Frage von djNightgroove, 107

Wie mit rassistischen Äüßerungen von Freunden umgehen?

Es ist mir jetzt schon zum zweiten Mal passiert, dass ein Freund von mir beleidigt war, weil ich meine Meinung gesagt habe. Situation: er kam zu Besuch zu mir und erzählte direkt, dass er gelesen hatte, dass durch die Einwanderung von Asylanten das deutsche Volk geschwächt werden solle, und dass er die Argumantation logisch findet.

Ich habe ihm daraufhin gesagt, dass diese Theorie ja nur unter der Prämisse stimmen könnte, dass es Unterschiede zwischen den Völker gibt, sprich, dass diejenigen, die hierherkommen, "schwächer" sind bzw. dümmer oder minderwertig. Dem kann ich einfach nicht zustimmen. Denn genau solche Theorien wurden auch im 3. Reich verbreiten, da muss man nur Judentum durch Islam und Juden ducrh Muslime ersetzen. Ich dachte eigentlich auch, wir ären auf diesem Planeten schon mal soweit gewesen, dass alle Menschen gleich sind und es keine Herrenrasse sowie unterprivilegierte Rassen gibt.

Also habe ich ihm gesagt, dass ich erschrocken bin, dass er solche rassistischen Theorien wiedergibt und dem auch noch zustimmt. Da meinte er, ich verstehe nicht, was er sagen will und ist schließlich gegangen.

Allerdings habe ich sehr gut verstanden, was er gesagt hat. Es ist mir regelrecht unverständlich, wie jemand rassistische Äußerungen tätigen kann, aber steif und fest behauptet, er wäre ja nicht rassistisch und ich nur zu blöd zu verstehen, was er meint.

Auf FB tritt das Phänomen ja gehäuft auf, ständig rassistische Kommentare und Posts von irgendwelchen Leuten, die im nächsten Satz behaupten "Aber ich bin ja kein Rassist". Da kann ich das ja noch ignorieren, auch wenn mir dieses Verhalten langsam echt Angst macht. Bei Freunden kann ich meine Klappe aber nicht halten und ehrlich gesagt, fände ich das auch nicht richtig.

Ich habe versucht, ihm vernünftig zu erklären, warum ich einer solchen Theorie nicht zustimmen kann. Er wollte mich dennoch überzeugen. Ich habe auch den Eindruck, man kann sagen, was man will, da kommt nichts, aber auch rein gar nichts beim Gegenüber an. Ich bin am Überlegen, die Freundschaft erstmal auf Eis zu legen, denn ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll, wenn sich Menschen, die ich ja eigentlich mag, so äußern.

Selbst Leute mit ausländischen Wurzeln hetzen gegen Asylanten. Manchmal würde ich am liebsten zu denen sagen "Dann schmeißt euch doch erstmal selbst raus", weil ich so genervt bin.

Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Bitte keine Antworten, die mich von irgendeiner Rassentheorie überzeugen wollen, wie gesagt, da kann ich nicht mitgehn. Ich meine, wir wissen doch alle, wie das im letzten Jahrhundert geendet ist. Und trotzdem läuft hier jetzt der gleiche Mist wieder ab. Also meine Frage richtet sich vorwiegend an die Menschen, die ebenso wie ich erschrocken darüber sind, dass sich liebe Mitmenschen auf einmal in alles Fremde hassende Leute verwandeln, mit denen kein vernünftiges Gespräch mehr möglich ist.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von FrankCZa, 50

Also ich würde dann einfach aufhören zu diskutieren, hat ja meistens eh keinen Sinn bzw. macht es dann nur schlimmer weil die es nicht einsehen wollen dass ihre argumentation nicht stimmt sondern reine Hetze ist.

So Leute kenne ich auch zu genüge, das Problem ist halt wenns die eigenen Freunde/Bekannten sind, dann fragt man sich manchmal schon warum man was mit solchen Leuten zu tun hat aber naja...

Das einzige "Problem" das ich in der Einwanderung sehe ist halt dass aufgrund der kulturellen und sprachlichen Unterschiede es zu Missverständnissen kommen kann. Aber das sollte sich sich irgendwann legen, außer natürlich für diejenigen die sich strikt weigern sich anzupassen/deutsch zu lernen.. solche gibts natürlich auch.

Menschen suchen sich halt immer nen Sündenbock für ihre Probleme, früher warens die Juden heut sinds die Asylanten usw..

Kommentar von djNightgroove ,

Danke für deine Antwort. Ich versuche ja schon, diese Thema zu meiden, aber für viele andere scheint es im Moment kein anderes zu geben.

Kommentar von MickyFinn ,

Menschen suchen sich halt immer nen Sündenbock für ihre Probleme, früher warens die Juden heut sinds die Asylanten usw..

Falsch.. vorher war es die Flüchtlingskrise von 1989. Die Parallelen werden dort gestellt, weil diese sich eher vergleichen lassen. Recherchiere mal, wo gut die Integration geklappt hat. Selbstverständlich wird kaum hierzu ein Vergleich gestellt...

Weißt du überhaupt warum gern das 3. Reich verglichen wird, anstelle die Situation und die Integration der Menschen Ende der 80er Jahre? ...  Welcher dieser beiden Ereignisse, ist denn vergleichbarer zur heutigen Flüchtlingskrise ?

 

Kommentar von djNightgroove ,

Ich vergleiche mit dem 3. Reich, weil die Reaktion der meisten Bürger mehr dieser Zeit gleicht. Diese Hetzkampagnen, die gestartet werden. Kann mich nicht daran erinnern, dass 1989 sowas los war. Da haben sich die Leute gefreut, weil die Mauer gefallen ist. Da war ich allerdings auch noch ziemlich jung, aber so eine Ausländerhetze wie heute habe ich zu dieser Zeit nicht miterlebt.

Kommentar von FrankCZa ,

Mir geht es mehr darum dass sich Menschen PRINZIPIELL immer einen Sündenbock suchen.

Möglich dass es andere Ereignisse gab die mehr auf die heutige Situation passen, das will ich garnicht abstreiten.

Aber ich denke die Epoche der Weimarer Republik bzw. des 3. Reiches verdeutlicht diese Sündenbock-Mentalität am deutlichsten.

Ich will nicht sagen dass viele Menschen heutzutage potentielle Nazis sind, sondern einfach dass dieses "einen Schuldigen finden auf den man draufhauen kann" irgendwie fester Bestandteil der menschlichen Psyche geworden ist. Anstatt rational nachzudenken, wo das Problem denn wirklich liegt, wird dann nämlich meist aus einer emotionalen Reaktion heraus jemand passendes gefunden...

Wenns nicht die Juden sind dann sinds halt die Ostdeutschen, wenns die nicht sein dürfen nehmen wir halt Asylanten und so weiter und so fort. Das hört niemals auf wenn sich die Menschen nicht von Grund auf ändern.

Das ist auch kein "deutsches" Problem, sondern allgemein ein menschliches... sieht/sah man ja genauso in Amerika mit den hispanics etc. etc.


Aber selbst nachzudenken ist schwer und anstrengend, deshalb folgt man halt dem was gerade so Trend ist. Derzeit ist es wohl das Asylanten-"Problem"...

Antwort
von unpolished, 41

Bitte keine Antworten, die mich von irgendeiner Rassentheorie überzeugen wollen, wie gesagt, da kann ich nicht mitgehn. 

Damit schießt du dich doch schon selber ab, und es lohnt nicht dir irgendwas zu raten, oder allgemein mit dir zu diskutieren. 

Brich halt den Kontakt ab und fertig wenn es dich so sehr fertig bist, und du nicht in der Lage bist mit Menschen "befreundet" zu sein die eine andere Meinung haben. 

Es ist nämlich kein Problem dem anderen so was zu sagen wie "Ich mag dich, aber über das und das Thema möchte ich einfach nicht mit dir diskutieren". 

Kommentar von djNightgroove ,

Leider doch, weil eben viele Menschen gerade kein anderes Thema kennen. Schau doch mal bei FB rein, da gibt es Posts zu irgendwelchen anderen Themen und drunter schreibt jemand einen Kommentar "aber die Asylanten....", obwohl das rein gar nichts mit dem ursprünglichen Post zu tun hat. Ich respektiere durchaus auch, wenn jemand sagt, er glaubt an Rassentheorien, aber nur, wenn er nicht im gleichen Atemzug behauptet, er sein kein Rassist. Das widerspricht sich nämlich.

Kommentar von unpolished ,

Aha? Also ich lese sowas nie auf Facebook, obwohl ich mich dort mehrmals täglich herum treibe. Und ich würde mich selber sogar als "Rassisten" bezeichnen. Vielleicht habe ich dann einfach nur die richtigen "Freunde" die andere nicht mit belästigen. 

Kommentar von djNightgroove ,

Wenn du News abonnierst, findest du solche Kommentare ganz schnell.

Kommentar von unpolished ,

Dann habe ich wohl nicht die richtigen News abonniert. 

Antwort
von Elfi96, 58

Mit dir ist ja auch keine vernünftige Diskussion möglich, weil du deine Meinung  als die einzig wahre Meinung hinstellst. Wenn du dir die Mühe machen würdest und im Netz zB nach dem Intelligenzquotient der einzelnen Bevölkerungsgruppen suchen würdest, würdest du erkennen, dass dein Freund Recht hat. LG 

Kommentar von djNightgroove ,

Was genau hast du an dem Satz "Bitte keine Antworten, die mich von irgendeiner Rassentheorie überzeugen wollen" nicht verstanden? Bei solchen Antworten muss ich ja bald annehmen, dass die Deutschen dümmer als der Rest der Welt sind. Wie gesagt: Ich rede, aber ein Gummibaum würde wahrscheinlich mehr von meinen Worten verstehen als die angeblich vernunftbegabten Menschen.

Kommentar von Elfi96 ,

Was genau verstehst du an meiner Antwort  nicht? Ich poste nicht irgendwelchen  "Rassentheorien" sondern Tatsachen. Dass du dich diesen Tatsachen  nicht stellen willst, beweist, dass du derjenige bist, der wie ein Gummibaum reagiert. 

Kommentar von djNightgroove ,

Deine Antwort hat nichts mit meiner Frage zu tun und ich habe explizit darum gebeten, nicht wieder mit solchen Rassentheorien anzufangen. Glaub doch weiter daran, dass du zu einer "Herrenrasse" gehörst, aber poste das doch bitte wenigstens da, wo es zur Fragestellung passt. Ich wollte hier nicht ausdiskutieren, ob es tatsächlich minderwertige und höherwertige Rassen gibt, sondern einen einfachen Rat. Da geht deine Antwort komplett dran vorbei.

Antwort
von MaxMuller, 15

Hallo djNightgroove!

Kleiner Denkanstoß. Wenn du nicht bereit bist über deine Weltansicht zu diskutieren, sie auf dem Prüfstein der Betrachtung zu legen, wie kannst du dann erwarten das andere es wie selbstverständlich tun?

Woher nimmst du den absoluten glauben an die Richtigkeit deiner Überzeugung und sprichst ihm die seinige ab? Wieso bist du richtig und er falsch?

Was ist wenn du absolut falsch liegst in seinen Augen und er erschrocken ist das du für seine Argumente nicht zugänglich bist? Hast du daran schon mal gedacht?

Du verfolgst doch auch ein Dogma, etwas was man nicht antasten darf ohne reflexartige emotionalle Ablockreaktionen. Man darf es einfach nicht diskutieren woran du glaubst. Punkt. Alle sollen am besten glauben, was du glaubst was richtig ist und wer das nicht tut ist unvernünftig! 

Man kann es nämlich auch anders herum sehen. Bei dir kommen keinerlei Argumente an, egal was man auch sagt, es geht da rein und da raus und du bist für keine normale Diskussion zu haben. Das sagst du ja selbst ala "Ich will es nicht diskutieren".

Da kann man auch Angst bekommen, wenn man bedenkt das du noch ignoranter sein könntest, als dein Gegenüber.

MfG Müller

Kommentar von djNightgroove ,

Ich habe nie etwas von richtig und falsch erwähnt, sondern von rassistisch. Klar kann jemand der Meinung sein, eine rassistische Theorie sei richtig, aber zu sagen, eine rassistische Theorie sei nicht rassistisch und mich davon unter allen Umständen überzeugen wollen, da möchte ich doch wenigstens das Recht haben, meine Argumente darzulegen. Wie man aber auch an deiner Antwort sieht, wird mir dieses Recht abgesprochen. Ich habe nie jemandem etwas abgesprochen. Wenn mir jemand sagt, ich bin Rassist und stehe dazu, dann ist es ok. Meine Frage war, wie mit solchen Leuten umgehen, denn die reagieren wie du: sie fangen an, einen zu beleidigen, bezeichnen einen als dumm und ignorant, nur weil man sich nicht auf diese rassistische Hetze einlassen möchte. Ich bin derjenige, der es immer wieder mit vernünftigen Argumenten versucht, während auf mich dann solche Beschimpfungen einprasseln.

Antwort
von sonders, 20

Moin. WatkümtDatkümt.( Was kommt, das kommt).  In diesem Sinne sonders

Antwort
von VincentReifsch, 56

Schick ihn zur Afd oder pegida-aufrufen. So kann er sich ein wenig abreagieren. Vielleicht ändert er sich dadurch seine Meinung.

Kommentar von djNightgroove ,

Und wenn sich seine Meinung dadurch noch verstärkt?

Kommentar von cooper1810 ,

Dann ist er auf dem richtigen Weg

Kommentar von VincentReifsch ,

hahahaha genau

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