Wie mache ich schneller (besser) Fortschritte beim E-Gitarre lernen?

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5 Antworten

Muss ich direkt am Anfang versuchen die Akkorden gleichzeitig zu greifen? Genau das versuche ich nämlich momentan bei dem einen Klappts besser und dem anderen Schlechter aber ich weiß halt nicht ob das halt überhaupt sinn macht deswegen die Frage.

Falls du meinst die Finger müssen 100% gleichzeitig auf die Saiten drücken dann: Nein. Bei mir ist das minimal Zeitversetzt. Zum Beispiel beim "C" kommt als erstes der Zeigefinger an, beim "G" drücke ich zuerst Kleinen- und Ringfinger. Wenn du den Akkord anschlägst, müssen dann halt alle drauf sein. Das geht dann so schnell, das man es gar nicht mehr merkt. ;)

Ist es normal das nach 4 Wochen meine Präzision beim greifen immer noch ziemlich so la la ist? Ich erlebe da auch ein Wechselbad der Gefühle das eine mal Freue ich mich das es Wunderbar geklappt hat zwischen einen Akkord flüssig und Schnell und vor allem richtig zu Wechseln, und das andere mal dann wieder vergreif ich mich, und auf einmal bin ich 1 Saite tiefer oder höher oder ab und zu sogar im Falschen Bund, das Wurmt mich auch sehr.

Ja das ist normal. Genauso wie die kleinen Rückschritte. Wenn man ein Instrument lernt, hat man oft das Gefühl man wird nicht besser, betrachtet man es aber rückwirkend über 1-2 Monate dann hat sich oft doch viel getan.

Kleiner Tipp: Beim Instrument ist es ähnlich wie beim Krafttraining. Viel passiert erst, wenn du die Gitarre wegstellst im Gehirn. D.h. das Gehirn geht, vor allem beim Schlafen, noch mal die Abläufe durch. Auch wenn du sehr motiviert bist, lass die Gitarre auch mal einen Tag oder zwei beiseite.

Aber ich kann mir genau vorstellen, was du gerade durchmachst ;) Das ist wohl bei jedem so. Bisschen Geduld. UND: Greif dem Lehrer nicht zu weit vor, nicht dass du dir falsche Sachen anlernst.

Wann sollte ich was Lernen? Wann sollte ich z.B Anfangen ein etwas Anspruchsvolleres Riff oder wie man das nennt zu Lernen als beispielsweise Smoke on the Water ?

Riff stimmt. ;) Am Anfang natürlich eher einfach. Ich habe damals glaube ich "Ein Kompliment" von Sportfreunde Stiller (aber echt lange her) gespielt. Da den Anfang mit D, A, C, E glaub ich, bis ich's halbwegs flüssig konnte. 

Bis zum Lehrer, kannst du dir ja einfach mal die Major Chords ansehen, also D, C, G, E, A, F, B etc.. Genau drauf achten welcher Finger welche Saite greifen musst.

Noch ein Tipp: Recht "einfach" ist auch der "PowerChord" weil er immer gleich ist. Wenn du den kannst, geht schon viel von Green Day und Blink ;)

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Bitte such bei Google nach der Bedeutung der Fachbegriffe, die ich verwende. Die hier zu erklären, würde nicht nur den Rahmen sprengen, sie zu kennen wird dir auch weiterhin behilflich sein.

Es gibt ein paar Punkte, die ich für besonders wichtig halte.

1.
Stelle sicher, dass dein Instrument richtig eingestellt ist.
 Damit meine ich nicht nur die Stimmung, sondern auch die Saitenlage, die Halskrümmung, Pickuphöhe und Oktavreinheit. Auf einem schlecht eingestellten Instrument tut man sich unnötig schwer, manche sind ab Werk so schlecht eingestellt, dass ich kaum einen geraden Ton damit erzeugen kann. 
Es gibt viele Anleitungen im Netz, wie man eine fehlerhaft eingestellte Gitarre erkennt und wie man sie richtig einstellt. Solltest du es dir dennoch nicht zutrauen, geh zum nächsten Fachmann. Das kostet zwar Geld, aber du wirst danach merken, dass es dir leichter fällt.

2,:
Kaufe keinen Schrott, ersetze vorhandenen Schrott schnellstmöglich.
Das bedeutet nicht, dass du viel Geld  ausgeben musst, denn gute Instrumente kann man schon für recht wenig Geld bekommen. Gerade im ganz unteren Preisbereich unter 200€ besteht aber die nicht geringe Chance, ein Instrument zu bekommen, das sich nie gut spielbar einstellen lassen wird, weil bei der Produktion und in der Qualitätskontrolle geschlampt wurde. Auf solchen Instrumenten macht man es sich selbst besonder schwer.

Rutschende billige Gurte  aus Kunstleder oder Nylon oder auch verschlissene Plektren können einem den Spaß genau so vermiesen.

3.:
Tu alles dir nur mögliche, um dir keine Fehler anzugewöhnen.
Fehler gibt es viele. Die falsche Spielhaltung, Falsche Haltung der Greifhand, zu viel Druck beim Greifen, die Liste ließe sich noch fortsetzen.
Baumelt die Gitarre auf Sackhöhe, sieht das für manchen vielleicht cool aus, aber vernünftig spielen kann man so nicht, oder man tut sich unnötig schwer dabei. Die Gitarre hängt idealerweise knapp unter deinen Nippeln. Dann fällt es dir auch leicht, das Handgelenk gerade zu halten, denn ein krummes Handgelenk ist ein beliebter Anfängerfehler. Mach dein Handgelenk mal gerade und versuch, die Finger möglichst weit zu spreizen. Versuch das auch mal mit einem angewinkelten Handgelenk und du wirst verstehen, warum ein gerades Handgelenk so wichtig ist.
Viele Anfänger neigen auch dazu, beim Greifen zu viel Druck zu machen, oft sieht man wie sie ihre Daumen einem Schraubstock gleich gegen die Rückseite des Gitarrenhalses pressen, um mit ihren bereits verkrampften Fingern noch mehr Druck auszuüben. Dabei braucht man fast gar keine kraft mit der richtigen Technik. Der Finger gehört idealerweise kurz hinter den Bund, den man greifen möchte. Auf dem Bund dämpft man den Ton ein gutes Stück ab, vor dem Bund dämpft man ihn ganz, oder es erklingt der nächst höhere Ton. Je besser die Greiftechnik, desto geringer der Kraftaufwand. Auf einer gut eingestellten Gitarre sollte nicht viel mehr als das Eigengewicht des Fingers oder der Hand nötig sein. Versuch das mal mit einem Ton auf nur einer Saite. Berühre die Saite nur ganz leicht, dann übe mehr und mehr Druck aus. Erst wird nichts passieren, dann erklingt der Ton schnarrend und dann ist der da. Merk dir gut, wie wenig Kraft dafür erforderlich ist, denn mehr wirst du nicht brauchen.
Viele hängen auch das Gewicht des ganzen linken Arms an den Gitarrenhals. Klar ist es am Anfang schwer, den Arm mit eigener Kraft lange in dieser Position zu halten, aber das gibt sich. Stützt man ihn am Gitarrenhals auf, macht einen das langsam.

Anfängerfehler zu vermeiden, ist immens wichtig. Ein Fehler, der sich einmal ins Gehirn eingebrannt hat, ist nur mit sehr großem Aufwand wieder los zu werden.

4.:
Vergiss nicht die  Kleinigkeiten
Allem Voran das Plektrum. es ist zwar nur ein kleines, billiges Stück Plastik, aber es ist das Bindeglied zwischen Musiker und Instrument. Das macht es wichtig. Besorg dir eine Hand voll Plektren aus unterschiedlichen Plastikarten, in unterschiedlichen Formen, in unterschiedlichen Stärken. Runde und Spitze, dicke und dünne, weiche und harte. Lass dir nicht erzählen, dass sehr dicke oder sehr dünne Plektren nichts taugen oder dass man für bestimmte Musikrichtungen bestimmte Plektren braucht. ich spiele auch Deathmetal  mit Plektren , die nur 0,5-0,6mm dick sind. Ich komme damit einfach besser klar als mit den dickeren, was aber nicht bedeutet, dass es bei dir genau so sein muss.
Saiten sind auch wichtig, lass dir auch da nicht erzählen, man bräuchte besonders dicke oder besonders dünne Saiten. Für den Anfang fährst du mit den Standardempfehlungen wohl am besten, das wären Nickel Roundwounds, üblicherweise .009"-.042" oder .010-.046".
Du kannst aber auch experimentieren. Ich selbst verwende fast nur noch Flatwounds, auch für harte Musik. Die haben eine sehr glatte Oberfläche und erzeugen weniger Nebengeräusche, halten außerdem fast ewig.

5.
Übe so, dass du viel lernst.
Hast du noch keinen Gitarrenständer, dann kauf einen. Die Gitarre muss immer in deiner Nähe und griffbereit sein. Dann spielst du häufiger und wirst schell besser. Mache kleine Einheiten von ein paar Minuten, dafür mehrmals am Tag. So gewöhnen sich deine Hände an den Bewegungsablauf ohne dass du Krämpfe oder Muskelkater bekommst. Merkst du, dass es dir nach einer Weile schwerer fällt, hör auf und mach eine Pause. Nimm dir nicht zu viel und nichts zu Schweres vor. Teil dir alles in einzelne nicht zu große Schritte auf. 
Kauf dir ein Metronom. In einer Band wirst du dich nach dem Schlagzeuger richten müssen, denn er gibt den Takt vor. Das Üben mit Metronom ist da sehr hilfreich. Es hilft dir auch richtig zu üben, denn viel Leute spielen zu schnell. Schnell spielen zu können, ist zwar wünschenswert, aber nur schnelles und sauberes Spiel klingt auch gut. Viele neigen dazu langsam anzufangen und dann immer schneller zu werden. Ein Metronom verhindert sowas. Stell es so langsam ein, dass du fehlerfrei spielen kannst. Stell es schneller. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit wirst du bemerken, dass es dir schwerer fällt, sauber zu spielen. Du spielst dann zwar noch sauber, musst dich aberdafür anstrengen. das ist genau das richtige tempo zum Üben. Noch schneller würden sich nur Fehler einschleichen, langsamer ist die Übung nicht so effektiv.

Ich hoffe, ich konnte zumindest etwas weiter helfen.

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Auf 4 Wochen ist das normal, immer schön weiter üben :) Spiele jetzt 4 Jahre mit Lehrer, übe fast täglich und würde mich mittlerweile als ganz gut bezeichnen, aber Perfektion ist es bei mir auch noch lange nicht. Das braucht halt alles seine Zeit. Immer üben üben üben und du wirst besser werden, glaub mir

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Kommentar von Buddha12
11.05.2016, 09:19

Wie würdest du Perfektion beschreiben? ;-)

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Hallo, ich habe 16 Jahre E-Gitarre gespielt, den Fehler den ich gemacht habe war, dass ich gleich mit der E-Gitarre angefangen habe. Wenn man mit Gitarre anfängt, sollte immer mit einer Akustikgitarre anfangen. Es hört sich zwar komisch an, ist aber so. Das du besser wirst musst du üben üben üben üben, natürlich musst du Akkorde perfekt beherrschen, das regt manchmal unheimlich auf immer das selbe zu spielen, aber dabei hilfst du deiner Technik um besser zu werden. 

Versuche alles nach zu spielen was du hörst oder spielen willst! Mache Fingerübungen, damit du deine Finger stärkst und ihnen die gewisse Geschwindigkeit lernst. Was sehr wichtig ist nicht AUFGEBEN!! ;-)

Ich habe leider das spielen wegen Krankheit aufgeben müssen :-( jetzt spiele ich seit Ca. 2 Jahren Djembe, Cajon.....

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Kommentar von sepki
11.05.2016, 13:49

*in welcher Hinsicht sollte man denn eine akustische Gitarre zuerst spielen?

Rhythmus, sauberes Greifen, offene Akkorde, usw.. Kann man genauso auf einer elektrischen erlernen.

Just curious

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Ist normal. Du solltest vllt erstmal ein paar Single note riffs üben. Also erstmal einzelne Töne sauber spielen lernen. Z.B. sowas:

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