Frage von lh1998, 32

Wie möchte ich weiterleben?

Ich hab Bulimie und naja habe mich grad quasi Dafür entscheiden, mich ihr hinzugeben, wenn ich 18 bin und niemand mich mehr zwangsernähren kann oder sonst was.

Hab schon stationäre Therapie hinter mir und bin in Ambulanter. Und ich wohne in einer intensiv WG und kann somit mein ES nicht richtig ausleben.

Grad bin ich zur Beurlaubung Zuhause.
Heute habe ich den Nachmittag reichlich sinnfrei verbracht und ihn quasi mit Essen vollgestopft. Mir tut jetzt natürlich wieder alles weh, ich bin dehydriert und hab das Gefühl ich bin zu schwach, um meine Schuhe anzuziehen.

Naja und natürlich geht sowas nicht ganz an mir vorbei, und ich habe Gedanken, die meine Existenz bezweifeln, da ich so vermutlich keinen Job durchhalte und kein Studium oder sonst was. Und ohne das kann ich mir natürlich auch nicht den "Luxus" einer Essstörung leisten oder Überhaupt für mich sorgen.
Im Moment juckt es mich zwar noch nicht, dass ich dann vermutlich irgendwann sehr einsam sein werde, aber ich glaube, wenn es dann so ist, bereue ich meine Entscheidung, so wie ich mich kenne.
Generell sind mir im Moment  die Konsequenzen egal, aber wenn ich mich so in der Zukunft sehe, macht mich das doch etwas traurig und ich zweifle an der Entscheidung, die ich jetzt treffen kann.

Aber ohne meine Sucht will ich auch nicht und oft denke ich, dass ich schon durchkomme, wenn ich sie behalte und dass sie mir Kraft gibt.

Mich beschäftigt, ob es verwerflich ist, nicht zu wissen, was ich will.

Immer wenn ich sage , ich lebe damit, kommt der zweifel, ob das geht. Wenn ich sage, ich werde es los, kommt der zweifel, ob ich will.

Support

Liebe/r lh1998,

natürlich kannst Du Dich gerne zum Thema Gesundheit und Ernährung bei uns erkundigen. Sprich doch zusätzlich auch mit einer Person Deines Vertrauens darüber oder schau einmal hier vorbei: http://www.bzga-essstoerungen.de/

Dort kannst Du viele hilfreiche Tipps und weitere Informationen finden!

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz). (+Zögere im Notfall bitte nicht, den Notruf 112 zu wählen! )

Herzliche Grüße

Renee vom gutefrage.net-Support

Antwort
von Bananensandwich, 12

Ich bin nicht ganz sicher ob ich verstanden habe worauf deine Frage genau abzielt. Du bringst ja diese Gewisse Ambivalenz zum Ausdruck. Ich habe zwar keine Bulimie bin aber wegen etwas anderem auch in Psychotherapeutischer Behandlung. Wie Du zunächst stationär und nun Ambulant. Und auch ich denke oft darüber nach es einfach zu akzeptieren als Teil von mir, mich der Sache hinzugeben. Und dann kommen mir die gleichen Gedanken, dass es dann eben einfach nicht auf Dauer funktionieren kann. Wenn man dann am Problem arbeitet und evtl. Fortschritte macht bekomme ich Angst und Zweifel ob ich es überhaupt in den Griff bekommen will. Die Wahrheit ist aber, dass dies eben auch von der psychischen Erkrankung ausgeht die einen einfach im eigenen Verhalten zu sehr einschränkt als dass man es ernsthaft selber beurteilen kann (okay darum fragst du ja anscheinend). Worauf ich hinaus will ist, ich kann dein inneres hin und her total gut verstehen. Und es ist nicht verwerflich wenn Du hin und her gerissen bist. Es zeugt eigentlich nur davon wie intensiv diese Problematik ist. Sucht nach der Sucht sozusagen. Angst davor sie loszuwerden weil dann alles so anders ist. Angst davor es nicht zu schaffen evtl.? Aber in Wirklichkeit weisst Du dass es mit der Sucht nicht funktioniert. Keine Ahnung, ich glaube alle die das jetzt lesen denken ich rede quatsch. Du vllt. Auch aber ich weiss wie Du dich fühlst.

Kommentar von lh1998 ,

Ich glaube, du hast genau verstanden, was ich meine.

Ich stelle mir nur die Frage, ob ich in diesem Zustand verweilen kann, oder ob ich mich bald mal entscheiden muss...

Kommentar von Bananensandwich ,

Wenn Du möchtest können wir ja privat noch ein bisschen darüber schreiben. müssen ja nicht alle lesen. Aber definitiv wird früher oder später eine Entscheidung fällig. Aus Erfahrung kann ich sagen dass es schwer ist eine Entscheidung rechtzeitig zu Fällen. Man schiebt es vor sich hin. Und meist schadet man sich damit selber. Denn je länger man eine Entscheidung hinauszögert je Schwerer wird ea dann aus seinem trott herauszukommen.

Kommentar von lh1998 ,

Ja privat schreiben wäre schon nett

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