linda am 16.11.2006 um 15:52 Uhr
Für gute und konstruktive Tipps wäre ich sehr dankbar
Also dieses Alter ist ja auch nicht unbedingt das Leichteste. Hormonschübe, evtl. erste (heimliche) Liebe, Feststellen, dass man nun langsam zur Frau heranwächst und die Eltern sind oft blöd etc... Von Geschenken oder Bestechungen rate ich eher ab - finde ich pädiagogisch nicht den richtigen Ansatz. Es sei denn ein Ziel wurde konstruktiv in Angriff genommen und selbständig gelöst. Vielleicht gibt es auch andere Gründe für den Lernunmut. Vielleicht eine Lernblockade. Bei meinem Sohn half in der Grundschule in Deutsch die Kinesiologie. Ansonsten kann ich die Meinung von goodmood vertreten. Klare Regeln und leider eben viel "Polizeiinspektordasein". Was ich dir gerne noch ans Herz legen möchte ist ein wirklich sehr gut geschriebenes Buch mit wertvollen Überlebenstipps für Eltern Pubertierender - Pubertät-das Überlebenstraining für Eltern, Autor Peer Wüschner, DTV-Verlag 9,50 Euro. Dieses Buch lässt auch verzweifelte oder ratlose Eltern wieder schmunzeln und enthält viele wichtige und umsetzbare Tipps! Hoffe ein wenig helfen zu können Grüße Paulina
in den Ferien als Packhilfe im Supermarkt arbeiten lassen....
Hallo Linda,
hartes Brot ;) Eine 14jährige ist eigentlich erwachsen genug, um selbst die Folgen fehlender Arbeitshaltung zu erkennen. Gleichzeitig ist sie aber Kind genug, um alles andere als Arbeit wichtig zu finden.
Daher ist eigentlich der einzige mögliche Weg ein sehr langfristiger, für dich auch sehr Kontroll- intensiver:
Wenn sie wirklich extrem faul ist, kommst du nicht herum, ihr klar zu machen, es ihr momentaner Job ist, zur Schule zu gehen, im Unterricht mitzuarbeiten, erforderliche Arbeitsmittel dafür bereit zu stellen und alle geforderten Aufgaben zu erledigen. Das ist gesetzlich (Allgemeine Schulordnung) vorgeschrieben, Punkt.
Die Zeit, in der sie in der Regel ihre Aufgaben erledigen sollte, ist für ihr Alter auf etwa 1 1/2 Stunden festgesetzt. Sicherlich wird sie meist sehr viel schneller fertig sein, und genau diese Zeit sollte sie sich fürs individuelle Lernen reservieren.
Du kannst ihr helfen, indem du mit ihr nach der Schule die Pläne für den Tag besprichst, um so die günstigsten Zeiten herauszufinden, an denen sie ihre 90 Minuten (besser 2X45) Minuten arbeitet.
Natürlich sind zu den festgesetzten Zeiten alle Ablenkungen wie Fernsehen, Musik, PC, Telefon auszuschließen.
Dein Part wäre dann, auf die Einhaltung dieser Zeiten zu achten und ggf. sofort eingreifen, wenn sie diese Abmachung nicht einhält. Gegen eine kleine Belohnung im günstigen Fall spricht natürlich auch nichts. ;)
Sehe ich die Unlust ein wenig zu extrem? Sollte sie nur ein bisschen mehr tun, um etwas besser zu werden? Dann könnten klare Zielformulierungen am besten helfen: „Was meinst du, wo du dich am leichtesten verbessern kannst?“ Dort würde ich ansetzen, um ein erreichbares Ziel zu setzen. Verbesserungen in den Bereichen, in denen es wirklich weh tut, müssen dann natürlich besonders honoriert werden.
Wenn die Grundvoraussetzungen wieder halbwegs erfüllt sind, könnte es auch helfen, ein kleines „Lern-Klübchen“ mit Mitschülerinnen anzuregen. Dann kann es wirklich Spaß machen, und Mütter kennen ja auch ganz gute kulinarische Tricks, um den Aufenthalt dann so gemütlich wie möglich zu machen. ;)
Ich hoffe, ich liege mit meinen Gedanken zum Thema nicht ganz daneben, denn wie gesagt „lernfaul“ gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen.
Viele Grüße
Uta
(goodmood)
linda am 16. November 2006 20:16 Liebe Uta,
herzlichen Dank für deine ausführlichen Tipps! Hältst du die 90 Minuten tägliches Pensum auch an Schultagen mit Unterricht bis 16 Uhr (G8 in Bayern...) noch machbar? Gerade an diesen Tagen habe ich nämlich das Gefühl, dass gar nichts mehr ins Hirn passt, was entweder mit Aggression oder Heulen einhergeht...
Hallo Linda,
leider nein, denn an diesen Tagen ist das Pensum bereits inbegriffen. :(
Danach ist dann auch verständlicher Weise erst mal "Einfuhrstopp".
linda am 17. November 2006 07:58 wäre schön, wenn die schule das auch kapieren würde und nicht noch ordentlich hausaufgaben und lernstoff aufgeben würde... aber da sind die bayern mit ihrem hohen anspruch nicht zu stoppen. anyway, danke für deine hilfe, das ein oder andere kann ich sicher gut umsetzen.
anjaandrea158 am 5. Februar 2007 19:57 Hallo LInda, nicht nur in Bayern sondern auch in Hessen, müssen Kids ab der 5 noch Hausaufgaben erledigen ,wenn er um 16 Uhr nach Hause kommt.Auch lernen sollen sie noch (Vokabeln )selbst das bitten auf aufgaben für den nächsten tag zu verzichten; er hatte schließlich einen 13 Stunden tag;(muß um 5Uhr 45 aufstehen und hat um7Uhr 30 Schule ) hat nur 2 Wochen angehalten. Und jetzt nach dem neuen Stundenplan haben wir das sogar noch ein 2. mal. in der Woche. Ist schon ganz schön hart. Auch hier in Hessen

Wir haben gute Erfahrungen mit konkret und kurzfristig erreichbaren Zielen und dafür spontaner Belohnung (neue Klamotten, Sonntagsausflug zum Lieblingsziel) gemacht. Ob die Antwort pädagogisch fundiert ist, weiß ich allerdings nicht. Viel Glück!
hallo erstmals... am besten sagst du ihr das es wichtig ist einen guten schulabschluss zu haben um später einmal eine arbeitsstelle zu erhalten. lg sasa4
Locke sie einfach mit Dinge die sie toll findet an !
Lasst das Mädchen einfach in Ruhe! SIe ist nur genervt von ihren Eltern dass ist ganz natürlich! Sie wird selbst die Konsequenzen ziehen müssen , wenn sie schlechte Noten mit nach Hause bringt. Macht sie auf diese Folgen aufmerksam und lasst sie ansonsten einfach in Ruhe! Es ist besser so!Vor allem bestecht sie nicht, dass mögen 14-jährige gar nicht!

Als ich 14 war, strömte soo viel Neues auf mich ein (Umzug, neue Schule, "alles auf Anfang"), daß eine vorübergehende Leistungsschwäche quasi normal war. Ich halte nichts von negativen Sanktionen, sprich: Verboten etc., und auch wenig von Sachen, die kurzfristig konsumierbar sind (Trimmen auf Konsumverhalten). Ich halte viel von Motivation, d.h. Packen bei den Interessen und Fördern derselben. Damals weckte mich, was ich selber aus eigener Lust und Initiative machen konnte. Gestalten, Schauspielern, etc. - vieles, was in mir steckte, konnte ich zeigen und dabei ich sein. Schau einfach, wo die Interessen liegen, und hole sie da ab. Das, glaube ich, ist wichtig für Heranwachsende.
die 14 jährige tochter unserer bekannten hat dasselbe problem und weil alles reden nicht hilft muss sie jetzt zurück nach afrika,obwohl das kind 11 jahre in deutschland lebt richtig,aber was deine tochter betrifft ich würde ihr alles verbieten bis sich die noten wieder bessern.