Frage von KritischerKant, 51

wie lernt man richtig (für die schule bzw. Abi )?

Hallo, ich besuche die 11te Klasse (=Q1) auf einem Gymnasium. Da es mir an Disziplin fehlt, welche meine Eltern mir auch nie wirklich beigebracht haben, stehe ich in klausurenphasen meistens unter grossem druck und leide an versagensängste . ich kann zwar relativ schnell schulische erfolge erzielen (insofern ich wirklich mal etwas lerne) aber das ist einfach nicht genug und zu unregelmässig. ich habe zwar grosse Ambitionen aber diese liefern mir uch nicht die notwendige Motivation.

wäre über allgemeine tipps sehr erfreut. wenn jemand Ideen hat ,welche mir einen Ansatz für eine art "wochenplan" liefern , welchen ich mir zusammenstellen möchte, damit ich den Lernstoff täglich vorbereiten oder wiederholen kann um halbwegs stresslos das abi zu überstehen, dem wäre ich sehr verbunden. (info-->habe jeden tag bis ca 15uhr schule, dannach fehlt auch Motivation) Danke im vorraus

LG Kant

Antwort
von Spockyle, 15

Naja, zu sagen "meine Eltern haben mir das nie beigebracht" ist schon bissl kurz gedacht, find ich. Disziplin ist etwas, was du dir selber erarbeiten musst.

Zum Anfang hilft eigentlich nur eines: Du musst dein Lernen sichtbar machen, es muss also ein "Produkt" am Ende stehen, von dem du sagen kannst: "Das habe ich jetzt gelernt!" Am ehesten funktioniert das übers Schreiben. Du liest Lernstoff und schreibst (am besten mit der Hand) ein Exzerpt, das du dann nochmal liest. Hier hilft es, mit vielen Farben zu arbeiten. Dabei ist nicht unbedingt die Zeit wichtig, sondern eher der Umfang und du musst es halt ordentlich machen.

Wenn du einen Abschnitt geschafft hast, kannst du dich belohnen mit irgendwas Schönem oder du trägst dir in den Kalender ein, dass du an diesem Tag ordentlich was geleistet hast (musst halt ehrlich zu dir sein) und belohnst dich dann mit was Schönerem. Für 25 Tage gelernt, gibt es ein tolles Computerspiel, wasweißich. Dieses Ziel und was dafür nötig ist, machst du mit dir selber aus.

Irgendwann kannst du diese Motivation von außen absetzen, die brauchst du dann nicht mehr.

Über dieses Sichtbar-Machen der Arbeit läuft schon viel Motivation, weil du dann halt wirklich was in der Hand hast und du siehst eigentlich gleich, wenn du dich selber beschummelst. Wichtig ist halt wirklich: Ehrlichkeit gegenüber sich selber.

Kommentar von KritischerKant ,

gute ansätze, werde ich mir vornehmen!

Antwort
von feefle, 20

Guten Abend Kant,

das Problem kenne ich - leider - aus eigener Erfahrung. Auch mir mangelt es an Selbstdisziplin, was einem die Eltern auch nicht beibringen können. Motivierend für mich ist immer, wenn ich mich mit der Lebenseinstellung anderer Kulturen (Japan, China etc.) beschäftige. Das heißt, ich schau z.B. Reportagen über entsprechende Themen an (z.B. Shaolin-Mönche...), was mich dann meist eine Zeit lang motivieren kann, wenn ich sehe, wie hart andere für Ihre Ziele arbeiten. Lässt bei mir zwar nach ´ner Zeit gerne wieder nach, dann brauch ich Neues. Vielleicht hilft Dir das auch?

Viel Glück!

Kommentar von KritischerKant ,

So etwas versuche ich auch. Da ich etwas altmodisch bin und auf familiengeschichte wert lege fühle ich mich zu einem gewissen teil zu den von den preussischen tugenden hingezogen. Zwar waren wir nur Bauern, da aber preussen beeindruckende Disziplin o.ä. verkörperten ist mein fokus auf deren Gesellschaft bezogen, die familiengeschichte liefert nur einen bezug für mich. Dieser gedanke schafft es, dass ich mich dann doch mal hinsetze und lerne... (PS: bin kein Nationalist, es dient nur zur Motivation. einige verstehen das falsch :p )

Kommentar von feefle ,

Das ist doch super! Was heißt hier "nur" Bauern? Bedenke, wie hart die Arbeit für Deine Vorfahren war und gar zu oft mussten sie unverdient (Krieg) alles wieder von neuem aufbauen. Es blieb Ihnen ja nichts anderes übrig, als unermüdlich zu schaffen. Aber sei Dir sicher, auch sie haben Zeit gefunden, sich für Ihre Mühen selbst zu belohnen. Deshalb fände ich es gut, wenn Du ganz in der Tradition Deiner Familie erst hart arbeitest, Dir dann, wie heißt es so schön preußisch "nach getaner Arbeit" auch selbst ´ne Belohnung gönnst. In Teilen meiner Vorfahren war es einerseits einfacher, weil früher genug Besitz vorhanden (Grundbesitz weit, weit im Osten), da wurde gerade schwere Arbeit delegiert. Andererseits muss dieser Status auch erhalten werden, was im Fall meiner Vorfahren durch Revolution, Krieg usw. nicht gelang. 

Ich für meinen Teil finde an Nationalismus nichts schlimm, denn es ist in meinen Augen nichts schlechtes, stolz auf seine Vorfahren, seine Abstammung und Kultur zu sein. Das sind die meisten anderen Völker doch auch. Wichtig ist doch nur, die anderen Völker und Kulturen ebenso respektvoll zu behandeln, wie man es selbst auch erwarten würde.

Also - Du schaffst das, ebenso wie alle Deiner Vorfahren - sonst gäb´s Dich ja nicht ;-)

Schönen Abend nochmal!

Kommentar von KritischerKant ,

Das weicht zwar vom Thema ab, aber um es so zu sagen: ich bin ein kleiner träumer... kraftvolle europäische länder (also mit nennenswerter wirtschaftskraft und/oder militärischer stärke) sollten versuchen sich von ihrem nationalen denken zu lösen und anfangen eine gemeinsame Nationalität zu schaffen. ein geeintes Europa zb anfangs in einer Konföderation wäre stark und unabhängig. man sollte zwar versuchen die kultur in den jeweiligen gebieten zu wahren, doch Europa als eine Kultur mit unterschiedlichen Richtungen zu sehen ist für mich weitaus angenehmer. andererseits dinge wie preussische Disziplin und eigenständiges denken (franz rev---> Aufklärung) noch im "geeinten Europa" als einstellung der Bevölkerung zu etablieren wäre ideal. wenn das in Zukunft kommen würde, wäre für mich genug Motivation gegeben! #hoffnung

Kommentar von feefle ,

Träume sind doch dazu da, sie mit Leben zu erfüllen und damit wahr werden zu lassen - leg los!

Antwort
von Caleya, 18

Die Idee von einem Wochenplan ist doch schon mal nicht schlecht. Aber ganz ohne Stress wirst du durch dein Abi nun mal nicht kommen. 

Klar ist es schwer, sich nach der Schule noch zum Lernen zu motivieren. Aber setz dir doch erst mal kleine klare Ziele, z. B. Montag 30 Minuten Mathe, Dienstag 30 Minuten Englisch, oder so ähnlich und belohn dich z. B. dafür, wenn du deinen Plan eine Woche einhältst mit irgendetwas, was dir gefällt.

Sei einfach ein bisschen kreativ und vor allem diszipliniere dich selbst. Das ist nichts, was dir deine Eltern eintrichtern können, sondern das muss schon ganz von dir selbst kommen.

Antwort
von drschlau99, 27

Naja, Disziplin ist auch etwas dass man sich erarbeiten muss. Dass auf Deine Eltern zu schieben ist jetzt eh nicht sinnvoll.

Versuch doch mal jeden Tag x Minuten mit Lernen zu verbringen und diesen Wert dann langsam auf 1 h pro Tag zu steigern. Damit kommst Du schon recht weit.

Übrigens wird das später im Berufsleben nicht besser. Dann kommst Du um 18 Uhr nach Hause und musst auch noch diverse Dinge erledigen. Das geht dann auch nur mit Disziplin.

Kommentar von KritischerKant ,

Wollte das auch nicht auf meine Eltern schieben... etwas Unterstützung wäre nur hilfreich gewesen. das ist zwar ein guter Ansatz, nur meine Faulheit zu überwinden und das auf dauer zu halten wird sehr schwer für mich... aber ich denke ich kann das echt mal versuchen!

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