Frage von SohnVonSatan, 119

Wie lebt man eigentlich in einer Psychiatrie?

Ist es sehr schlimm dort? Könnt auch eigene Rrfahrungen in die Antworten schreiben. Danke ^^

Antwort
von OnkelSchorsch, 57

Ein psychiatrisches Krankenhaus ist ein Krankenhaus.

Die Patienten haben in der Regel Zweibettzimmer, die meist wohnlicher eingerichtet sind als in normalen Krankenhäusern. Dann gibt es Gruppenräume für verschiedeen Aktivitäten, meist auch eine Gruppenküche, einen Außenbereich, Fernsehzimmer und so weiter.

Kommt auch etwas darauf an, ob es eine offene oder eine geschlossene Abteilung ist, die Geschlossenen sind in der Regel besonders freundlich und wohnlich eingerichtet.

Schlimm ist es da definitiv nicht. Vergiss die ganzen Horrorstorys aus Filmen.

Es ist allerdings so, dass etliche Kranke die Psychiatrie sehr negativ schildern. Das liegt aber daran, dass sie die Psychiatrie ja stets als akut Kranke erleben, genauer, als akut psychisch Kranke. In der Situation wird jede Umgebung als negativ empfunden. Insofern würde ich den Berichten von Kranken hierzu nur bedingt Glauben schenken.

Kommentar von OnkelSchorsch ,
Antwort
von crazyElfe, 64

Ich musste ein Wochenende rein meine mutter hat mich damals rausgeholt. Da ich in einer geschlossenen war , hat man nicht viel. Keine Schuhe mit Schnürsenkel, wer auf die Toilette oder duschen will muss fragen, es gab vorgeschriebene raucherzeiten, kein Handy usw. Ich war mit zwei Mädchen im zimmer und darin waren nur drei betten und drei Nachttische und es gab eine Stunde wo wir mal raus durften. Also ich war froh als ich gehen durfte (hätte es auch keine sechs Wochen ausgehalten) und seitdem kommt für mich keine Klinik mehr in frage, auch keine offene.

Antwort
von Luuke777, 73

Man sollte offene oder geschlossene unterscheiden. Die offene ist ein bisschen wie ein Leben in einer Wohngemeinschaft (Kommt natürlich auch immer aufs Krankenhaus an), die geschlossene ist halt nicht seeeehr schön, aber beides ist dafür da dir zu helfen und daher kann man nicht sagen, dass es sehr schlimm ist. Finde ich.

Antwort
von summersweden, 27

Kommt auf die Station und auf das Krankenhaus drauf an (gibt gute und schlechte). Also auf der offenen Station lebt es sich eigentlich ganz gut. Normalerweise sind es Zweibettzimmer und man kann sich auch frei bewegen. Auch die meisten seiner Sachen darf man behalten (abgesehen von Klingen und ähnlichem. Also so wie man es aus Filme kennt, ist es ganz sicher nicht. Es ist eher wie eine Wohngemeinschaft, nur das halt ständig Ärzte rumrennen. 

Auf der geschlossenen Station ist es schon anders. Man muss viel mehr Sachen abgeben und darf sich auch nicht frei bewegen. Dort ist man auch eher unter ständiger Kontrolle. Aber auf dieser Station bleibt man eigentlich nur, solange man akut gefährdet ist. 

Antwort
von LilliSun, 56

Hello :)

such doch einfach mal im Internet nach Erfahrungsberichten in einer Psychiatrie :) dort findest du bestimmt etwas 

Kommentar von LilliSun ,
Kommentar von SohnVonSatan ,

danke :)

Kommentar von LilliSun ,

Kein Problem immer wieder gern :)

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Wie gesagt: Erfahrungsberichte von psychisch Kranken sind mit größter Vorsicht zu genießen. Kranke erleben in der Regel ihre Erfahrungen im Zustand akuter psychischer Krankheit. Dabei sind sie zumeist zu einer sachlich korrekten Wahrnehmung ihrer Umwelt nicht fähig. Zudem übertragen sie ihre Symptome auf den Ort, an dem ihnen ihre Symptome bewusst gemacht werden. Das Schlechte der Krankheit wird dann auf den Ort übertragen,. an dem an der Krankheit gearbeitet wird.

Antwort
von Virginia47, 20

Ich habe nur gute Erfahrungen in einer Psychiatrie gemacht.

Ich wurde ordentlich behandelt, und das obwohl ich "nur" Kassenpatient bin.

Das ging von täglichen Gesprächen über Gruppentherapie und Beschäftigungstherapie bis hin zur allein gestalteten Freizeit.

Ich möchte die Zeit dort nicht missen. Ich habe da viel über meine Krankheit gelernt und konnte Lehren für mein weiteres Leben mit nach Hause nehmen.

Ich kann einen Aufenthalt in einer Psychiatrie also nur empfehlen.

Antwort
von Jules394, 18

Ich war ein halbes Jahr dort, erst auf der offenen und später auf der geschlossenen Station und hab einiges mitbekommen. Du darfst mich gerne alles fragen, was du wissen willst (evtl. per Privatnachricht)

Antwort
von rockylady, 58

wenn du Kassenpatient bist, ist es schrecklich ....man wird eher abgefertigt (kaum Gespräche), auf Medikamente gesetzt, und muss sich irgendwie die Zeit vertreiben ..

so habe ich es bei einem Freund beobachten können ..nach 6 Wochen die er dort verbracht hat, war ihm kein Stück geholfen ...es macht mehr Sinn sich um eine Therapie zu bemühen und die restliche Zeit zu hause zu sein ....es sei denn man ist suizidgefährdet, dann macht es natürlich Sinn wenigstens unter Beobachtung zu stehen.

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