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Wie motiviere ich einen 14-jährigen zum Aufräumen

gefragt von JBFletcher am 05.11.2009 um 12:06 Uhr

Mein Sohn hat ADHS kombiniert mit Antriebsschwäche und ist meines Erachtens krankhaft unordentlich. Er kommt auf die kreativsten Ideen, um z.B. dreckige Socken zu verstecken, bevor er diese in die Wäsche gibt.

Er vergrabt in seinem Bettkasten regelrecht z.B. Essensteller und Löffel. Er wurde u.a. deswegen schon vor 4 Jahren in einer Klinik behandelt, aber die waren noch unfähiger meinen Sohn zur Ordnung zu erziehen. Von den Erziehern wurde mir am Ende des Klinikaufenthaltes (6 Monate) 7 Alditüten durcheinander mit Kleidung, Schuhen, Bastelsachen und Essensresten wiedergegeben, die er im Spind ansammelte.

Mich macht die Situation fertig. Aus seinem Zimmer stinkts und es dauert mich Stunden bis ich die Quellen erschnüffelt habe. Keine Maßnahmen, wie. z.B. Fernsehverbot greifen.

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Erziehung x 3.301 Ordnung x 220 Krankhaft x 6

anonym
beantwortet von forest6378 am 5. November 2009 12:11
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wie wäre es statt verboten mit belohnung fürs aufräumen? z.b. wenn er einen monat oder so sein zimmer ordentlich hält,bekommt er ein lang gewünschtes computerspiel/film/etc.

Kommentar von JBFletcher am 5. November 2009 21:10

Das ist zu banal. Wenn du die Frage liest geht es um ein ernstes Problem


anonym
beantwortet von IRENEBOA am 5. November 2009 12:45
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Das hört sich heftig an. In Bezug auf Teller und Besteck: Kannst du ihm nicht genau 1 Set mit Suppen- und normalem Teller, Besteck, Trinkbecher etc. zuweisen? Wenn das nicht da ist - weder in der Spülmaschine, noch beim sauberen Geschirr - bekommt er halt nichts zu essen. Klingt heftig, aber mir scheint das ein bisschen eine Mischung aus Messi und Verlustangst zu sein - diese Sachen sind SEINE Sachen, die er hortet, unabhängig davon, ob sie nun sauber oder nicht sind. Mit der Wäsche ist das Problem zwar ätzend, aber meiner Ansicht nach weniger schlimm als mit Essensresten, denn der Geruch lässt sich nicht auf ein Zimmer beschränken und es ist ja schlichtweg auch unhygienisch und lädt Ungeziefer quasi ein, mit dem ihr alle in der Familie euch dann rumplagen müsst. Ich würde versuchen, eines nach dem anderen in Angriff zu nehmen. ADHS ist zwar nervig, aber für den Jungen genauso schlimm wie für euch, und es gibt auch andere Kinder (und Eltern), die darunter leiden. ADHS würde ich also nur beschränkt als 'Ausrede' oder Erklärung ihm gegenüber gelten lassen. Fakt ist, dass dreckiges Geschirr nichts in seinem Zimmer zu suchen hat. Daher würde ich ihm von vorneherein und ganz generell untersagen, in seinem Zimmer zu essen. Wenn das Geschirrproblem einigermaßen im Griff ist, könnt ihr euch ja an die anderen Sachen wagen. Andere Frage: Wird der Junge medikamentös behandelt? Wenn nicht, dann würde es eventuell helfen, seine Aufmerksamkeit zu kanalisieren - ich kenne eine Lehrerin und Mutter eines Kindes, das ebenfalls sehr problematisch war, und sie hat hervorragende Erfahrungen mit a) Karate und b) Schlagzeugunterricht gemacht. Bei Karate gibt es nämlich nur zwei Optionen: Sensei (d. h. der Lehrer) ist der Boss. Herrscht keine Ruhe und Ordnung, dann werden zusätzliche Liegestützen gemacht und Extrarunden gelaufen. Disziplin steht an vorderster Stelle und Herumgehampel wird nicht geduldet. Wenn ihm Karate Spaß machen würde, könnte das helfen, denn abgesehen von der Disziplin herrscht in der Regel auch ein gutes Gruppengefühl mit Zusammenhalt. Wer allerdings aus der Reihe tanzt, muss eben mit Konsequenzen rechnen. Das könnte dir zugute kommen, denn du als Mutter hast ohnehin grundsätzlich einen Sonderstatus. Beim Schlagzeugunterricht schlägt man auch mehrere Fliegen mit einer Klappe. Erstens gilt Schlagzeug (ähnlich wie Kampfsport) als 'cool'. Anstatt also erzählen zu müssen, dass er bei irgendeiner Therapie war, kann er sagen, er war beim Schlagzeugunterricht. Zweitens muss er sich ganz, ganz arg konzentrieren - aber wenn ihm das Spaß macht, wird ihm gar nicht auffallen, dass er dann irgendwann eine halbe Stunde am Stück geübt hat. Das Resultat ist (hoffentlich), dass er ruhiger, konzentrierter wird und die Leistungen in der Schule sich auch stabilisieren. Das war zumindest bei meiner Bekannten der Fall. Das Kind hat übrigens nie Medikamente genommmen.

Kommentar von JBFletcher am 5. November 2009 21:13

Vielen Dank für die Info, er wird behandelt, macht Sport, etc. Schule läuft gut. Nur das Zimmer nicht. Das mit dem besonderen Geschirr habe ich nicht probiert. Das ist eine gute Idee.


nikfreit
beantwortet von nikfreit am 6. November 2009 12:48
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zunächst wäre wichtig, mit ihm ins gespräch zu kommen. frag ihn warum er das so nicht hinkriegt, nicht vorwurfsvoll, sondern interessiert. frag deinen sohn dann ganz konkret, was DU tun kannst um ihn zu unterstützen darin. das thema nicht allgemein besprechen (du läufst gefahr, daß er das alles abnickt und sich nichts ändert), sondern aufgliedern in handlungen, auch deine forderungen klar benennen: schmutzwäsche in den wäschekorb, geschirr in die küche tragen, den zimmerboden freimachen ect. dein sohn sollte dann deine unterstützende handlungsschritte benennen: z.b. ihn erinnern an das geschirr, einen wäschesack ins zimmer stellen oder was auch immer. legt anschließend sanktionen fest, wenn er sich nicht an das abgesprochene hält. vielleicht fixiert ihr all das in einem vertrag?


Sonja66
beantwortet von Sonja66 am 6. November 2009 08:19
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Wenn man möchte, kann man mal ein paar Schritte zur Seite gehen und versuchen, die Angelegenheit von einer anderen Seite betrachten. So mache ich das gerne, weil es mir so gut hilft, die Dinge zu verstehen. Habe ich es verstanden, fällt es mir leicht, damit umzugehen.

Es geht also ums Aufräumen. Man kann Äußerlich aufräumen und innerlich aufräumen. Oftmals gibt es vieles, was auch auf geistig/seelischer Ebene aufzuräumen wäre. Ich denke dabei an mittlerweile hinderlich gewordene Verhaltensweisen, störendes Gedankengut, immer gleiche Probleme und Konflikte........Aber nur wenn man bereit ist, sich selbst mit seinem Verhalten zu beobachten und wie ein Dedektiv eigene Probleme durchleuchten möchte, um sie auflösen zu können, um etwas bereinigen zu können, kann man auch im Außen etwas ändern. Hast Du den Mut und die Ehrlichkeit, mal mit Zeit und Ruhe bei Dir selbst in Deinem Bewusstsein und Unterbewusstein zu schauen, zu entrümpeln und aufzuräumen?

Kinder spiegeln immer ihre Eltern

Kinder mit ADHS sind ein Spiegel unserer heutigen Gesellschaft. Sie verhalten sich in vielen, wie wir Erwachsene es auch tun. Hektisch, unruhig, unkonzentriert (das Wesentliche übersehend).........Könnten sich nur die Erwachsenen selbst darin erkennen, wäre dies die beste Unterstützung und Hilfe für unsere Kinder. Mehr zu ADHS in dem Buch von Rüdiger Dahlke "Aggression als Chance". Sehr hintergründig und verständlich beschrieben.

Kinder ahmen uns Erwachsenen alles, wirklich alles nach!


anonym
beantwortet von angie2 am 5. November 2009 12:19
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Meine große Schwester hat da einen tollen Plan. Sie stellt eine tabelle mit lachenden und weinenden Gesichtern. Funktioniert bei einer 11 jährigen. Müsste man bei einen 14 Jährigen wahrscheinlich überarbeiten. Wenn der Anteil der lachenden Gesichter überwiegt gibt es eine Überaschung (Mc Donalds). Manchmal ist ihr das aber auch egal.

Kommentar von angie2 am 5. November 2009 12:24

Also ich rede von einem für den Jungen zugeschnittenes Punktsystem. Für einen Jungen der Aufmeksamkeit haben möchte ist das sicherlich eine Möglichkeit.


kuntzkids
beantwortet von kuntzkids am 5. November 2009 12:17
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Nehmt den Saustall doch mal gemeinsam in Angriff und schafft eine gewisse Grundordnung. Dabei werden auch seine Geheimverstecke offenbar; Du kannst zu jedem falsch plazierten Ding gleich sagen, wo es eigentlich hingehört und ihm logische Konsequenzen aufzeigen (dass Du nur Sachen wäschst, die in der Waschtrommel liegen, dass seine Freunde den Mief bestimmt auch nicht toll finden, dass er sonst beim Abendessen keinen Teller auf seinem Platz haben wird usw.).

Nachdem dann Ordnung ist, vereinbarst Du mir ihm, dass das ab jetzt so und so bleibt -- mit Belohnung bei Erfüllung.

Kommentar von 4adc26ce3101dfda3a969007c769b0f1smallkuntzkids am 5. November 2009 12:20

Und vielleicht fällt Dir beim gemeinsamen Aufräumen auch selbst auf, wo die Schwachstellen sind oder was ihm mißfällt -- z.B. zu wenig / unpassender Stauraum, Zimmer nicht altersgerecht eingerichtet, Anordnung der Möbel gefällt nicht).

Dann kannste die Renovierung der Bude als Lockmittel für Ordnung und Sauberkeit in Aussicht stellen.

Kommentar von JBFletcher am 5. November 2009 21:18

Funktioniert nicht


primusvonquack
beantwortet von primusvonquack am 5. November 2009 12:11
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Wendet euch an einen Familientherapeuten.

Kommentar von JBFletcher am 5. November 2009 21:17

Lesen!!! Therapie ohne Erfolg


MrsCrazy89
beantwortet von MrsCrazy89 am 5. November 2009 12:11
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mehr taschengeld ;) oder das du was mit ihm unternimmst was ihn auspowert(z.b.schwimmen)!bei meinem bruder geht das immer de hat auch adhs und ist 13. liebe grüße und viel glück

Kommentar von JBFletcher am 5. November 2009 21:17

Macht er alles, nur nicht aufräumen


anonym
beantwortet von Emarci1993 am 5. November 2009 12:10
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Wie jetzt, er macht das aber Fernsehverbot willst du nicht geben.

Sowas ist meist am wirksamsten, kein TV, PC oder GameBoy.

Kommentar von forest6378 am 5. November 2009 12:13

die rede war davon, dass es nicht greift, nicht dass er keines bekommt oder bekommen hat.

Kommentar von JBFletcher am 5. November 2009 21:16

Richtig lesen: Fernsehverbot, etc funktioniert nicht.


anonym
beantwortet von buddyacesisrael am 5. November 2009 12:10
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bestech ihn..

Kommentar von JBFletcher am 5. November 2009 21:15

funktioniert nicht


Knuuutel
beantwortet von Knuuutel am 5. November 2009 12:10
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Sagen es gibt nichts zu Weihnachten, wenn nicht ab jetzt das Zimmer immer pikobello sauber ist. Hat bei mir IMMER geklappt


am0onyac
beantwortet von am0onyac am 5. November 2009 12:10
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Also ich sags mal aus meiner Sicht.. ich bin 17 & meine Mutter hat so ca. des selbe Problem mit mir.. mich störts einfach nich wenns n bischen unordentlich is.. ich hab mit ihr vereinbart dass ich mein Zimmer einmal pro Woche aufräumen muss sonst bekomm ich kein Taschengeld.. oder darf abends nich weg gehen.. nachdem ich aber geld brauch & abends weg will muss ich mich wohl geschlagen geben. x)

Kommentar von JBFletcher am 5. November 2009 21:15

Super tolle Antwort von Dir. Nur dich ärgert es, wenn du nicht weg darfst. Mein Sohn setzt sich sogar in ein dunkles Zimmer, in dem die Sicherung rausgedreht ist, bevor er aufräumt


VirtualSelf
beantwortet von VirtualSelf am 5. November 2009 12:09
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Kein Besuch von Freunden und bei Freunden, solange Zimmer nicht aufgeräumt ist.


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