Frage von MissX2010, 97

Wie kann ich meine Mama sagen, dass ich eine Therapie machen möchte?

Ich bin 19 Jahre alt und wohne aufgrund meiner Ausbildung noch zuhause. Die Trennung meiner Eltern vor 9 Jahren habe ich sehr schlecht verkraftet. Ich habe seit 8 Monaten meinen ersten richtigen Freund, der mir alles gibt, was ich brauche und was mich glücklich macht. Ich weiß, dass ich ihm vertrauen kann, wirklich ganz sicher. Aber immer wenn er ohne mich etwas macht, halte ich es nicht aus. Mir geht es total schlecht, ich könnte nur heulen, nichts essen und habe Angst, diese Angst, ersetzt und verlassen zu werden, einfach nicht auszuhalten. Obwohl ich weiß, dass zum Beispiel bei einer großen Gruppe nur 3 Mädchen dabei sind und er diese gar nicht mag sondern nervig findet. Ich habe solche verlustängste, die mich sehr belasten und ich kann mit solchen Situationen einfach nicht umgehen.

Er unterstützt mich in dem Gedanken, eine Therapie zu probieren und fände es gut, weil er weiß, wie schlecht es mir da geht und es ja nicht ewig so weitergehen kann. Erste frage, fändet ihr das in meinem Fall sinnvoll? 2. wieso kann ich nicht einfach mit solchen Situationen gut umgehen, die ja eigentlich gar nicht schlimm sind? 3. wie soll ich meiner Mama davon erzählen? Muss ich das überhaupt? Ich weiß zwar, dass sie mich unterstützten würde, aber sie würde sich auch große sorgen machen. Und ich hab totale Angst vor einem Gespräch und vor einer Therapie. Bitte helft mir mit euren Meinungen!

Antwort
von Sel33, 24

Erste frage, fändet ihr das in meinem Fall sinnvoll? Es ist sinnvoll wenn es dir hilft und dass kann man nur wissen wenn man es versucht hat.

2. wieso kann ich nicht einfach mit solchen Situationen gut umgehen, die ja eigentlich gar nicht schlimm sind ? Das genau wieso und warum wird dir der psychologue sicher sagen können. Meiner Meinung nach, hast du Angst in der gleichen situation wie deine eltern zu sein. Du liebst dein freund und deshalb hast du angst ihn zu verlieren.

3. wie soll ich meiner Mama davon erzählen? Muss ich das überhaupt?
Kannst du dir die therapien selber leisten ? Wenn ja musst du es ihr nicht sagen, aber wie du schon gesagt hast, sie wird dich sicherlich unterstutzen.

Ich mache auch seit einem monat therapie und glaub mir, dass war die beste entscheidung meines lebens. Ich wùrde dir eine therapie empfehlen.

LG

Kommentar von MissX2010 ,

Danke für deine Antwort. Wieso war das die beste Entscheidung deines Lebens?

Kommentar von Sel33 ,

Ich hatte viele probleme die ich immer runter geschluggt haben. Die probleme endlich zu lösen hat mir wieder freude gebracht

Antwort
von Lapushish, 30

Nein, du musst es ihr nicht erzählen - solltest du aber, das wird sie bestimmt besser finden als wenn du mit deiner Trauer allein bleibst. Und ja, ich würde an deiner Stelle eine Therapie machen!

Antwort
von italomaus, 9

Ciao :-)

Vermutlich hast du die Scheidung deiner Eltern nicht verarbeiten können und deshalb hast du jetzt Verlustängste. Klar sagt dir dein Verstand, dass da nicht ist, aber du hast nie gelernt damit umzugehen und deshalb dreht sich bei dir alles um dieses Ereignis (den Verlust deines Freundes).

Eine Therapie ist nichts schlimmes sondern ganz im Gegenteil, denn man lernt sich selber besser kennen und Strategien gegen die Ängste. Du wirst überrascht sein was dir bei so einer Therapie wieder alles einfällt das du verdrängt hast.

Du brauchst deine Mutter nicht fragen, aber ein gutes Verhältnis zeichnet sich durch Vertrauen und Ehrlichkeit aus. Ich glaube deine Mama macht sich mehr Sorgen, wenn du es ihr nicht sagst. Sie wird dich sicherlich unterstützen und es dir auch leichter machen.

Falls du noch Fragen hast, dann melde dich einfach.

LG

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