Frage von XxXxXxXxXy, 70

Wie lerne ich mich selbst zu akzeptieren? :))?

Hallo :) ich bin 18 Jahre und habe irgendwie ein gestörtes Verhältnis zu mir selbst :/ in meiner Familie dreht sich alles um meine jüngere Schwester, in der Schule werde ich zwar nicht gemobbt und jeder redet mit mir aber ich werde nie eingeladen und Freunde habe ich leider nicht :(
Ich kann es keinem verübeln der nichts mit mir zu tun haben will, ich habe keine Talente (wirklich gar keine) bin Durchschnittsklug (mittelmäßig auf einem Gymnasium) ich gehe nicht gerne feiern und trinke nicht, bin normal hübsch (schminke mich schon aber nicht übertrieben) und habe nichts zu erzählen :/ ich weiß dass man sich erst selbst mögen muss um auch von anderen vielleicht positiv gesehen zu werden, aber ich kann mich selbst einfach nicht lieben.
Habt ihr Tipps für mich wie ich irgendwie zu mir selbst finde? Ich bewundere andere Menschen so, aber ich selbst bin im Vergleich zu anderen echt einfach lw:(

Danke fürs durchlesen :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von xylitpro, 60

also erstmal musst du ja kein krasses talent haben oder in irgend einer weise etwas besonders gut können um interessant zu sein. die meisten menschen sind doch auch so, du brauchst keine angst haben, dass du irgendwie schlechter bist als andere.

irgendwo habe ich mal das zitat gelesen: life is not about finding yourself, it's about creating yourself! 

und ich finde das stimmt vollkommen. wenn du mit dir selbst nicht zufrieden bist dann ändere etwas. warte nicht darauf, dich zu "finden". du sagst du bewunderst bestimmte menschen. dann versuch doch, sie dir als vorbild zu nehmen und in deinen augen dann auch zu etwas "besonderem" zu werden? was findest du denn an diesen personen toll? können sie eine sportart gut, ein instrument spielen, malen, etc.? das kannst du auch alles lernen. 

zumindest habe ich mich so auch gefühlt. ich habe bestimmte menschen bewundert und wollte auch so sein wie sie/das gleiche machen. obwohl alle gesagt haben: das schaffst du sowieso nicht, du bist für sowas nicht gemacht.

aber dann hab ich doch angefangen, es mir beizubringen und seitdem arbeite ich jeden tag daran. es ist ein sehr gutes gefühl, auch wenn man natürlich nicht so gut ist wie sein vorbild. auf jeden fall besser, als einfach nur rumzusitzen und darüber nachzudenken, wie schön es sein könnte, so zu sein wie person x. man muss eben etwas dafür tun.  

Antwort
von Midgarden, 49

Mädel - bleib, wie Du bist :)

Während viele andere sich aufplustern, um besonders zu erscheinen sagst Du doch ganz klar: ich bin ganz normal

Und vertrau ganz einfach darauf: weil es so ist, wirst Du Menschen begegnen, für die Du gerade deshalb etwas Besonderes bist :)

Kommentar von XxXxXxXxXy ,

Danke :)

Antwort
von Surray, 69

Geringes Selbstwert gefühl hab ich auch mit etwas Depression.

Bei dir wirds sowas ähnliches sein.

Du musst etwas finden das dir Kraft gibt, das dich antreibt, das dich motiviert.

Bei mir waren es meine Freunde und das aufhören mit dem zu vielen "was wäre wenn" denken.

Habe mir 2 Gummi ringe mit den aufschriften Friendship und Ran ans Leben drauf gekauft, um mich selbst daran zu erinnern warum ich nicht aufgebe, mich selbst motiviert und an das gute im Leben glauben lässt

Antwort
von Translateme, 45

Hallo Du, erwarte keinen Rat. Ich kann nur so viel dazu sagen. 

1. Wer im Außen, also in seinem Umfeld, Bestätigung sucht, gibt seine Verantwortung für sein Leben ab u macht sich abhängig von diesen Leuten. Je mehr du erwartest von deinem Umfeld "Anerkennung" zu bekommen, desto mehr lieferst du dich ihnen aus. Aktion = Reaktion: Beachtet dich keiner, glaubst du nicht beachtenswert zu sein, usw. Das heißt, deine Gedanken ziehen dich noch weiter in die Spirale. Drücke die STOP-Taste u beginne zu leben!

Kommentar von XxXxXxXxXy ,

Danke:)

Antwort
von Translateme, 36

Fortsetzung ...

4. Du schreibst, dass sich alles um deine Schwester dreht. Daraus höre ich, dass du dich nicht geliebt fühlst. Wer sich aber nicht geliebt fühlt, fühlt sich unsicher. Deshalb kämpfen so viele Menschen darum, von anderen geliebt zu werden. Und wieder bist du von anderen Menschen abhängig, weil du dich nur dann sicher fühlst, wenn sie dich lieben, was du automatisch mit "Freundschaft" gleichsetzt. Du lebst in der ständigen Hoffnung, dass jemand kommt und dir mehr Liebe entgegenbringt. Meistens kommt niemand.

Was also tun? Du kannst sofort damit beginnen, dir und den anderen Menschen (Eltern, Schwester, Mitschüler ...) mehr Liebe entgegen zu bringen. Erinnere dich an das Sprichwort mit der Saat. Zuerst säen, dann ernten. Also nächstes sagst du dir vor, "ich bin nie das Opfer eines anderen Menschen." In diesem Moment hörst du nämlich mit der Verurteilung anderer Menschen auf, die dich angeblich nicht lieb haben. 

Ab morgen siehst du das Leben plötzlich ganz anders vor dir. Vertraue darauf, dass es funktioniert. 

Antwort
von Translateme, 36

Fortsetzung ...

3.  Wo Unsicherheit ist, das sind auch Opfer nicht weit entfernt. Je größer die Unsicherheit, desto zahlreicher die Opfer. Die Mehrheit der Menschen hat sich nämlich entschlossen, Opfer zu spielen. Einerseits ist es ganz praktisch, wenn man nicht verantwortlich ist; ein Opfer ist ja grundsätzlich nie verantwortlich für das, was ihm geschieht. Andererseits ist es aber so, dass ein Opfer auch machtlos ist; es hat ja als seine Macht an sein Umfeld abgegeben (siehe Punkt 1). Damit wird das Opfer zur Marionette seines Umfelds. 

Dabei  erkennen wir nicht, dass wir selbst das Opfer unserer Gedanken sind. Nicht die anderen sind schuld, sondern wir. Also ändere deine Gedanken. Denn jeder Mensch ist Verursacher von dem, was in seinem Leben geschieht. Er ist verantwortlich, nach dem Prinzip Aktion = Reaktion. Du kennst sicher das Sprichwort: "Was der Mensch sät, das wird er ernten." Um das Prinzip der Opferrolle besser zu verstehen, drehe den Satz einfach um: "Was der Mensch erntet, das hat er gesät."

Antwort
von Translateme, 33

Fortsetzung ...

2. Verurteile nichts u niemanden! Das ist am Anfang wahnsinnig schwer sich das abzugewöhnen, weil wir einfach so erzogen wurden, alles zu bewerten. Beginne es dir bewusst zu machen und dann versuche mal eine Stunde keine Bewertung u keine Verurteilung abzugeben. Dann einen Tag lang usw. Immer bewusst machen. 

Denn jede Seite hat auch keine Kehrseite. Es gibt weder positiv noch negativ. Es ist, wie es ist. Das gleiche gilt für dich als Person. Du bist weder gut noch schlecht. Du bist, wie du bist. Du bist einzigartig!

Antwort
von Gwennydoline, 50

Manchmal hilft ein Ortswechsel :)
Neue Umgebung - neue Chance...
Wenn du vor hast zu studieren bietet sich das ja an

Kommentar von XxXxXxXxXy ,

Ja hab ich und ich möchte unbedingt ganz neu anfangen :)

Antwort
von Hobi31, 46

Ist es eine Phase oder empfindest du das schon immer so?

Antwort
von Virginia47, 23

Hallo XxXxXxXxXy, 

na, das ist doch schon mal positiv, dass du nicht gemobbt wirst. Da scheinen dich deine Mitschüler doch so zu akzeptieren, wie du bist. 

Mir erging es ähnlich: Ich mochte mich auch nicht. Aber dennoch hatte ich liebe Kollegen, die mich gut fanden. Ich hatte zwar nur während der Arbeit Kontakt zu ihnen. Aber das reichte mir vollkommen. Ich bin sowieso eher ein introvertierter Mensch und liebe es, allein zu sein. 

Und da bin ich mit mir zu Gericht gezogen und habe mir gesagt: So verkehrt kann ich doch gar nicht sein, wenn mich meine Kollegen mögen. So fing ich an, mich selbst zu akzeptieren und sogar zu mögen. Das strahlte ich dann auch nach außen aus. Und so bekam ich intensivere Kontakte und fand sogar Freunde. 

Fange mit kleinen Schritten an. Erkenne, was du an dir magst. Arbeite an deinem Selbstbewusstsein. 

Alles Gute

Virginia

Kommentar von XxXxXxXxXy ,

Danke dir :)

Antwort
von max1949, 45

Mach was aufregendes. Und sich selbst zu akzeptieren ist nicht immer nötig. Hauptsache man kann damit Leben.

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