Taipan888 am 16.10.2008 um 10:12 Uhr
Wie liest man die Bibel richtig, um sie zu verstehen bzw. spirituell zu GOTT näher zu kommen?
Ich habe sie vor einigen Jahren wirklich mal komplett durchgelesen. Tlw. echt anstrengend, tlw. spannend. Aber ob ich das alles so verstanden habe, wie man wahrscheinlich sollte? Glaub ich weniger.

Die Bibel hat mit "Gott" bzw. Spiritualität fast nichts mehr zu tun. Die Bibel ist ein Buch, das aus allen möglichen Texten (mehr oder weniger willkürlich) zusammengestzt wurde, die dann über Generationen immer wieder abgeschrieben, übersetzt und zurückübersetzt wurde und dadurch verändert wurden. Das Wort Gottes findest du darin nicht - alleine die Aussage "wie lese ich die Bibel richtig" ist schon sehr merkwürdig. Die Botschaft Gottes ist immer Liebe - sie ist nicht kompliziert oder schwer zu verstehen.
Mein Tip - höre auf deine innere Stimme und auf dein Gefühl denn dort wirkt Gott in dir und durch dich.
Die Bibel kann man dann in ein paar Jahren mit neutraler Einstellung mal aus Interesse lesen...
Summbrummse am 16. Oktober 2008 10:25 DH :-)
missmarylin am 16. Oktober 2008 10:30 undogmatischer und vernünftiger beitrag. merci ;)
redline am 16. Oktober 2008 10:45 immer gerne :-D
Taipan888 am 17. Oktober 2008 08:54 Danke...sehr hilfreich deine Antwort...werde sie mir zu Herzen nehmen:-))))
Wahrscheinlich kann man die Bibel nicht als Buch lesen. Man muß sich Stück für Stück durcharbeiten. Das Alte Testament ist für uns sehr unverständlich, der Neue Testament kommt unseren Bedürfnissen schon etwas näher. Vielleicht schließt du dich einem Bibelkreis an. Da werden immer kurze Kapitel gelesen und die dann besprochen.
Taipan888 am 16. Oktober 2008 10:22 Danke für den Tipp)))) Daumen hoch)))
Quandt am 16. Oktober 2008 10:37 Schon mal darüber nachgedacht, weshalb in Häppchen serviert wird? Da verliert man eher den Gesamtüberblick, lies sie mal hintereinanderweg, der schärfste Wissenschafts-Historien-Krimi-Thriller-ScienceFiction-Roman der mir je unterkam. Zugegeben, dass Buch der Könige ist ein wenig langatmig und bei der Offenbarung des Johannes ist mir nicht klar geworden, ob der Gute verbotene Substanzen zu sich genommen oder andere Belastungen hatte. Lohne tut es sich alle mal! ,-)

und glaube auch nicht an diese angeblichen "übersinnlichen" Mächte.

Die Bibel ist eines der besten Bücher, die je auf den Markt gekommen sind. Es gibt auch kein richtig oder falsch lesen. Ich klappe sie einfach auf und lese die Stelle nach dem Zufallsprinzip. Natürlich verstehe ich nicht alles, ich glaube, das muß ich auch nicht. Das alte Testament habe ich als Kind gern gelesen, das war viel besser als Grimms Märchen. Und die Gleichnisse, die Jesus erzählt hat, waren sehr lehrreich. Die Bibel gar nicht zu kennen, ist in meinen Augen eine Bildungslücke.
Taipan888 am 17. Oktober 2008 08:57 Daumen hoch für deine Antwort...gefällt mir...DANKE:-)))
Inzwischen gibt es Bibelübersetzungen, die sehr gut zu verstehen sind, weil sie in heutigem Deutsch geschrieben sind. z.B. "Hoffnung für Alle". Mein Tip: mit dem Johannesevangelium beginnen.
redline am 16. Oktober 2008 10:58 Das ist doch ein super Beispiel - dann könnte ich ja auch hingehen, mal "meine Version" der Bibel auflegen (z.B. Ruhrpottdeutsch oder Umgangssprache) und es dann als Bibel verkaufen. Das hat mit Bibel nix mehr zu tun - wenn man es "freie Interpretation" nennen würde OK aber das tut man nicht. Das Wort Bibel verkauft einfach besser - ich sag nur VOLKSBIBEL lachweg
JoWaKu am 16. Oktober 2008 11:56 Prima Antwort! Hätte ich so ähnlich auch geschrieben.
Taipan888 am 17. Oktober 2008 09:01 Danke für den Tipp mit "Hoffnung für alle". Daumen hoch:-)))

Da fehlt mindestens eine Antwortmöglichkeit. Ich lese in der Bibel aber nicht regelmäßig

Was hat deine Fragestellung mit den zwei Wahlmöglichkeiten zu tun? Also kausal stimmt da was nicht. DFG!
a: "Wie liest man die Bibel richtig, um...?" b: "Nein, Bibel lese ich nicht!" c: "Ja, ich lese die Bibel regelmäßig!"
Fällt dir was auf??
Taipan888 am 16. Oktober 2008 10:24 Tja, die Bibel ist und bleibt ein Mysterium, deshalb diese Art der Fragestellung...
missmarylin am 16. Oktober 2008 10:25 Aha, nicht sehr überzeugend. Aber egal. Die bessere Frage wer doch gewesen, was tust du, um Gott näher zu kommen und dann auch nicht als Umfrage, sondern als offene, diskutable Frage.
Ich hoffe, du hast nichts gegen etwas konstruktive Kritik...
Taipan888 am 17. Oktober 2008 08:56 Danke...bin sehr offen für Kritik und nehme Deine sehr gerne an...meine Frage war sehr schnell, vlt. überschnell gestellt. Trotzdem Danke...:-)))

jeder ist seines glückes schmied..ich glaube nicht an eine "höhere macht"

Von links nach rechts hat sich bei uns eingebürgert! Aber GOTT findest Du darinnen bestimmt nicht, auch keine Bedienungsanleitung für das Leben nach dem Tod oder eine Wegbeschreibung dahin. Setz´ Dich in den Wald und fühle, da bist Du Gott viel näher,als in einem von Menschenhand geschffenem Bauwerk. ;-)
Kaum ein Thema eignet sich besser für kontroverse Diskussionen. :-) Ich sage: Die Bibel ist sehr wohl eine "Bedienungsanleitung für das Leben" und allemal eine Wegbeschreibung für den Weg zu Gott. Gott in der Natur? Na ja, da ist er wohl auch, aber so wie Du es beschreibst passt es eher in den Bereich Esoterik.
Quandt am 16. Oktober 2008 10:44 Ob nun Gott, Jehova, Jawe, Shiva, Manitou, Mutter Erde oder Waldgeistern ist doch völlig wurscht. Das "höhere Wesen" hat nun schon gar nix mit Esoterik zu tun, doch für das, was die Kirche aus Gott gemacht hat, hat sich der Nazarener bestimmt nicht annageln. ;-)
Taipan888 am 17. Oktober 2008 09:00 Das mit dem Wald...wollte ich schon mal in Angriff nehmen...guter Rat...DANKE. Aber das mit dem "GOTT findest du darinen nicht etc.", mmh...das sehe ich, fühle ich anders.
Quandt am 17. Oktober 2008 09:39 Das kommt doch aber nicht von dem Gebäude, sondern durch die Menschen die drinnen sind ocer waren! Also, vom Leben um Dich herum, - oder etwa nicht?!? ;-)

Um Gott näher zu kommen brauchst du doch diesen schlechten Roman nicht zu lesen... michschomalsicherheitshalberimBunkereinschliessdamitichnichgelynchtwerd Wenn es Gott gibt dann spürt man das im Herzen.
Taipan888 am 17. Oktober 2008 09:02 Auch diese Antwort ist super...Daumen hoch...:-)))

Zunächst geht es erst einmal darum zu erkennen, dass es prinzipiell zwei Möglichkeiten gibt, die Bibel zu lesen. Alles weitere ergibt sich aus diesen Zugängen.
1.: Bibellesen an sich - man liest die Bibel als Sammlung von Büchern, nimmt den Inhalt zur Kenntnis und verschafft sich zusätzliche Informationen zum Verständnis.
2.: Bibellesen für mich - man liest die Bibel, um seine persönlichen spirituellen Fragen zu bearbeiten, um Gott kennenzulernen, um im Glauben zu wachsen.
Als Protestant behaupte ich aber, dass das eine nicht ohne das andere funktioniert, ohne Wissen kein Glauben.

Möglichst regelmäßig in der Bibel lesen, über das Gelesene nachdenken und auch darüber beten. Am Besten fängst du mit den Evangelien an, liest dann die Briefe und erst hinterher das Alte Testament. Gut ist es auch, sich mit anderen über Bibeltexte auszutauschen, z. B. in einem Bibelgesprächskreis in deiner Gemeinde. Oder du nimmst dir für den Anfang eine Andachtsbuch mit ausgewählten Bibeltexten und Erklärungen bzw. Meditationen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich dem Buch der Bücher zu nähern.
Taipan888 am 17. Oktober 2008 09:10 Danke plus Daumen:-))

Guck doch mal bei Amazon nach dem Buch "Die ersten 100 Tage mit der Bibel"
Hier gibt es ein interessanter Text zum Thema: www.auftanken.de/bl_eva/2005-02-27/
und unten ein Link zu einem Bibelseminar.
JoWaKu am 16. Oktober 2008 18:07 Und unten in der Seite www.klicktipps.de/derwichtigstetipp.php sind vielleicht auch noch ein paar interssante Links für Dich.
Taipan888 am 17. Oktober 2008 09:09 Einen Daumen für Dich für die tollen Tipps und Links...Danke seeeehr:-))))

sagt mir jetzt so nix :o)

Mit dem Heiligen Geist, denn sonst versteht man nicht viel.
Taipan888 am 17. Oktober 2008 09:10 Daumen hoch...und DANKE seeehr...God bless you:-))))

Antwortmöglichkeit "Ich lese ab und zu wenn es nötig ist Gläubigen die Augen zu öffnen" fehlt leider.
Hier ein schöner Auszug aus diesem perversen Buch, genannt Bibel: Richter19.
Ein liebevoller Vater lässt wissentlich seine Tochter und eine Nebenfrau seines Gastes vergewaltigen um seinen Gast, ein Mann natürlich, zu schützen. Danach kommt noch etwas Splatterfilmartiges so mit Leiche zerstückeln und ähnliches. Pervertiertes eben.
Bitteschön:
22 Und als ihr Herz guter Dinge war, siehe, da umstellten Männer der Stadt, Söhne Belials,[2]d.h. verderbte, bösartige Menschen; das Haus und schlugen an die Tür und sprachen zu dem alten Mann, dem Hausherrn: Bring den Mann heraus, der in dein Haus gekommen ist, damit wir uns über ihn hermachen![3]w. ihn erkennen, d.h. ihn vergewaltigen.
23 Aber der Mann, der Hausherr, ging zu ihnen hinaus und sprach zu ihnen: Nicht doch, meine Brüder! Tut doch nicht so etwas Böses, nachdem dieser Mann in mein Haus gekommen ist. Begeht doch keine solche Schandtat! 24 Siehe, ich habe eine Tochter, die noch eine Jungfrau ist, und dieser hat eine Nebenfrau; diese will ich euch herausbringen; die mögt ihr schwächen und mit ihnen tun, was euch gefällt; aber an diesem Mann begeht keine solche Schandtat! 25 Aber die Leute wollten nicht auf ihn hören. Da ergriff der Mann seine Nebenfrau und brachte sie zu ihnen hinaus auf die Straße; und sie machten sich über sie her und mißhandelten sie die ganze Nacht bis an den Morgen und ließen sie erst los, als die Morgenröte anbrach. 26 Da kam die Frau am Morgen früh und fiel nieder vor der Tür am Haus des Mannes, wo ihr Herr war, und lag dort, bis es hell wurde. 27 Als nun ihr Herr am Morgen aufstand und die Tür des Hauses öffnete und hinausging, um seines Weges zu ziehen, siehe, da lag seine Nebenfrau vor der Tür des Hauses mit den Händen auf der Schwelle. 28 Er aber sprach zu ihr: Steh auf, wir wollen gehen! Aber da war keine Antwort. Da nahm er sie auf den Esel, machte sich auf und zog an seinen Ort. 29 Als er heimkam, nahm er ein Messer und ergriff seine Nebenfrau und zerschnitt sie Glied für Glied in zwölf Stücke und sandte sie in das ganze Gebiet Israels. 30 Und alle, die es sahen, sprachen: So etwas ist nicht geschehen noch gesehen worden, seit der Zeit, da die Kinder Israels aus dem Land Ägypten gezogen sind, bis zu diesem Tag! Nun denkt darüber nach, beratet und sprecht euch aus!

Da gibt es kein Patent-Rezept. Nimm sie Dir vor und lese munter drauf los...
Gott ist ungleich Religion
Die Bibel ist ungleich Gott
Die Bibel wurde von Menschen zusammengeschnitten und die daraus entstandenen Religionsgruppen wurden und werden von Menschen geführt...
gott ist in dir, also lerne, zuzuhören... :)
Taipan888 am 19. Oktober 2008 10:11 Merci beaucoup...)))

Lies einfach zwischen den Zeilen ;-)
Taipan888 am 17. Oktober 2008 09:09 Danke...:-)))

Jetzt verstehe ich auch deine letzte Frage :)
Taipan888 am 16. Oktober 2008 10:22 Gut, dass Du das richtig gedeutet hast:-)
Mir fehlt da ne Antwort "Ab und zu..."
Taipan888 am 17. Oktober 2008 09:06 Stimmt...

Aber ich habs versucht. Ist schon ein harter brocken, vor allem, wenn man nicht gläubig ist. Ich bin der meinung, der Glaube sollte aus einem selber wachsen. Dieses Buch ist für mich vor allem eine Sammlung an Geschichten und Umgangsregeln für die Menschen der Zeit, in der dieser Broken entstand. Und darüber hinaus außerst politisch. Die Bibel wurde vor allem zu dem Zweck geschrieben menschen zu kontrollieren und politisch zu lenken. Spirituelles findet man da kaum.
Ich würde sagen: Von oben nach unten und von vorne nach hinten. Der gleichzeitige Konsum mehrerer Gläser Cognac fördert dabei das Eintauchen ins Spirituelle ungemein.

Solipsist am 16. Oktober 2008 12:56 Servus Nati. Keine Kommentar mehr zu Deiner hitzig gelebten Nächstenliebe im anderen Strang? Du schuldest mir da eigentlich noch ne Antwort. Menschen anzünden und so.

Man liest doch nicht ein Kochrezept, um satt zu werden!
Bibellesen und Bibel studieren hat nicht viel mit Spiritualität zu tun!
Gott kann man erfahren, nicht erlesen, deshalb meditiere ich, um Gott zu erfahren.
"Die meisten Menschen haben Schwierigkeiten mit den Bibelstellen, die sie nicht verstehen. Ich für meinen Teil muss zugeben, dass mich gerade diejenigen Bibelstellen beunruhigen, die ich verstehe." Mark Twain