Frage von Speckbulle, 65

Wie lege die Wohngebäudevers. auf Mieter um wenn ich die Tariferhöhung außen vorlassen will nicht aber die Jährliche Erhöhung durch den "gleitenden Neuwert"?

Hallo,

mal eine Frage, ich habe eine neue Wohngebäudeversicherung abgeschlossen, diese ist ca. 150 Euro teurer,da Verzicht auf "grobe Verlässigkeit" und "Elementarschutz" drin sind. Nun ist es ja üblich das man diese auf die Mieter umlegen kann. Da wir und meine Eltern selber auch im Haus wohnen könnte ich lediglich 50 Euro mehr (ein Drittel) im Jahr umlegen. Da ich kein Fass aufmachen will und nicht weiss ob diese Erhöhung als unwirtschaftlich gesehen wird, da keine Unterversicherung vorab vorlag wollte ich die 50 Euro Erhöhung stecken lassen. Das heisst der Mieter sollte weiterhin nach dem "alten Tarif" seinen Anteil zahlen.

Was ich aber vom Mieter will ist das er sich an den jährlichen Erhöhungen nach dem "alten Tarif" weiterhin beteiligt. Der alte Vertrag stünde ja nicht still, sondern wäre auch jedes Jahr an den "gleitenden Neuwert" angepasst worden.

Die Versicherung hat mir gesagt das alle Tarife immer nach dem "gleitenden Neuwert" berechnet werden und dieser jedes Jahr eine Feste Prozentuale Größe in allen Tarifen darstellt. Also alle Tarife immer um den selben Satz erhöht werden.

Heisst für meine Berechnung im Beispiel:

500 Euro (Versicherungs-Beitrag in 2015 nach neuem Vertrag vorgegeben)

520 Euro (Versicherungs-Beitrag in 2016 nach neuem Vertrag vorgegeben)

520/500=1,04

350 Euro (Versicherungs-Beitrag in 2015 nach altem Vertrag vorgegeben)

350*1,04=364

364 Euro (berechneter Beitrag in 2016 nach altem Vertrag)

Also sind beide Tarife im Beispiel um 4% gleichbleibend zueinander erhöht.

Folglich müsste sich der Anteil des Mieters für 2016 an den 364 Euro orientieren. Den "neuen Tarif" Bürde ich dem Mieter nicht auf, aber seinen Anteil an den regulären jährlichen Erhöhungen des "alten Tarifs" durch die Versicherung sollte er schon weiterhin zahlen.

Ist vielleicht ungewöhnlich, aber ein Ist das so machbar?

Bitte nicht um warum und wieso mit mir diskutieren.

Antwort
von bwhoch2, 37

Du kannst nur umlegen, was Du auch tatsächlich bezahlst bzw. mit einer verständlichen Rechnung belegen kannst.

Als Dein Mieter würde ich die Position "Wohngebäudeversicherung" überhaupt nicht mehr bezahlen, weil Du sie nicht ordentlich belegen kannst. Muss ich als Mieter erst einmal einen Kurs zu gleitenden Neuwertklauseln machen, um zu verstehen, was Du mir unterjubeln willst?

Nein, als Vermieter legst du zunächst einmal um, was Du an die Versicherung bezahlst und Du erklärst dem Mieter, dass der Versicherungsschutz entsprechend verbessert wurde und somit auch zu zahlen ist. Beruft er sich auf das Wirtschaftlichkeitsgebot und zahlt künftig überhaupt nicht mehr diese Position oder nur das, was er bisher bezahlt hat, erhöhst Du die Miete, um den Nachteil auszugleichen.

Antwort
von Buerger41, 34

Wenn im Mietvertrag vereinbart ist, dass die Gebäudeversicherungskosten umgelegt werden können, dann können Sie den Beitrag als Nebenkosten auflisten. Dazu bedarf es keiner Rechenspielchen, sondern einer Darlegung der Vorteile, also durch El-Versicherung und den Einschluss der groben Fahrlässigkeit erhöhter Schutz auch für den Mieter. 

Das reicht nach der Rechtssprechung. Werden Sie nicht päpstlicher als der Papst.

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