Frage von danimustermann, 182

Wie leben als Atheist?

Hallo Zusammen,

Ich bin gerade 18 geworden und habe mir in letzter Zeit viel Gedanken über Reiligionen, Glauben und Gott gemacht. Auf dem Papier bin ich zwar Christ, aber eigentlich bin ich Atheist. Mir ist durchaus bewusst, dass ein gläubiger Mensch es im Leben VIEL einfacher hat. Alle komplexen Fragen wie etwa das Leben nach dem Tod oder der Grund für unsere Existenz sind dadurch beantwortet. Doch wurde im Laufe der Zeit so viele Behauptungen, der Kirche wiederlegt und da ich such sonst in meinem Leben nie einen richtigen Beweis für die Existenz eines Gottes ect. erlebt habe, lebe ich nun ein Leben als Atheist. Ich meine, nur weil so viele Menschen daran glauben, heisst es ja noch lange nicht, dass es stimmt was sie glauben. Ich denke die meisten Menschen kommen mit dem Leben einfach nicht klar und fliehen in den Glauben, der allem einen Sinn zu geben scheint. Dies würde ich ehrlich hesagt am Liebsten auch jedoch kann ich das leider nicht... Ich kann nicht Glauben dass es ein Gott gibt, der für alles übel auf der Erde verantwortlich ist, oder ein Leben nach dem Tod gibt, da ja noch nie jemand den Himmel bzw die Hölle beweisen konnte... Nun zu meiner Frage an die anderen Atheisten da draussen:

Wie kommt ihr mit dem Leben als Atheist klar? Worin seht ihr denn Sinn des Lebens, welchen ich bislang vergeblich suche? Wie kommt ihr mit dem Tod zurecht?

Bin offen für alle Anregungen! Auch können gerne Gläubige einen kommentar da lassen, warum sie zB. von ihrem Glauben überzeugt sind oder wie Sie zu ihm gefunden haben?

Antwort
von BlondBeauty22, 182

Ich bin auch Atheist und der Sinn des Lebens ist es für mich, Spaß zu haben und die schönen Momente zu genießen. Einfach das zu tun, was mir gut tut und später nichts zu bereuen. Ich denke, dass mit dem Tod alles vorbei ist. Deshalb ist es umso wichtiger, sich auf das leben, auf das hier und jetzt zu konzentrieren. Und was auch wichtig ist: nicht zu viel nachdenken! Denn das nachdenken verdirbt einem oft die schönen Momente.
Das ist meine Meinung:)

Kommentar von danimustermann ,

Danke für die Antwort! Mit dem Spass im Leben haben, hast du sicherlich Recht! Besser zu Leben und dann sterben, als nie gelebt zu haben :-)

Kommentar von Eselspur ,

das Klingt echt armselig, so ein spassverliebtes Atheisten-Leben!

Kommentar von crashy2002 ,

Das mag vielleicht ein Zweck des Lebens sein, spass zu haben aber es ist nicht der Sinn des Lebens, da gibt es einen Unterschied.

Der Sinn der Welt muss außerhalb der Welt liegen, auch der Sinn des Lebens muss außerhalb des Lebens liegen.

Eine Radaranlage ist ja auch nicht der Sinn eines Schiffes, der Sinn eines Schiffes ist es Personen und Frachten übers Wasser zu transportieren.

Kommentar von AngstFurcht ,

Ich denke genau wie du. Das nachdenken ist manchmal hilfreich... In diesem Thema jedoch denke ich, sollte man nicht zu viel denken.

Antwort
von blechkuebel, 12

> Wie kommt ihr mit dem Leben als Atheist klar? Worin seht ihr denn Sinn des Lebens, welchen ich bislang vergeblich suche? Wie kommt ihr mit dem Tod zurecht?


Auch wenn es höchstwahrscheinlich keinen Gott gibt, gibt es Gesetzesmäßigkeiten, die das Leben bestimmen (also z.B. Naturgesetze). Die könnte man auch "Gott" nennen, wenn man will, d.h. das Geschehen ist nicht willkürlich, sondern folgt diesen Gesetzesmäßigkeiten.


Beim Sinn des Lebens muss man immer fragen, was die Frage bedeutet, also wonach man fragt. Meistens wird nach individuellem Glück oder Erfülltheit gefragt, und wie man das erreichen kann, ist für jeden anders.

Der Tod ist einfach etwas, was man akzeptieren muss. Nur: Den Zustand, tot zu sein, wirst du eh nicht miterleben, denn das bedeutet ja "tot sein". Also warum sollte ich mir Gedanken machen um einen Zustand, den ich nicht erleben werde?
Man macht sich nur Sorgen um den Tod, während man lebt. Wenn er aber eingetreten ist, kann man sich darüber keine Sorgen mehr machen. Also macht es keinen Sinn, sich das Leben schwer zu machen, indem man sich um den Zustand Sorgen macht.

Natürlich kann man Angst vorm Sterben haben, aber das ist etwas anderes. Man will das Sterben natürlich möglichst vermeiden.

Antwort
von Dovahkiin11, 129

Das Leben eines Gläubigen ist nicht automatisch einfacher. In vielen Fällen durchaus, aber nicht zwangsläufig. Die Behauptungen der Kirche und das, was der Kerngedanke einer Schrift bzw des Glaubens ist, sind zweierlei. Einige Thesen bestätigt die Bibel und wurden von der Kirche jedoch verfälscht. 

Deine Denkweise ist nachvollziehbar und spiegelt die heutige Gesellschaft wieder. Nein, dass viele Leute von etwas überzeugt sind, beweist dies nicht. Aber das ist auch nicht Grund für meine Überzeugung. Viele wenden sich erst in großer Not dem Glauben zu, aber auch das sagt nichts über die Existenz eines Gottes bzw über Nicht-Existenz aus. Ich denke eher, was Menschen, die am Boden sind, ein solches Maß an Stärke, Hoffnung oder Freude verleihen kann, kann nicht nur Placebo sein. Aber das ist auch nur meine Überzeugung. Ich habe selbst schon einiges erlebt, wo es mir töricht erscheint, an einen Zufall zu glauben. Durch andere habe ich noch viel mehr und mich in meiner Annahme bekräftigendere Erfahrungen geteilt. Ich kann mich einfach nur mit dieser Seite identifizieren. Mit der Deinen und mit den existierenden Theorien setze ich mich auseinander,und ich respektiere sie anders als viele hier, aber sie spiegeln mich nicht wieder. Was habe ich von der Überzeugung/Gewissheit, dass alles im Nichts endet? Mir persönlich geht es bestens mit meiner Lebensweise. Wer mit dem Atheismus mehr anfangen kann, lebt danach.

Du hast das Recht, zu denken, was du willst. Ich empfehle dir, dir ein differenziertes Bild zu machen und alle Perspektiven zu berücksichtigen. Aber achte darauf, stets die andere Partei zu tolerieren und respektieren. Nur so profitiert die Gesellschaft.

Antwort
von MRCherubghost, 34

Vielleicht solltest du anfangen, dich mit Philosophie zu beschäftigen. Der entscheidende Unterschied zwischen Religion und Atheismus ist, dass du nicht glaubst, sondern zweifelst, kritisch hinterfragst, um letztendlich deine eigene Weltanschauung zu finden. Das ist zwar schwieriger als einfach etwas zu glauben, das dir jemand sagt oder in einem Buch steht, aber da du von dir aus zu der Überzeugung gekommen bist, dass Gott nicht existiert, bin ich zuversichtlich, dass du das schaffst.

Ich persönlich sehe das Leben als etwas wunderschönes, das man genießen muss, aber gleichzeitig sicherstellen muss, dass das auch für kommende Generationen so bleibt, bzw. besser wird. 

Antwort
von mideal, 97

Schade, da hatte ich so etwas Schönes geschrieben, weg. Schreib ich demnächst mal in meinem Blog. Egal.

1.) Mal hier schauen: http://www.brights-deutschland.de/

2.) Einfach mal zwei Gottesdienste zu besuchen. Diese Woche und möglichst Heiligabend. Nichts machen, einfach dasitzen, vergleichen und zuhören.

3.) Nicht lachen.

4.) Nach Hause gehen, und darüber freuen, dass Du das nie wieder erleben willst.

5.) Vielleicht die frei Zeit um Weihnachten zum Umtexten christlicher Lieder auf "Winterstimmung" nutzen... (Das könnte sich sogar finanziell lohnen.)

6.) Hoffen, dass Traumfrau/-mann ähnlich denkt oder hireichend tolerant ist.

Antwort
von stranqe, 100

Ich bin ebenfalls überzeugter Atheist. Allerdings sollte es das Wort gar nicht brauchen. Seit wann brauchen wir Wörter, um sich mit etwas zu identifizieren, zu dem man NICHT gehört?! Es gibt ja schließlich auch kein Wort für jemanden, der kein Tennis spielt. Das ist ein wichtiger Aspekt, denn Atheismus bezeichet nicht den Glauben, dass es keinen Gott gibt, sondern die Abwesenheit von Glauben aufgrund fehlender Beweise. Es ist eine rationale Schlussfolgerung, kein Glaube.

Das Wort, mit dem ich mich sehr viel lieber identifiziere ist Humanist. Humanismus ist eine säkulare, rationale Weltanschauung, die den Menschen in den Mittelpunkt des Verhaltens stellt. Humanismus genau zu erklären, würde hier ein bisschen den Rahmen sprengen. Da du allerdings gesagt, hast, dass du offen für Anregungen bist, empfehle ich dir, dich ein bisschen damit auseinander zu setzen.

Liebe Grüße, Alex.

Kommentar von danimustermann ,

Hallo und vielen dank fürbdie Antwort! Da muss ich dir 100pro Recht geben. Wenn ein Mensch beschliesst sich einer Religion anzuschliessen, wird er ja ein Theist. Also wendet er sich vom "normal Menschen" ab. Jemand der sich keinem Glauben anschliesst bleibt somit einfach ein durchaus normaler Mensch. Also sollten wir uns nicht als Atheisten zu bekennen müssen nur weil es mehr Theisten gibt, obwohl wir eigentlich einfach Mensch sind.

Antwort
von comhb3mpqy, 80

Ich bin Christ. In der Bibel stehen erfüllte Prophezeiungen und Menschen berichten davon, dass Jesus sie gesund gemacht hat. Dafür gibt es keine wissenschaftliche Erklärung. Die Berichte findest du im Internet, frag mich, wenn du sie nicht findest. Auch ich habe Sachen erlebt, die mich glauben lassen.

Auf dem Berliner Fernsehturm ist bei Sonne ein Kreuz zu sehen.

Zum Thema Leben nach dem Tod: Beschäftige dich doch mal mit dem Thema Nahtoderfahrungen. Ein Mädchen berichtete zum Beispiel, dass sie Jesus gesehen hat und danach von allen ihren Krankheiten geheilt war. Dafür gibt es keine wissenschaftliche Erklärung. Nachrichtenseiten wie Focus oder die Welt berichteten darüber. Auch glaube ich, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Denn nicht alle waren mit dem Christentum einverstanden. Wäre Jesus nicht auferstanden, so hätten seine Feinde dies allen zeigen können. Haben sie aber nicht, sie konnten das nicht, er war ja auferstanden. Ich weiß nicht, ob du das verstanden hast, ob ich das verständlich geschrieben habe, sonst frag mich.

Wenn ich mir diese Welt und das Universum ansehe, stelle ich fest, dass alles aufeinander abgestimmt ist und das alles sehr gut durchdacht ist. Ich glaube nicht, dass dies alles aus Zufall passiert ist, ich glaube, dass dies alles geplant wurde.
Dies sind Gründe für meinen Glauben.

Kommentar von danimustermann ,

Hallo und danke für die Antwort! Och habe jedoch ein paar fragen an dich.. Eeicht ein Kreuz auf einem Gebäude bei dir schon aus um dich von Gott zu überzeugen? Wie du schreibst glaubst du an die Bibel, doch woher willst du wissen, dass was in der Bibel steht stimmt? Ich kann auch schreiben: Äpfel sind blau, was noch lange nicht heisst dass Äpfel wircklich blau sind. In der Bibel steht ja auch, dass der Mensch nicht aus der Evolution entstanden ist, sondern Gott zuerst Adam und Eva in die Welt gesetzt hat richtig? Doch denken wir diese "geschichte" mal weiter.. Adam und Eva bekamen wahrscheinlich Kinder, doch was haben diese Kinder gemacht? Hatten sie Sex mit einander? oder gar mit ihrer Mutter? Irgendwie müssen aus den 2 Menschen ja mehrere Milliarden geworden sein. Woher weist du überhaupt, dass das Christentum der richtige Glaube ist? Du wurdest wahrscheinlich zum Christen erzogen. Doch stell dir vor du wärst in einem anderen Land geboren, dann wärst du nun womöglich moslem oder hindu... und wäre das dann der "richtige" Glaube??? Zum Thema Nahtoderfahrung: Ich habe auch schon von solchen Geschichten gehört, jedoch wurde herausgefunden, dass der Körper, bevor er stirbt gewisse Hormone oder was auch immer im Gehirn frei setzt um vom Absterben der Zellen abzulenken und diese sollen wie drogen wircken und somit Illusionen wie das bekannte Licht am ende des tunnels ect. bewirken. Dass Universum ist tatsächlich extrem komplex und der Urknall ist gewiss auch nur eine Theorie. Doch beweisst nur das wir zu beschränkt sind, das universum zu verstehen, dass es von Gott erschaffen wurde?. wäre toll wenn du eine Rückmeldung dazu gibst! Danke im voraus! Lg :-)

Kommentar von comhb3mpqy ,

Die katholische Kirche hat sich zur Evolution bereits geäußert, kannst du ja mal im Internet nachsehen. Warum ich Christ bin habe ich oben schon geschrieben. Eine Empfehlung für dich. Schau dir einfach mal ein paar Videos an, in denen Menschen davon berichten, wie Jesus sie gesund gemacht hat, der Kanal heißt "mensch Gott".

Kommentar von mideal ,

Ja genau. Was die Katholische Kirche als völlig Unbeteiligte zur Evolution zu sagen hat, ist leider zu 100% irrelevant. Offenbar gehörst Du dazu.

Ein annähernd runder, verspiegelter Körper wie der obere Teil des Berliner Fernsehturms spiegelt wie JEDE Discokugel bei starker Beleuchtung in bestimmten Betrachtungswinkeln IMMER in Kreuzform zurück. Das hat was mit Physik (Optik) zu tun.

Würdest Du bei einem Davidsstern zum Judentum konvertieren?

Wirst Du gar bei Anblick eines Regenbogens schwul?

Geht nachts bloß nie mehr vor die Tür, kurz vor Neumond könntest Du am Himmel eine Halbmondsichel sehe und musst Moslem werden!

Meine Güte, ich hab Hirnkrämpfe, seit ich das gelesen hab...

Antwort
von crashy2002, 31

Als Atheist ist es eigentlich deine Aufgabe dich über andere Leute lustig zu machen, sie zu verspotten und auszulachen.
Als Atheist lebst du nur für Geld und vergängliche, sinnlose Dinge.

Besser du lebst als agnostiker, das heißt du siehst die Dinge realistisch, du kannst weder Schöpfung noch Evolution beweisen, und machst dich über keine von beiden Parteien lustig, das ist um einiges Sozialer.

Kommentar von mideal ,

Nö, als Atheist (ich bezeichne mich eher als "Bright", weil die Definition besser passt (-> www.brights.net)) MUSS ich GAR NICHTS. Aber ich überdenke meine Einstellung gerade, da man als Agnostiker kostenlos wohnen, essen und ins Internet kommt.

Antwort
von suiluj123, 61

das leben als atheist ist doch an sich nichts besonderes. also "aufregendes" in dem sinne gibt es da nicht viel.

ist wie wenn du fragst: wie lebt es sich mit dunklen haaren?? oder blonden?

oder wie leben leute als raucher bzw nichtraucher..?

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