Entweder habe ich keinen grünen Daumen oder mit der Erde stimmt was nicht. Es wächst einfach nichts in meinem Garten. Weder Gemüse noch Kräuter :-( Hat vielleicht jemand einen Tip?
Pferdemist soll als Dünger bei Kleingärtnern sehr beliebt sein.
schurke am 29. Juni 2007 22:31 der muss aber gut abgelagert sein, mind. zwei Jahre, sonst zu scharf
Achtung, das ist extrem problematisch. Pferde scheiden mit dem Kot unverdauten Samen von Wildkräutern aus, der (auch wenn der Mist gut abgelagert ist) munter keimt, wenn er wieder in die Erde kommt. Wenn du also Wert legst auf Gartenmelde, Vogelmiere, Franzosenkraut, Disteln, Weidenröschen & Co., dann nur zu. :-)
Alternativ kannst du den Pferdemist mit Wasser ansetzen und ein paar Tage stehen lassen (richtig, das riecht nicht gerade wie Rosen ...), dann durch ein sehr feines Tuch seihen, das alle festen Bestandteile zurückhält, und die Beete mit der Brühe gießen. Die Nährstoffe gelangen dann in die Erde, die Samen nicht.
Ich habe meinen Gartenboden, der aus Bauaushub bestand durch jede Menge Kompost von unserer städtischen Kompostanlage zum besten Mutterboden gemacht. Im Spätherbst arbeite ich den eigenen Kompost unter, der hat dann noch genügend Zeit, um restlos zu verrotten. Im Frühjahr gibt es dann jede Menge Kompost, bevor ich Pflanzen setze oder aussäe.
Anderen, zusätzlichen Dünger verwende ich nicht.
Ich habe in meinem Garten die obere Schicht abgetragen und durch frische gekaufte Erde ersetzt. Dann habe ich das Beet gut umgegraben und also den neuen Boden mit dem alten gut vermischt. Hat sich gelohnt - alles wächst.
Zusätzlich zum Austausch von Erdreich und zum Versetzen vorhandenen Bodens mit (selbst angesetztem oder gekauftem) Kompost kannst du mit Kräuterjauchen düngen.
Dazu Brennnesseln, Ackerschachtelhalm, Wermutkraut, Rainfarn, Beinwell usw. entweder separat oder zusammen in einem Bottich mit Wasser ansetzen und vergären lassen, am besten mit einem Deckel drauf, denn wie Pferdemist - siehe oben - riecht das streng. Wichtig ist, dass die Brühe täglich umgerührt wird, sonst fängt sie an zu schimmeln. Und die Pflanzen dürfen noch nicht blühen, sonst schleppst du Wildkräuter ein.
Wenn die Jauche keine Blasen mehr wirft, mit Wasser verdünnen (1 Teil Jauche, 10 Teile Wasser) und damit gießen. Die Kräuterwirkstoffe düngen nicht nur, sondern machen auch widerstandsfähig gegen Krankheiten (z.B. hilft Schachtelhalm gegen Pilzinfektionen).
Schafsmist ist ganz gut um den Boden fruchtbarer zu machen. Früher als wir noch Ofenheizung hatten, haben wir die kalte Asche auch auf den Beeten verteilt.