort
von metalfreak311, 31

Ich bin 56 Jahre alt und Atheist. Ich habe zwar noch nicht vor zu sterben, stelle aber fest, dass sich nach und nach immer mehr Leute aus meinem Bekanntenkreis, auch jüngere als ich, verabschieden. Früher war ich auch unsicher, wie ich die Situation beurteilen würde, heute hat der Tod nichts Erschreckendes mehr für mich. Was von mir bleiben wird, sind meine Kinder und Enkel. Durch jahrzehntelangen Polizeidienst habe ich auch reichlich mit Toten und Sterbenden zu tun gehabt, so dass im Umgang mit denen wohl eine andere Einstellung habe als viele andere (Gewöhnung würde ich es allerdings nicht nennen). Wenn ich einmal abtreten sollte, hoffe ich, dass das halbwegs schmerzfrei passiert und ich nicht ein allzu großes Loch in das Leben anderer reiße. Angst vor dem Tod habe ich jedenfalls nicht. LG metalfreak311

Kommentar von nowka20 ,

und was bleibt von den folgen deiner taten?

Antwort
von AliciaCanning, 27

Vielleicht ist es auch ganz schön? 

Ich glaube, es kommt darauf an, wie man gelebt hat. Wenn man 'sein Ziel' nich erreicht, ist es vielleicht deprimierend, auch, wenn man nicht weiß, was für einen das 'Ziel' sein sollte. 

Wenn man ein glückliches leben hatte, ist es bestimmt nicht traurig. 

Jeden Falls, wenn man stirbt, ist es so, das kann man traurig/blöd finden, oder eben nicht. Es kommt drauf an, wie man darüber denkt und denken kann man beeinflussen und verändern.

LG, Alicia

Antwort
von Killerherzchen, 36

Es kommt drauf an. Wenn man Christ ist, weiß man, dass man zu Gott kommt und viele Bekannte und Freunde wieder sieht. Man ist also damit zufrieden, denkt, dass das Leben jetzt vorbei ist und hat keine Angst. Das Leben ist ja auch nicht mehr so schön wenn man alt und vllt auch krank ist. Und auf jeden Fall anstrengend.

Wenn man nicht gläubig ist, kann es natürlich sein, dass man panische Angst davor hat nicht mehr zu existieren und zu "verschwinden".

Ich denke das kommt immer auf die Person drauf an. ;) Ob man eher positiv oder negativ denkt, wie alt man ist, wie schön das Leben war...

Kommentar von Mignon4 ,

Es gibt auch Christen, die panische Angst vor dem Tod haben. Niemand weiß genau, was nach dem Tod kommt, denn niemand ist bisher zurückgekommen.

Kommentar von Killerherzchen ,

Ja das stimmt, jeder ist da anders. 

Doch, ist gibt Leute, die "wissen" was nach dem Tod kommt. Es gibt diese Nahtoderfahrungen, bei denen Menschen nachweislich tot waren und dann aber wieder zurückkahmen. Man weiß natürlich nie, ob das stimmt, was die so sagen, aber ich denke, dass bei manchen etwas dran ist.

Antwort
von Bellavita71, 44

Je älter der Mensch, desto mehr hat er erlebt. Der Körper und der Geist verändern sich. So wie man in jungen Jahren vielleicht den plötzlichen Wunsch nach Kinder verspürt und hormonell voll ferngesteuert ist, so ist man im Alter wesentlich ruhiger, zufriedener und für manche Menschen, die sehr alt werden hat der Gedanke, endlich "gehen" zu dürfen, sogar etwas Tröstliches! Viele alte Menschen, die merken, dass sie sterben werden, empfinden dies als Chance, sich verabschieden zu dürfen. Und für viele alte Menschen ist das völlig in Ordnung, da sie nach einem langen Leben auch sehr müde sind. Dir alles Gute!

Antwort
von eggenberg1, 7

nun gut,im normalfall weiß KEIN mensch ,wann sein letztes  stündchen geschlagen hat--so ist  das  nun doch nicht.  aber ---  wenn man  so wie ich in diesem jahr noch  65  jahre alt wird, dann  kommt man schon  ins nachdenken. ich erwische mich immer wieder bei  der überlegung,wie lange  meine mutter in meinem alter noch zu leben hatte und wie sie zu meinem zeitpunkt  gelebt hat-- sie hat gut gelebt  - fuhr in urlaub und es ging ihr  körperlich gut.  sieht bei mir anders aus ,lach !

der unterscheid zum jungsein besteht darin--  wenn du  20 bist ode r auch dreissig , dann kannst du sagen  -- ich mach jetzt ne zeitlang  dieses oder jenes  und in 10 jahren oder auch in 15 jahren mach ich dann was anderes--  DAS  kannste imalter nicht mehr so ohne weiteres-- in 10 jahren  wäre ich dann 75  und in  15 jahren 80  jahre alt  . da könnte mein leben schon  vorbei sein . was ich sagen will--  wenn man was machen möchte ,dann sollte und muß man es  sofort  verwirklichen  und es nicht mehr auf  die lange bank schieben.

wir  sind heute mit  65  im kopf  noch  um die  40 ,oftmals will der körper aber nicht mehr so ,wie man selber will  -das kann zu  großen  gefühlsaufwühlungen  kommen und  bringt manchen älteren menschen an den ran d der  verzweiflung.  aber mit dem alter wird man auch  leidensfähiger und man  ist einsichtiger  und auch irgendwie  ruhiger   ,also  kommt man letzlich auch mit dieser  differenz   klar,lach.

als  jungermensch  stellt man sich   das alter  ganz anderws  vor,als es dann wirklich eintritt- man altert ja nicht  auf  einmal   sondern   ganz langsam  über jahre .hat also zeit ,sich daran zu gewöhnen .

Kommentar von kosldl ,

Man ist immer so alt wie man sich fühlt :-)

Antwort
von IBiDu, 4

Ich glaube nicht mehr, dass der Tod so schrecklich sein wird, auch wenn uns das immer eingeredet wird. Die wahren Qualen erleiden wir hier auf Erden.
Mit allem versucht man uns abhängig und in Angst zu halten, damit wir leichter zu steuern sind. Das Leben ist unglaublich anstrengend geworden.

Er ist meiner Meinung nach eher eine Erlösung, wenn man eines Tages dem Tod ins Auge blicken darf und hoffentlich seine Aufgaben erledigt hat.

Antwort
von Mignon4, 27

Jeder Mensch muss diese Phase irgendwann durchmachen. Vermutlich wird man mit zunehmendem Alter reifer und findet sich besser mit den Gegebenheiten des Lebens ab.

Antwort
von nowka20, 4

dafür fehlt den meisten jungen menschen noch das bewußtsein, denn die wissen gar nicht, wie ein alter mensch denkt, fühlt und wahrnimmt (wenn seine kreise enger werden)

Antwort
von LadySkeleton, 14

Ich denke, man sieht den Tod mit den Jahren gelassener - schließlich ist er Teil des Lebens.
Man hat viel Zeit, sich an den Gedanken, irgendwann nicht mehr zu sein, zu gewöhnen.
Vielleicht hat man so viel erlebt, gefühlt und gesehen, dass man bereit ist, zu gehen. Vielleicht ist man gespannt, was kommen wird - schließlich gibt es darauf keine eindeutige Antwort.

Antwort
von elisabetha0000, 18

Jeder Mensch geht anders damit um. Ich habe in einen Altenheim gearbeitet, und da gab es viele, die sich auf den Tod sogar freuten. Am Lebensende steht man eigentlich das ganze Leben. Niemand weiß wie lange man lebt! Diese Zeit wo man lebt, sollte man mit Freude leben! Das Leben ist nur ein Urlaub vom Tod. Man lebt vorher nicht, und auch nachher nicht!

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