Frage von IhaveAquestI, 107

Wie mit einer Frau umgehen die Depressionen hat und jegliche Art von Hilfe abgelehnt hat?

Hey,

Ich erläutere mal den genauen Sachverhalt.

Meine Partnerin und ich, sind im diesem Jahr im April nach einer Komplikation in der Schwangerschaft nach 6 Monaten schon Eltern geworden (Sie 22/ Er 27)

Die kleine Püppi hat von 820gr und 35cm Körperlänge alles zum Glück sehr gut überstanden.

Die Komplikation war eine Schwanerschaftsvergiftung.

Jedenfalls zeichnete sich nach ca 3 Monaten auf der Frühgeborenen Station ab das mit meiner Partnerin etwas immer noch nicht stimmt.

Eckdaten dazu Sie war vor der Geburt ca 55kg bei 167.

Seit wir nun aber seit 3 Monaten alle 3 zuhause sind und man eigentlich die Zeit glücklich verbringen sollte und dankbar dafür sein kann das mit der kleinen nichts ist, hat meine Partnerin extreme Stimmungsschwankungen und leider sind diese immer von bereits Negativ ins unerträgliche.

Unser Familien und Bekannten sowie Freundeskreis wissen keinen Rat mehr sie dachten erst alle das ich Spinne bis ich ein Video aufnahm wie sie aus einen kleinen Vorfall (Tasse kippte um) das Komplette neue Esszimmer auseinander nahm! Die Pfanne in den Fernseher schmiss und brüllte, hinzu kommt das Sie nur noch am Essen ist (ca.6 Tafeln Schokoladen pro Tag, Eine Packung Pommes jeden Tag etc.

Da ich arbeiten bin versuchte ich es mit Hilfe über die Hebamme diese sagte sie müsse sich alleine Einweisen

Diese Einweisung lehnte Sie strickt ab!

Die Frage an Euch nun, wer kennt solch Fall aus seinem Umkreis oder weiß einen Rat den mittlerweile wiegt sie mehr als ich und zieht meine Sachen nur noch an die nun auch schon ausgeleiert sind.

Antwort
von TheTrueSherlock, 31

Das ist schwer und ich kenne mich mit dem Schwangerschaftsszenario nicht aus. Allerdings laut deiner Wortwahl kannst du deine Partnerin nicht wirklich verstehen:

- "bereits ins Negative und erträgliche"
- in den Tags "Macken"
- "statt dass man glücklich sein sollte, dass mit der Kleinen nichts ist"

Eine Krankheit wie Depression ist keine Macke, sondern eine anerkannte schwerwiegende psychische Störung!

Ihre Gefühlsschwankungen hängen sehr mit dee Schwangerschaft zusammen.. was hätte passieren können, wenn es nicht gut ausgegangen wäre? Tod vom Kind ist klar, aber hätte sie auch noch i-was bekommen können?

Es gibt eine Wochenbettdepression.. eventuell ist es das. Suche mal nach Selbsthilfegruppen zum Thema oder google mal, was man in dem Fall machen kann. (Kann sie denn das Kind lieben / Liebe zeigen?)

Der fast-Verlust von einem Kind kann auch traumatisierend sein (könnte ich mir vorstellen).

Frage auch mal den für deine Partnerin zuständigen (Frauen-)Arzt, was du machen könntest.

Versuche sie sanft zu einer Hilfemaßnahme zu überreden und gehe mit ihr dort hin. Sage sanft "Komm Schatz, wir schauen uns das einfach mal an. Wir können immer noch gehen, wenn es doof ist."

Ich hoffe es wird besser! Allea Hute und viel Kraft!

Kommentar von Rockige ,

Klar, man fragt sich ständig "Bin ich schuld an der Präeklampsie? Hab ich in meinem Leben irgendwas gemacht oder unterlassen so das mein Körper dies entwickelte? Die Unfähigkeit meines Körpers ist daran schuld das es meinem Kind so geht!..." Nicht zu vergessen die Sorgen die man sich macht, all die Ungewissheit ob das Kind sich mit der Zeit "normal" entwickelt, ob irgendwas zurückbleibt an Schädigung, ob das Defizit (das sich erst noch klar herausstellen wird im Laufe der ersten Lebensjahre) sich auswächst mit Hilfe von Therapien.

Dann noch der "plötzliche Verlust" der Schwangerschaft. Durch den geplanten Kaiserschnitt um Mutter und Kind zu retten... Und wenn die Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie/ Gestose) stark ausgeprägt war, dann hat das auch wieder Auswirkungen auf das typische "Mama sein" nach dem das Würmchen auf der Welt ist. Stillen ist da unter Umständen nicht drin oder nicht lange drin. Diese Erfahrung fällt also möglicherweise weg.

Wenn dann noch das soziale Umfeld regelrecht erwartet das man - sobald der Bauchschnitt halbwegs verheilt ist - wieder absolut "normal" funktioniert rund um die Uhr... dann schlaucht das zusätzlich enorm.

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Ja, das wollte ich ausdrücken ^^

Antwort
von reginarumbach, 22

kümmere dich um eine familientherapie. rede in ruhigem ton mit deiner frau und erkläre ihr, dass du am ende bist und angst um euer kind und sie hast. (es ist tatsächlich schlimm, egal was sie hat, euer kind sollte da nicht länger beiwohnen müssen. das kann sich sonst wirklich sehr schädigend auswirken.) nimm dein kind und ziehe übergangsweise zu deinen eltern oder zu freunden. sie muss einsicht in ihre bestehenden probleme zeigen, sonst ist ein weiteres zusammenleben nicht nur unangenehm, sondern gefährlich für euer kind. das geht gar nicht. da kannst du jederzeit das jugendamt einschalten, da steht kindeswohlgefährdung im raum.

evtl. reagiert sie darauf mit einer noch heftigeren eskalation, dann kannst du aber einen richterlichen beschluss erwirken, da fremd- und eigengefährdung gegeben ist, da muss die psychiatrie aufnehmen. und ja, das wird definitiv sehr unangenehm werden. womöglich braucht sie medikamente, aber... euer baby ist und bleibt der mensch, der am meisten geschützt werden muss. ganz einfach. schau da nicht weiter zu, sondern zieh die notbremse.

Antwort
von Rockige, 10

Ich wär ausgerastet wenn mir einer mit "Einweisung" angekommen wäre in der schweren Zeit nach der Präeklampsie und zwangsläufigen Frühgeburt des Kindes. All die Sorgen und der Stress, dazu der Kampf des eigenen Körpers wieder gesund zu werden (das braucht eine lange Zeit).

Selbsthilfegruppe für Frühcheneltern ... (nur so als Stichwort). Beim SPZ könnte sie ihr Problem ansprechen, aber nur sie - sie hat eine eigene Stimme und braucht keinen Vormund.

Nicht jeder steckt eine Präeklampsie und damit verbundene Frühgeburt "einfach so" weg. Eigentlich niemand. Nur, manche Frau kann damit besser umgehen oder es anders kompensieren für eine Weile.

Kommentar von IhaveAquestI ,

Ich habe mir meinen Text nochmal durchgelesen und er wirkt ab und an sehr verwirrend an manchen stellen.

Sie hatte jegliche Art von Hilfe im Krankenhaus bekommen! Da unsere kleine wie gesagt 3 Monate auf der frühchen Station lag bekam meine Partnerin ein elternzimmer da wir von außerhalb kamen.

Im Krankenhaus sollte sie von den Ärzten aus an jeglichen angeboten teilnehmen, diese Angebote nahm sie nicht an! Ich muss dazu sagen zum Anfang sehr verständlich wir haben beide gelitten! Nach aber 2 Monaten als wir natürlich aus dem schwierigsten raus waren und die kleine alles mit Bravour bestanden hatte fingen im letzten Monat des Aufenthaltes die Probleme an!

Wie gesagt jegliche Hilfe sei es durch Hebammen oder Ärzte sowie Vertrauenspersonen etc. wurden von heut auf gleich im Leben von ihr erstickt!

Dabei war alles gut! Jedenfalls hatte es den Anschein!

Die Probleme fingen an mit der übermäßigen Sättigung ihrer Gelüste

Antwort
von emily2001, 32

Hallo,

es könnte sein, daß deine Freundin unter einer Postnatale Störung leidet. Sie müßte zum Arzt gehen, es müßte eine Blutentnahme erfolgen, so daß man anhand der Blut- und Hormonwerten (auch die Schilddrüse bitte) sehen kann, was ihr fehlt.

Ansonsten, wenn alles gesundheitlich normal ist, bleibt nur die Zwangseinweisung in eine gute psychiatrische Klinik...

Alles Gute, ich wünsche dir viel Ausdauer und Kraft! Paß auf, daß das Kind nicht vom Jugendamt in eine Pflegefamilie gesteckt wird, also muß die Versorgung der Kleinen gesichert sein, sollte die Mutter in Behandlung gehen müssen!

Es könnte auch sein, daß deine Partnerin latent schon "borderline" war, und daß die Schwangerschaft und die Entbindung eine richtige Krise ausgelöst hat...

Emmy

Antwort
von Altersweise, 13

Ich kenne diesen Fall nicht aus persönlicher Erfahrung, aber das, was du erzählst, klingt nach einer schweren Wochenbettdepression. Hier würde auch ich eine stationäre Behandlung empfehlen, was aber nur geht, wenn du dich in der Zeit um das Kind kümmern kannst; das will und kann sie natürlich auf keinen Fall alleine lassen.

Versuch mit deinem Arbeitgeber und mit der Krankenkasse abzuklären, wie das mit deinem Verdienstausfall während dieser Zeit aussieht und bereite dich darauf vor, dass du intensive Vaterpflichten übernehmen musst. Versuch eventuell auch, die Großeltern oder erfahrene Freunde mit ins Boot zu nehmen.

Vieleicht macht ja das dann deiner Partnerin klar, dass sie sich ohne Stress um ihre eigene Gesundheit kümmern kann.

Ich wünsche dir viel Karft, die du auch brauchen wirst.

Antwort
von cloudwater, 28

Hallo.

Gratulation zum Kind.

Die Probleme hören sich nach einer postnatale Depression an. Wendet Euch bitte an einen Arzt.

Alles Gute.

Kommentar von IhaveAquestI ,

Diesen Weg wollte ich gehen, bzw unter einem Vorwand kam sie mit zu einem dort angekommen sprach sie ganz anders!!!

Der Arzt war der Meinung es sei alles Gut!

Ich Zweifel mittlerweile an mir

Kommentar von cloudwater ,

Deine Freundin muß, in den normalen Phasen, erkennen, dass es so nicht geht.

Es ist gefährlich für Euer Baby. Wenn Sie das nicht erkennt - wüsste ich keinen anderen Rat als, dass Euer Baby vorübergehend woanders hin muß.

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