Frage von problemkind28, 109

Wie macht man es, dass man für eine Sache brennt?

Ne menge Arbeitgeber fordern irgendwie ständig, dass man für eine Sache brennt, ein funkeln in den Augen hat. Ich habe so etwas noch nie gehabt und weiß überhaupt nicht wie sich soetwas anfühlt. Wie macht man das?

Ich habe selber nur Realschule, ne schlechte FH-Reife und ne Sinnlos-Fachinforatiker-Ausbildung, keine Freunde oder sonstwas und komme aus ner bildungsfernen Schicht. Liegt das daran, dass ich nicht weiß wie man für eine Sache brennt? Oder ist das ne Charakterfrage? Wenn ja, wie kann man so nen Charakter kriegen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Turbomann, 38

@ problemkind28

Sorry, aber mit deinem Namen wird das etwas schwierig, denn er klingt etwas pessimistisch.

Das beantwortet auch deine Frage, dass du das mit deinem Namen nicht begreifst.

Bennen tut man für etwas, wann man etwas unbedingt erreichen will.

Wenn man sich eine Arbeit sucht, die einem Spaß macht, wenn man noch Ziele hat, für die man sich mit Eifer einsetzt um sein Ziel zu erreichen.

Das ist keine Frage des Charakters, sondern der Einstellung.

Auch die Herkunft hat nicht unbedingt etwas zu sagen. Es gibt viele Menschen die keine bildungsstarke Herkunft haben und die es trotzdem nach ganz oben geschafft haben.

Suche dir ein Ziel das du auch erreichen kannst und wenn du wirklich etwas haben willst, dann erreichst du es auch.

Kommentar von problemkind28 ,

Aber woher weiß man vorher, das man das auch gesundheitlich durchsteht. Die Arbeitgeber erscheinen mir da reichlich gnadenlos und bis 70, also bis zur Rente das durchzuhalten ist glaube ich nahezu unmöglich. Was soll da dann das Ziel sein? Die Rente selber?

Kommentar von Turbomann ,

Wenn man jung und gesund ist, denkt man nicht jetzt schon daran, ob man seine Arbeit irgendwann noch machen kann.

Das wäre pessimistisches und kein optimistisches Denken.

Ob man krank wird oder irgendwann mal nicht mehr arbeiten kann, wird dir keiner sagen. Das sind dann Situationen, auf die man sich einstellen muss, wenn sie eintreten sollten.

Vielleicht solltest du dir eine positivere Einstellung anschaffen, denn mit einem Optimismus schafft man viel mehr als man denkt.

Alles hat zwei Seiten.

Ein Pessimist der denkt immer daran: das schaffe ich nicht , oder ich getraue mich nicht.

Ein Optimist der denkt: ich schaffe das wenn ich das wirklich will und auch wenn er mal fällt, dann steht er auf und macht weiter.

Jetzt wünsche ich dir eine Gute Nacht

Kommentar von problemkind28 ,

Vielen Dank, ich wünsche dir auch eine Gute Nacht - Für Morgen: Woher weiß der Optimist, dass seine selbstgesteckten Ziele auch realistisch sind? Der Körper baut mit 25 ab - da kann man optimistisch sein wie man will, die Realität ändert man dadurch nicht...

Kommentar von Turbomann ,

@ problemkind28

So, jetzt gebe ich dir noch einen Hinweis, wie du erkennen kannst, was realistische Ziele sind und wie man sie erreicht und sie dann auch - seinen Bedürfnissen und seinen persönlichen Umständen anpasst - auch erreichen kann

http://www.akademie.de/wissen/zeitmanagement-selbstanalyse/realistische-ziele-se...

Mit 25 fängt ein Mensch gerade an mitten im Leben zu stehen. Wenn das nicht so wäre, dann müssten ja alle in dem Alter bereits schon in Rente gehen.

Jetzt bin ich raus aus dem Thema

Antwort
von HTGDV, 41

Für mich ist für eine Sache brennen, wenn man sich für eine Sache, eine bestimmte Thematik oder vielleicht auch für einen Job überdurchschnittlich interessiert und wenn diese die Neugier in einem weckt, darin neues zu lernen, um letztendlich Spaß und Freude darin zu finden. Das kann von kurzer oder langer Dauer sein, kommt bei mir aber so spontan, wie es auch wieder verschwindet. Indem ich neues ausprobiere, merke ich, ob das dann auch ein "Feuer" in mir entfacht. Wenn dieses länger anhält, beschäftige ich mich damit letztendlich immer mehr und versuche darin Erfüllung zu finden xD Das sind die unterschiedlichsten Dinge. Während meiner Schulzeit hab ich mich überdurchschnittlich oft mit Java beschäftigt und fand es faszinierend, mit mathematischen Gleichungen zu experimentieren, um Plotter oder Renderer zu realisieren. Ich bin außerdem leidenschaftlicher Segelflieger, der die Ruhe in der Luft, von der Thermik getragen als Abwechslung zum Alltag genießt. Jetzt, vor meinen letzten Abschlussprüfungen hat mir sogar zum ersten Mal in meiner Schulkarriere eine Novelle zugesagt, da sind es manchmal die Kleinigkeiten, die dafür sorgen. Ich weiß allerdings nicht, ob soetwas erlernbar ist, aber ich glaube, dass es für jeden etwas geben muss, das er sehr sehr gerne macht und machen will. 

Kommentar von problemkind28 ,

Naja, nur um neues auszuprobieren müsste ich meinen Job aufgeben - ob das mit fast 30 eine gute Idee ist glaube ich eher weniger. Unter der Woche habe ich keine Zeit, da bin ich am Abend breit und zu nichts mehr fähig. Und die Wochenenden schlafe ich meist durch um mich von der Arbeit zu erholen.

Antwort
von AllesSch0nWeg, 58

Das wird schwierig wenn man für die Sachen auf Arbeit einfach nicht brennt ;) Arbeit kann aber auch stark machen, vielleicht solltest du diese Seite der Sache mal sehen. Die meisten Arbeitgeber suchen Mitarbeiter die Neugierig sind und sich weiterentwickeln wollen, dies einfach nur weil solche Leute ihren Wert über die Jahre weg steigern. Wenn du aber so daher kommst, jo hier bin ich hald... un jetzt? machst du dich gleich mal uninteressant. Dein Bildungsstand ist da echt egal.

Kommentar von problemkind28 ,

Und wie wird man neugierig und weiterentwickelbereit? Wie gesagt, ich kenne sowas nicht. In der Schule früher waren außer 1 bis 2 Streber nie Leute dabei die so gewesen sind. In der ersten Ausbildung hatte auch keiner Bock was zu lernen, in der 2. Ausbildung saßen dann nur Abiturienten die aufs große Geld aus waren - wie gesagt ich kenne so etwas nicht :-(

Kommentar von Turbomann ,


Und wie wird man neugierig und weiterentwickelbereit

Indem du nicht stupide deine Arbeit verrichtest, sondern wissbegierig bist, dich vielseitig für alles interessierst.

Heute ist das Arbeitsleben nunmal so, dass man nur weiterkommt, wenn man auch bereit ist, dafür etwas zu tun.

Du kannst dich berufsmässig weiterentwickeln, indem du lernst. Du bist bis ins hohe Alter lernfähig.

Wenn du nicht bereit immer mehr wissen zu wollen, dann wirst du dich auch geistig nicht weiterentwickeln und dann wirst du bildungsmässig immer auf demselben Stand bleiben.

Jeder Stillstand auf jedem Gebiet, bedeutet auch einen Rückschritt.

Kommentar von problemkind28 ,

Aber man kann doch nicht in jedem Gebiet auf dem aktuellen Stand sein - das ist doch viel zu viel, oder?

Kommentar von AllesSch0nWeg ,

Ja es ist natürlich einfacher wenn man das vorgelebt bekommt, du befasst dich aber immerhin schon mit diesem Thema, das ist ein guter Anfang. Die Frage wie du so werden kannst kann ich dir glaube ich nicht beantworten, aber ich kann dir sagen dass jeder das schaffen kann wenn man nur den Willen hat. Wenn du deine Ausbildung für sinnlos hältst ist es vielleicht auch ratsam dass du dir was anderes überlegst, etwas das dich interessiert und woran du Freude hast. In meinem Kollegenkreis habe ich mal von einem studierten Ingenieur gehört der seinen Job an den Nagel gehängt hat weil ihm der Druck zu viel war und wurde Fabrikarbeiter. Ich selber bin von der Fotografie umgeschwenkt auf Elektrotechnik ;) sowas ist ganz normal, nur den Schritt muss man wagen. Sollte man aber auch wenn man im Leben glücklich sein will.

Kommentar von problemkind28 ,

Hattest du bei dem Wechsel irgendwelche finanziellen Verpflichtungen? Wie alt bist du bei dem Wechsel gewesen?

Kommentar von AllesSch0nWeg ,

Naja die normalen finanziellen Sachen, Miete, Strom, Gas.... Da war ich 23. Hab neben dem Studium gearbeitet, das war nicht immer leicht aber hat sich gelohnt für mich

Kommentar von problemkind28 ,

Mein Problem ist, dass mir keiner ein Studium finanzieren wollte, weder der Staat (BaFöG) noch meine Eltern - weil die zugut verdienten jedoch Schulden abbezahlen mussten. Außerdem habe ich durch sehr viele Schulwechsel sehr schlechte Noten gehabt und in der 2. Ausbildung nur Probleme gehabt, was mich bis heute vor der Aufnahme eines Studiums enorm hemmt. Wie alt bist du jetzt? Würdest du jetzt nochmal was ganz anderes machen, so wie damals?

Kommentar von AllesSch0nWeg ,

Ich bin jetzt 33, ich denke mein Weg war gut so wies war, es hat mich um Erfahrungen bereichert die ich sonst nicht hätte.

Aber mal zurück zu dir ;) was hältst du von der Fachinformatik? Willst sowas in der Richtung weiter machen?

Kommentar von problemkind28 ,

Naja, der Beruf war an und für sich am Anfang ganz interessant - bedauerlicherweise hatte ich dort kein Mathe, was aber esentiell wichtig ist wenn man in der Programmier/Entwickler-Schiene voran kommen will. Und die 10h-Schchten vorm PC strengen ziemlich an.

Ich habe ein Talent im künstlerischen Bereich, das aber beruflich zu verfolgen wäre finanzieller Selbstmord. Zudem würde ich da auch nur die ganze Zeit vorm Rechner sitzen und digitale Designs erstellen.

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