Frage von BlondeSusi81, 39

Wie mit deppressiven Menschen umgehen?

Hallo, ich mache seit drei Wochen eine Weiterbildung. In meiner Klasse ist eine Frau die deppressiv ist. Seit dieser Woche fängt Sie noch mehr an zu klammern, d.h. sie fängt an die Körpernähe zu suchen. Aber erst mal von vorne: Das "schwache Wesen" habe ich in ihr vom ersten Tag an angesehen, doch mit der Zeit hat sich bestätigt, dass man bei ihr Gefahr läuft, dass man bei ihr aufpassen muss, dass sie einem die Energie nicht nimmt. Wir haben beide keine Kinder und wohnen nicht weit auseinander, so kam es, dass sie immer mit mir zusammen nachhause gehen will. Sie bezeichnet sich selber als sehr chaotisch, ich sehe es mehr als unselbständig. Letzte Woche hat sie ihre Bewunderung ausgesprochen, dass ich es schaffe morgens früh aufzustehen - duschen & die Haare neu legen - frühstücken - mein essen für die schule zu schneiden - fertig machen - und pünktlich vor ihr in der Schule zu sein. Letzte Woche Freitag hat eine andere Mitschülerin (sie war unsere dritte) etwas Kritik an ihr ausgelassen, dass sie etwas mehr aus sich herauskommen soll, seit dem hat sie gegenüber der anderen sich verändert, und klammert noch mehr an mir, und fängt seit dieser Woche ständig mit Umarmungen an, und ehrlich gesagt, ist mir das zu eng. Sie hat mir beim nachhause Weg mal erzählt, dass sie von anderen Menschen enttäuscht worden ist, oder diese Woche hat sie erzählt, dass sie sieben Jahre mit einem Mann verheiratet war der Ende 2014 eine Krebsdiagnose bekam, Chemotherapie hat, Monate später sich von ihr trennte und sie zog acht Monate nach der Diagnose aus. Warum er sich getrennt hat, hat sie nicht gesagt, angeblich weiß sie es selber von ihm nicht genau. Ich kann mir vorstellen, dass es vielleicht wegen ihres labilen und deppressiven Wesens ist, wenn sie damals schon mehr oder weniger deppressiv war. Das ist jetzt ein Jahr her, und sie hat immernoch mit ihm Kontakt. Unbewußt sucht sie Hilfe von Leuten und klammert. Auch mit dem Stoff tut sie sich schwer. Auch "unsere dritte" hat mich schon gewarnt, dass ich auf mich aufpassen soll, dass ich mich zu verausgabe bei ihr, da ich ihr schon in der zweiten Woch Nachhilfeunterricht gegeben habe. Wie komme ich aus den Umarmungen raus. Kennt sich jemand mit solchen Menschen aus?

Danke im voraus für Eure Antworten. VG

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Antwort
von Seanna, 3

Wer hat die Depression diagnostiziert und wie sieht die Behandlung und das professionelle Umfeld aus?

Das ist wesentlich um ggf darauf zu verweisen oder ihr zu helfen ein solches zu schaffen - denn DA gehören diese Bedürfnisse hin. Und zwar professionell bearbeitet, nicht ausgelebt, denn Ärzte und Helfer sind auch nicht dazu da, das zu geben, was man eigener Meinung nach als Kind zu wenig bekam, sondern den Umgang damit zu erlernen und Wege zu finden, sich das selbst zu geben statt seine Mitmenschen auszusaugen und somit Freundschaften zu ruinieren!

Mag am Anfang schwer sein, hilft ihr langfristig aber um ein Vielfaches mehr als "für sie da zu sein", Profis "ersetzen" zu wollen oder gar als Laie tätig zu werden.

Antwort
von RheumaBaer, 18

Ich würde ihr sagen,wenn das möglich ist,daß auch Du nicht die Person bist,die sie aus ihrer Lage befreien wird und kann,und das dies nur ein Profi schafft. Denn das Problem liegt in ihr und ist durch "externe Liebe" niemals aufzufüllen,nur durch ihre eigene Akzeptanz. Sag ihr,daß der Mann ging,kann auch durchaus daran liegen,daß eine Chemo Menschen in der Persönlichkeit verändern kann,so daß sie sich ändern. Setze die Grenze freundlich,zeig ihr,daß Du sie verstehst-aber Du kennst die Geschichte im Meer-Ein Ertrinkender kann in seiner Panik einen Helfenden mit in den Tod ziehen.. Wenn es nicht fruchtet,musst Du entschieden bleiben-und konsequent. Arbeite im Krankenhaus und bin selbst depressiv,ich kenne all das.
Und noch ein PS:"Deppressiv" mit Doppel P ist irgendwie der Hit-zwei Diagnosen in einer,verzeih,bin wie gesagt selber DingDong,musste darüber richtig lachen,merke ich mir!
Viel Erfolg!! :)

Antwort
von Loveschocolate, 18

Sag einfach dass du genrell keine körperliche Nähe magst, am besten irgendwas sagen, was nur dich persönlich betrifft, was du generell nicht magst. Das verletzt am wenigsten, weil sich das so gut wie gar nicht persönlich beleigend auffassen lässt.

Dann einfach oftmals nachmittags noch zu Freunden gehen oder so, sodass ihr nicht zsm nach Hause müsst.

Und versuch sie, gerade wo sie dich so mag, sie dazu zu bringen, eine Therapie zu machen .

Antwort
von TheTrueSherlock, 14

Das mit den Klammern kann ich verstehen.. Sie hat ihr ganzes Leben lang Menschen gesucht, die sie auch lieben und das zeigen. Auf einmal kommst du daher, redest mir ihr und hilfst ihr. Da ist es nur verständlich, dass sie andauernd bei dir sein will.

Das mit den Umarmungen: Sage klipp und klar, aber dennoch etwas einfühlsam, dass du das nicht möchtest. Du willst für sie da sein, aber das mit den Umarmungen wird dir zu viel.

Antwort
von oxygenium, 24

so einen Klammeraffen bin ich gerade los geworden und das war meine Nachbarin.

Ewig hing die mir am Hals(durch dauerhaft Umarmung und Dankbarkeit) und heulte bei jeder Kleinigkeit los.

Da ich gerne helfe und auch bereit bin ein Maß davon zur Verfügung zu stellen,hat sie das total ausgenutzt und dann hatte ich sie an der Backe und wurde sie nicht mehr los.Das ging an meine persönliche Substanz und sie wurde immer fordernder und hat das nicht verstanden Abstand von mir zu nehmen.

Ich habe ihr dann ganz direkt Grenze gesetzt und auch freundlich gesagt das sie sich bitte etwas zurück nehmen möchte,wenn wir gute Nachbarn bleiben wollen.

Jetzt ist sie beleidigt und hat die Türe zu und schmollt hinterm Gummibaum.Mir jetzt auch egal,denn das ging ja nun mal überhaupt nicht.

Hilfsbereitschaft und Mitgefühl darf sich nie negativ auf das eigene Leben auswirken,denn dann sind es Energievampire,die einen psychisch aussaugen.

Vielleicht konnte ich helfen?

Kommentar von Helmialina ,

Sorry.....hat jetzt nix mit dem Thema zu tun......Aber "Schmollt hinterm Gummibaum " ich lach mich sooo weg gerade😂😂😂😂der is gut🖒🖒🖒.....Werde ich in Zukunft zu meinem Mann sagen....Ich lach mich wech 

Kommentar von oxygenium ,

;-)

Antwort
von scharrvogel, 1

erkläre ihr, dass dir die körpernähe nicht unangenehm ist und sie das unterlassen soll. sage ihr ganz klar dass sie dir mit ihrem dummen verhalten auf den kranz geht und sie sich wie ein normaler erwachsner verhalen soll oder eben abdackeln möchte.

depressive sind keine klammeraffen und verhalten sich nicht wie idioten.

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