Wie muss der Vermieter vorgehen, wenn er eine Monatsmiete nicht erhält?

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5 Antworten

Dein Mietkonto könnte doch nur eines deiner Girokonten sein. Beim Vermieter wird ein Mietenkonto über deine Mietzahlungen geführt. Wenn du dort ein Guthaben hast, dessen Höhe dir nicht bekannt ist, kannst du das nicht auf Null stellen. Kennst du dein Guthaben, dann zahlst du bei der nächsten Mietzahlung den Auffüllbetrag und benachrichtigst den Vermieter.

Wenn du ein Guthaben vermutest, wie sind dann Mietschulden entstanden?

Ganz harte Neuregelungen bei Mietschulden gibt es nicht. Der Termin der Mietzahlung für August ist längst überschritten. Du stündest bereits im Verzug. Sollte es sich nur um eine Teilmiete handeln, so ist das schnell reparabel. Aber wenn du die Septembermiete nicht fristgerecht bezahlst, dann reicht eine Mietschuld von 1 Monatsmiete + 1 Cent um dir fristlos zu kündigen.

Die Vorwarnung der Wohnungsräumung ist die fristlose Kündigung. Verbleibst du dennoch in der Wohnung, dann der Vermieter die Räumungsklage beantragen, die du aber sofort außer Kraft setzen kannst, wenn du deine Mietschulden komplett bezahlst. Sollte vorsorglich eine ordentliche Kündigung mit der Fristlosen kommen, dann musst du ohne wenn und aber nach 3 Monaten ausziehen oder die Räumungsklage in Kauf nehmen.

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Vorgehen muß der Vermieter gar nicht wenn der Mieter nicht zahlt.

Der Vermieter kann so freundlich sein und den Mieter daran erinnern das er doch bitte die seit dem 4. August Tagen überfällige Miete zahlen möchte.

Er kann aber auch nichts dergleichen tun, bis zum 4. Werktag im September warten und dem Mieter fristlos kündigen wenn dann die Mieten für August und September nicht gezahlt sind.

Oder dem Mieter einen gerichtlichen Mahnbescheid schicken. Das kostet dann deutlich mehr als 5 €.

Räumung ohne Vorwarnung und Urteil geht nicht. 

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Angeblich gibt es ja ganz harte Neuregelungen, die sich auf Mietschulden beziehen

Ich kenne keine Neuregelungen.

Bekomme ich einfach eine Mahnung, die mich 5€ kostet?

Nein, eine Mahnung ist nicht notwendig.

Oder kommt eine fristlose Kündigung?

Vielleicht. 

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Der Vermieter muß Mietrückstände nicht anmahnen. Der Zahlungstermin ist entweder gesetzlich § 556 b BGB oder mietvertraglich geregelt. Theoretisch könnte dann der Vermieter auch sofort ab dem 4. Werktag d. Monats einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen, dann fallen Gerichtskosten und evtl. auch Anwaltskosten an.

Fristlos kann der Vermieter das Mietverhältnis bei einem Mietrückstand von 2 Monatsmieten kündigen, ordentlich könnte er das Mietverhältnis bei einem Mietrückstand von 1 Monatsmiete und einem Zahlungsverzug von mind. 30 Tagen kündigen.

Für die Räumung eine Wohnung benötigt der Vermieter ein vollstreckbares Räumungsurteil.

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Man wird vermutlich eine Mahnung schicken.

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