Frage von Lilienfee999, 92

Wie mit Therapeut über Vergewaltigung sprechen?

Ich bin in Therapie wegen psychischer Gewalterfahrung, habe bisher aber nicht den Mut gehabt über sexuelle Gewalt zu sprechen, weil ich Angst vor der Reaktion habe. Hat jemand Erfahrung in Gesprächstherapie bezüglich sexueller Gewalt? Wie geht der Therapeut mit dem Thema um? Wie spricht er, was für Fragen stellt er? Ich traue mich nicht, über Details zu sprechen und kann ihn bei dem Thema auch nicht ansehen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von zahlenguide, 52

das wird jeder Therapeut ein bisschen anders händeln. aber ich nehme mal an, dass er dich erzählen lässt und vielleicht hier und da eine Detailfrage stellt, damit du dich erinnern kannst. Es geht darum, dass Du über dieses große Problem reden kannst. Sobald du darüber reden kannst, kannst du es auch besser bewerten. Denn ein Problem, das immer verschlossen in einer Kiste liegt, kann vom Gehirn nicht verarbeitet werden.

Vielleicht hilft es dir, wenn du das Gespräch mal anders betrachtest. Statt es als großes Hindernis zu sehen, tust du ja eigentlich etwas Gutes für Dich. So als würdest du dich massieren lassen oder schwimmen gehen etc. - Generell sollte dein Fokus im Leben sein, dass du selbst wieder im Fokus deines Lebens stehst und nicht der dunkle Raubvogel, der über dir schwebt.

Ich denke, es wird auf der einen Seite auch erschreckende Momente geben, aber du wirst dich auch befreiter fühlen.

Wenn du Schwierigkeiten hast, über große Probleme zu reden, solltest du es dir zur Gewohnheit machen oft über kleine Probleme auch mit Fremden zu reden. So wirst du offener um über größere Probleme zu reden.

Übrigens kannst du mit deinem Therapeuten mal über diese Möglichkeit reden. Mir hat es nach einer Depression geholfen, mir 10 Minuten am Tag (meistens morgens) Zeit zu nehmen um in mich hinein zu hören. Wenn ich nun gemerkt habe, dass ich traurig bin, habe ich mich zum Zähneputzen ins Bad begeben und 10 Minuten traurige Musik gehört, die mich ein wenig zum Weinen gebracht hat. Danach habe ich wieder schöne und sinnvolle Sachen gemacht.

Wenn ich mich dagegen eher wütend gefühlt habe, habe ich mich entweder an einen Boxsack gewendet oder 10 Minuten dynamische Musik abgespielt, die mich zum wütend hin und her laufen oder zum Tanzen angeregt hat.

So konnte man Gehirn innerhalb von 5/6 Wochen bereits lernen, dass man seine starken Gefühle auch innerhalb kurzer Zeit ausleben kann und viel negative Energie los werden kann. So konnte ich die Tage auch mehr genießen.

Antwort
von Kathy1601, 54

Er hilft dir öffne dich ihm gegenüber das hilft er wird dir zuhören und ihr werdet soviel wie es geht an dem Thema arbeiten aber wieviel du jedes mal erzählen möchtest ist und bleibt deine Entscheidung

Kommentar von Kathy1601 ,

Ich habe LRS

Antwort
von NEONBLAUPINK99, 35

Also bei mir war das so das ich gleich zu einer beratungsstelle für opfer sexueller gewalt gegangen bin und vielleicjt solltest du gezielt auch zu so einer therapeutin gehen da die sich besser mit dem thema auskennen

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