Frage von MartinLo, 49

Wie Mahnantrag ausfüllen bei Privatschulden (Ratenzahlung)?

Person A hat Privatschulden an Person B. Die Privatschulden hat Person A auch schriftlich mit Summe usw. schriftlich bestätigt. Es wurde eine monatl. Ratenzahlung von 200€ ab 1.1.16 vereinbart die jeweils zum 15 zu zahlen ist. Der Januar und Februar wurde nicht gezahlt. Da Person B mit keinem Zahlungseingang mehr rechnet möchte diese einen Mahnantrag stellen. Wie hat dieser auszusehen ? Fordert Person B jetzt nur die 400€ weil ja schriftlich vereinbart wurde 200€/Monat und bisher 2 Monate nicht gezahlt wurde ? Oder fordert Sie im Mahnantrag die volle Summe ? Wie ist hier zu verfahren ? Ich danke euch schonmal

Antwort
von Jewi14, 26

Da du bestimmt nicht in der Ratenvereinbarung hineingeschrieben hast, dass bei Nichteinhaltung die gesamte Forderung fällig wird, würde ich genau das nachholen.

Setze ihm eine Nachfrist von 14 Tagen für die ausstehenden Raten und weise ihn darauf hin, dass du danach den Vertrag fristlos kündigst und die gesamte Summe fällig wird.

Nach den 14 Tage ohne Zahlung im Mahnbescheid die gesamte Summe + anfallende Gebühren/Kosten nennen. Sofern der Schuldner nicht widerspricht, hast du eine titulierte Forderung, die 30 Jahre lang eintreibbar ist.

Antwort
von Ashuna, 37

Als erstes solltest du eine Zahlungserinnerung ausschreiben.

Danach ist es abhängig von der Dauer der nichtzahlung. Sollten 30 Tage vergangen sein musst du die erste Mahnung mit der Gesamtsummer ausschreiben die in den 30 Tagen angefallen ist.Sprich du kannst für diesen fall 400€ verlangen wenn beide Zahlungen mehr als 30 Tage her sind.

Gruß Ashuna

Kommentar von MartinLo ,

Ich kann doch aber nicht jeden Monat eine Mahnung schreiben, für den Monat davor ! Kann nicht eine Zahlungserinnerung gesendet werden welche textlich beinhaltet das bei Nichtzahlung die volle Summe zu zahlen ist ?

Kommentar von Ashuna ,

http://dejure.org/gesetze/BGB/286.html

Zu erst folgt eine Zahlungserinnerung mit bitte der zahlung, als nächstes die Mahnung mit strickten Datum zur Zahlun, danach die zweite Mahnung mit hinweis auf Konsequenzen und die letzte mit verweis aufs amt. (wenn ich mich nicht irre)

Also nein eine Zahlungserinnerung hat nicht die gleiche "kraft" wie eine Mahnung.

Kommentar von Jewi14 ,

1. Die 30 Tage Regelung gilt aber nicht bei einem Kredit von und an Privatpersonen.

2. Warum überhaupt eine Erinnerung, der Termin für die Zahlung steht doch klar und deutlich fest. Am/bis zum 15. eines Monats.

Kommentar von Ashuna ,

Ah, ja dann kommt er direkt in Verzug. Mahnug muss trotzdem ausgestellt werden.

Kommentar von Jewi14 ,

Warum muss bei einem feststehenden Termin eine Mahnung erfolgen? Welchen Sinn machen dann fester Termine, wenn es doch einer Mahnung bedarf.

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