Frage von Powergirl2222, 197

Wie meditieren Christen? Wie meditiert man allgemein?

Ich glaube an das Christentum, bin aber noch nicht getauft worden. Ich möchte gerne meditieren/meditieren lernen. Ich weiß aber leider nicht wie das geht und wie man meditiert, am besten wäre es mir wenn ihr mir erklärt, wie man christlich meditiert. Ich habe kein Geld um meditieren irgendwie zu lernen also… Ich möchte kostenlos christlich meditieren lernen. Meine Mama hält nichts davon doch ich will es machen. Wie geht das und wo kann ich es am besten kostenlos lernen?

Antwort
von Andrastor, 128

Meditation ist im Grunde nur zu Ruhe kommen. Der Urgedanke der Meditation war auch schon immer sich einfach nur zu entspannen, körperlich wie geistig.

Sprich eine bequeme Haltung einnehmen, Augen schließen und versuchen an nichts zu denken. Dazu wurden oft Mantras, gebetsartige Wortfolgen benutzt, da das wiederholen solcher Wortfolgen beruhigend auf uns Menschen wirkt.

Was durch Meditation aber nicht möglich ist, sind Dinge wie schweben, oder den Körper zu verlassen, wie oft behauptet wird.

Antwort
von 1988Ritter, 97

Die Meditation ist einfach nur die innere und äußerliche Ruhe bei sich selbst. Du kannst z.B. prima meditieren, wenn Du in die örtliche Kirche gehst, natürlich nicht während des Gottesdienstes, und Dich dort zur inneren Sammlung auf eine Kirchenbank setzt. Einfach nur mal ein halbes Stündchen sitzen, und nichts machen.

Übrigens würde ich Dir empfehlen, Dich nach einer kirchlichen Jugendgruppe zu erkundigen. Je nach Konfessionen gibt es unterschiedliche Angebote. Auch in Deiner Stadt wird es da was geben.

Antwort
von FooBar1, 119

Es geht beim meditieren nicht um christlich sein. Wichtig ist, dass du dir ungestört Zeit für dich nimmst. Handy aus, Zimmertür zu. Bequeme lage einnehmen in der du nicht zu leicht einschläfst. also besser sitzen als liegen. und dann einfach den kopf frei machen. Versuchen an nichts zu denken. Das ist für den Anfang ziemlich schwierig. Dir werden hunderte gedanken im kopf rumschwirren und es wird die ersten male nicht so gut klappen. Aber wie bei allem macht es die übung. einfach immer wieder probieren. Musik kann dir beim entspannen helfen. Da findest du genug auf youtube für.

Antwort
von newcomer, 106

wenn du am Besten in einem ruhigen Raum bist sprich mit Gott was dich bedrückt und wo er dir helfen kann.

Kommentar von Powergirl2222 ,

Das mache ich ja schon immer. Aber ist das schon Meditation?

Kommentar von FooBar1 ,

Das ist die Definition von beten.

Antwort
von Anthropos, 65

Wo kann man meditieren lernen? Im Kloster!!! Geh einfach zu einem Mönch, der wird dir alles erklären.

Antwort
von nowka20, 45

Die Methoden, die angewendet werden, um wirklich in uns selbst - denn dieses geistige Experiment der geistigen Chemie können wir nur in uns selbst anstellen -, um das Geistig-Seelische in uns selbst von dem Physisch-Leiblichen zu scheiden, werden technisch bezeichnet als Konzentration und Meditation.

---Diese Meditation, diese Konzentration, sie sind nicht irgendwelche wunderbare geistige Verrichtungen. Sie sind nur aufs höchste gesteigerte geistige Verrichtungen, die auch in ihren niederen elementaren Graden im gewöhnlichen Leben vorkommen.

---Meditation ist eine ins Unbegrenzte gesteigerte Hingabe der Seele, wie wir sie etwa erleben in den schönsten Empfindungen des religiösen Lebens,...

(aus GA 154: aus dem Vortrag vom 05.26.1914 von Dr. Rudolf Steiner)

Antwort
von hertajess, 47

Dann lerne den Rosenkranz. Und die Lieder von Taizé. 

Den Rosenkranz findest Du sicher online erklärt. Nach altem Brauch wird er zur Großen Fastenzeit mehrmals täglich viele Male hintereinander gebetet. Als Große Fastenzeit habe ich noch die Fastenzeit vor Ostern kennen gelernt. In diesen sechs Wochen wird der Rosenkranz mehrmals täglich rituell vorgeschrieben gebetet. 

Lieder aus Taizé findest Du gewiss auf youtube. Ihre Kraft erschließt sich nach meiner Erfahrung vor allen Dingen in Gemeinschaft. Schaue Dich vor Ort um ob diese Form des Gebetes angeboten wird. 

Ansonsten ist Glaube ohne Taten leeres Geschwätz. 

Antwort
von chrisbyrd, 42

Christliche Meditation, falls man diesen Begriff verwenden möchte, ist im Gegensatz zur fernöstlichen Meditation auf keinen Fall gegenstandslos und hat auch nicht wie diese zum Ziel, sich innerlich zu leeren und den Verstand auszuschalten. Auch geht es nicht um ungewöhnliche Sitzpositionen, Kommunikation mit der Geisterwelt oder ähnliche Praktiken.

Christlicher Meditation ist inhaltlich. Es geht um bestimmte Fragen, Bibelverse, Gebet (= ein Gespräch mit Gott, mit dem man wie mit einem Vater oder Freund ganz frei reden kann) usw.

Folgend ein Auszug aus einem Artikel von Gotquestions zur Frage "Was ist christliche Meditation":

"Die christliche Meditation hat nichts mit Praktiken, die in fernöstlicher Mystik begründet liegen, zu tun. Solche Praktiken beinhalten Transzendentale Meditation und viele andere Formen, die kontemplative Gebetsweise genannt werden. Diese Formen haben in ihrem Ursprung die gefährliche Voraussetzung, dass wir „Gottes Stimme hören müssen“, nicht durch Sein Wort, sondern durch die persönliche Offenbarung durch Meditation.

Christen dürfen nicht Gottes Wort vernachlässigen, „denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt (2. Timotheus 3,16-17).“ Wenn die Bibel ausreicht, um uns mit allem auszurüsten, was wir für unsere tägliche Arbeit brauchen, wie können wir glauben, dass wir eine mystische Erfahrung suchen müssen zusätzlich oder an Stelle zur Bibel?

Christliche Meditation muss ausschließlich auf dem Wort Gottes geschehen und was es hierdurch über Gott offenbart. David hat das so empfunden als er schrieb: „Wohl dem, der ….hat Lust am Gesetz des Herrn und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!“ (Psalm 1,2). Wahre christliche Meditation ist ein aktiver Gedankenprozess bei dem wir uns dem Studium des Wortes hingeben, darüber beten und Gott bitten, dass uns der Heilige Geist Weisheit und Verständnis gibt. Dann setzen wir diese Wahrheit in die Praxis um, verpflichten uns selbst zu der Heiligen Schrift als Regel für unser Leben und führen es so in unserem Alltag aus. Das führt zu geistigem Wachstum und Erfahrung in den Dingen Gottes, so wie es uns der Heilige Geist lehrt."

Antwort
von JuengerJesu, 55

Ein gespräch mit gott zu starten. einfach mal zu gott beten. Ich bete auch öfters am tag zu gott und danke ihm für alles und erzähl ihm auch meine probleme

Antwort
von hummel3, 53

Meditation, als spirituelle Beschäftigung im Sinne des Buddhismus und Hinduismus gehört für Christen nicht zum Glaubensleben. - Nirgendwo liefert die Bibel als Grundlage für Christen dazu einen Anhaltspunkt.

Am ehesten vergleichbar ist noch die Aufforderung oder  Empfehlung, sich "in der Stille" auf Gott zu besinnen, um so vom Tagesgeschehen Abstand zu gewinnen und dabei den Einstieg ins Gebet, in das Zwiegespräch mit Gott  zu finden, darüber wofür man Gott jeweils loben, danken und bitten will.

Christen verbinden das häufig mit der sogenannten täglichen "stillen Zeit", in welcher sie im "Wort Gottes", der Bibel lesen und dabei ihre Gedanken mit Gott austauschen.

Also folge deiner Mama und vergiss' ganz schnell solche spirituellen, asiatischen "Modeerscheinungen".

Kommentar von JTKirk2000 ,

Diese asiatische "Modeerscheinung" ist im Fall des Buddhismus offenbar seit dem 6. oder 5. Jahrhundert nach Christus dokumentiert. Das was die römisch katholische Kirche aus dem gemacht hat, was man als Christentum bezeichnen könnte, obwohl ich eher dazu tendiere, das als Christentum zu bezeichnen, was Christus seinen Jüngern beigebracht hat, begann ebenfalls erst im 5 Jahrhundert nach Christus. Wenn also der Buddhismus eine Modeerscheinung ist, dann ist es mit der römisch-katholischen Kirche so ziemlich dasselbe.

Kommentar von hummel3 ,

Noch ein Tipp! - Die Voraussetzung und das wichtigste im Leben eines Christen ist der Glaube an das Evangelium von Jesus Christus, denn weder die Taufe, noch die Meditation machen einen Menschen zum Christen. Ich finde auch darüber solltest du nachdenken.

LG hummel3

Kommentar von JTKirk2000 ,

Glaube ohne Werke ist tot ( http://www.bibleserver.com/text/EU/Jakobus2,14-26 ) und selbst die besten Werke ohne die Liebe sind nutzlos ( http://www.bibleserver.com/text/EU/1.Korinther13,1-3 ). Wer nicht zu vergeben bereit ist, hat auch keine Vergebung zu erwarten ( http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus18,23-35 ) und wer dem vermeintlich Geringsten nicht in der Not hilft, dem wird auch Gott nicht helfen ( http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus25,31-46 ). Kannst Du gern nachlesen. Glaube allein bewirkt also gar nichts.

Kommentar von hummel3 ,

@JTKirk2000

Dein Kommentar mag zwar für Nichtchristen bzw. Unwissende durchaus sinnvoll sein.

Mir jedoch ist durchaus bewusst, dass "Glaube ohne Werke tot ist". - Ich habe auch in meiner Antwort nichts Gegenteiliges gesagt und verdiene deshalb keine Korrekur oder Kritik.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Ich sehe nicht, dass ich eine Kritik geschrieben hätte, sondern eher eine Ergänzung. Schließlich habe ich mit keinem Wort Deine Antwort angegriffen oder etwas von einer Korrektur oder Kritik geschrieben.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Als eine Ergänzung zu meinem letzten Kommentar wäre zu erwähnen, dass ich schon das Wort "Modeerscheinung" in Frage gestellt habe, aber anhand der Herkunft dessen, was wir als Buddhismus kennen, und dessen, was wir als Christentum verstehen, sehe ich diese Korrektur, wie im entsprechenden Kommentar zu erkennen ist, als durchaus angebracht, da das moderne Christentum - in Hinsicht auf die römisch-katholische Kirche - und der Buddhismus in etwa gleich alt sind.

In Hinsicht auf die erwähnten Schriftstellen in meinem dahingehend vorangegangenen Kommentar sehe ich aber nicht, wo ich eine Kritik oder auch nur eine Korrektur geschrieben hätte, sondern tatsächlich nur eine Ergänzung. Wenn das jemand anders sieht, dann ist das ein Resultat seiner Interpretation, aber nicht dessen, was ich geschrieben habe.

Kommentar von hummel3 ,

@JTKirk2000

...... Kannst Du gern nachlesen. Glaube allein bewirkt also gar nichts.

Diese beiden Sätzen aus deinem Vorkommentar waren es, welche ich als Kritik zu meinem Kommentar verstanden habe. Wenn es nicht so gemeint war, sondern nur eine Ergänzung sein sollte, um so besser! -

Eine etwas weniger "belehrende" Formulierung hätte dies "meinem Verständnis nach" allerdings besser zum Ausdruck bringen können.

G. hummel3

Kommentar von JTKirk2000 ,

Vielen Dank für den Hinweis. Leider ist es aber so, dass eine etwas weniger "bekehrende" Formulierung bei manch einem hier gar nichts bewirkt und dies daher oft zu der "Zwei-Ohr-Technik" führt, also dass eine Botschaft quasi durch das eine Ohr rein, und durch das andere gleich wieder raus geht, ohne dass dabei irgend etwas bewirkt worden wäre.

Nichts desto trotz ändert es nichts daran, dass ich Dir nicht auf die Füße treten wollte, sondern nur eine Ergänzung anmerken wollte, insbesondere dahingehend, dass dem Fragesteller dadurch besser geholfen sei.

Kommentar von Viktor1 ,

Was du schreibst ist schon richtig - nur rennst du hier (auch bei Hummel3) offene Türen ein.
Der Glaube, den Jesus "fordert", an ihn, ist sehr wohl der Glaube an seine Botschaft in dem Sinne, daß der Mensch durch deren Befolgung das Heil erlangt. Was du gebracht hast ist inhaltlich diese Botschaft.
Möglicherweise hat Hummel3 dies unklar rüber gebracht. Viel Bibelgläubige, auch hier auf der Plattform, forcieren ja Glauben pur bzw. Schriften der Bibel. Dem ist natürlich entgegen zu halten - für Christen.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Ich sehe schon noch einen Unterschied zwischen dem Glauben an Gott und (eventuell auch) Jesus Christus, und ein Leben nach entsprechenden Werten. Es gibt Leute, die nach diesen Werten leben, ohne entsprechend an Gott zu glauben (sie würden diese Werte vielleicht nur anders bezeichnen), es gibt Leute die glauben an Gott und Jesus Christus (oder geben vor, daran  zu glauben) und dennoch leben sie nicht nach den entsprechenden Werten, und dann gibt es die anderen beiden Extreme, dass Menschen weder an Gott glauben noch entsprechend positive Werte leben oder jene, die sowohl an Gott glauben, als auch entsprechend diesem Glauben leben. Eine Selbstverständlichkeit gibt es dahingehend wohl eher nicht in dem Sinne, dass jemand, der an Gott glaubt, deshalb auch gleich nach entsprechenden Werten lebt. Eben darin sah ich durchaus den Sinn meiner Ergänzung durch diese Schriftstellen, denn wenn jemand meint, dass Meditation etwas mit dem Christentum zu tun habe, ist eine solche Erwähnung durchaus der Rede wert.

Kommentar von hummel3 ,

Und dennoch scheinst du mich gerne "verbessern" zu wollen.

Mir ging es mit dem Begriff "Modeerscheinung" allein darum hervorzuheben, dass Meditation bei uns in Europa erst eine Rolle spielt, seit auch der Buddhismus seinen Einzug gehalten hat und nicht etwa darum, den Buddhismus und mit ihm seine Meditationstradition als "neue Religion darzustellen.

Weder die Entstehungszeit des Buddhismus, noch des Katholizismus dürften wohl für eine "jugendliche Fragestellerin" mit ihrem Anliegen dabei eine tragende Rolle spielen.

Meiner Meinung nach greifst du also auch bei diesem Vergleich viel zu weit. Aber das ist nur meine Ansicht, welche du möglicherweise auch wieder für kritikfähig halten wirst.

Ich werde nun bei dieser Frage/Antwort nicht weiter auf mögliche Folgekommentare eingehen, damit wir beide nicht, wie Kinder, von der Allgemeinheit der bloßen "Rechthaberei" bezichtigt werden. Das ist unsere Meinungsverschiedenheit nicht wert.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Und dennoch scheinst du mich gerne "verbessern" zu wollen.

Wie Du meinst. In dieser Hinsicht gibt es sowieso keine Möglichkeit, diese Unterhaltung fortzusetzen, ohne dass Du darin wieder eine Bestätigung für Deine zumindest angedeutete Unterstellung herausholen würdest, ob ich das nun so gemeint hätte, oder nicht.

Antwort
von Otori, 32

Seit wann meditieren Christen?
Naja jeder soll an das glauben, was er will hab nix gegen Religionen aber hört bitte auf diese zu vermischen!
Meditation kommt aus den Buddhismus.
Als nächstes glaubst du noch am Reinkarnation.
Zur Info vorweg; Christen werden nicht wiedergeboren. Diese würde ihren Glauben wiedersprechen. Christen kommen ins Paradies.

Kommentar von Powergirl2222 ,

Ja, ich weiß. Ich glaube auch nicht an die Wiedergeburt. Ich finde Meditieren hat nichts mit dem Glauben zu tun. Die Meditation wird auch im Buddhismus verwendet ja. Ich meditiere um zu entspannen.

Kommentar von Kristall08 ,

Was unterscheidet einen Rosenkranz von einem Mantra? ;)

Antwort
von laePanda, 48

Meditation hat nichts mit Christentum zu tuen.

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