Frage von Schneiderlein92, 105

Wie lebe ich vom Existenzminimum?

Ich habe folgendes Problem: Ich lebe seit meinem Rausschmiss aus meiner Pflegefamilie in meinem 18. Lebensjahr alleine. Meine biologische Mutter steht unter Betreuung und ist quasi Dauerpatientin im BKH. Mein biologischer Vater hat eine eigene Familie (Frau und 2 Kinder) in München und ist selbstständig. Zu beiden Elternteilen besteht kein Kontakt. Durch ein plötzliches Auftreten von Thrombozytämie bin ich nicht mehr in der Lage meine finanziellen Mittel durch Plasmaspenden aufzubessern. Obendrein habe ich eine mittelgradige Depression und leide unter Schizophrenie. Mein Aufenthalt in einer psychologischen Einrichtung brachte keine Besserung und somit ist ein Nebenjob für mich äußerst anstrengend, da ich zur Zeit eine ortsansässige Fachoberschule besuche und diese mich körperlich, wie psychisch allein schon sehr fordert. Ich werde bald 24 Jahre alt. Mein Problem manifestiert sich also dergestalt, dass ich von 465€ Bafög, 185€ Kindergeld und 20€ Unterhalt mein Leben bestreite. Ich wohne in einer Studentenstadt, in der es beim besten Willen keine vernünftigen Wohnungen mehr gibt und ich somit 340€ Miete für 22m² zahle. Meine Fixkosten belaufen sich auf 590€ und somit bleiben mir zum Leben nur noch 80€, welche durch den Wegfall der Spende und die zuzüglichen Kosten von Medikamenten (Antidepressiva, Eisenpräparate, Therapie zwecks Thrombozytose, tägliche Kopfschmerzen benötigen bei Unerträglichkeit Tabletten(psychische Ursachen)) nicht ausreichend sind. Wohngeld wurde abgelehnt und nach der Vollendung des 21. Lebensjahres klärt keiner mehr einen aus, was man noch unternehmen kann. Den Zustand habe ich nun seit 3 Monaten und die entstandenen Schulden, summiert mit bereits bestandenen Schulden belaufen sich mittlerweile auf knapp 2000€. Ich weiß nicht mehr weiter, da ich schon Mitte des Monats kein Geld mehr habe. Es gäbe den Ausweg die Schule abzubrechen und Hartz 4 anzumelden, wodurch ich monatlich 154€ mehr hätte und so meine finanzielle Lage zwar in den Griff bekommen könnte, jedoch eben ganz unten angelangt wäre und als arbeitssuchend deklariert wäre und somit jeden Job annehmen müsste, den ich von meinem gesundheitlichen Standpunkt aus annehmen kann und meine Chancen auf einen Ausstieg aus dem "Niedriglohnsektor" verbaut wären. Gibt es die Möglichkeit dies zu umgehen und irgendwo noch Geld zu beantragen, sodass ich mein bisher erniedrigendes Leben in eine angenehmere Bahn durch den Abschluss meines Fachabis lenken kann?

Expertenantwort
von Fortuna1234, Community-Experte für Bafög, 24

Hi,

also ich hab während der Ausbildung und während des Studiums weniger Geld gehabt und hab ja auch überlebt ;)

Ich hatte aber wohl auch nicht so hohe Ansprüche. Ich habe 225€ Miete gezahlt für ein 8qm/16qm-Zimmer in einer WG oder im Studentenwohnheim.

Du solltest dir also eine günstigere Unterkunft suchen. Es gibt zig andere Studenten, die mit dem gleichen Geld oder weniger klarkommen. Ich habe 130€ monatlich für Zigaretten ausgegeben und trotzdem hat es gut geklappt. Mehr gibst du ja auch nicht für deine Medikamente aus. Irgendwie frag ich mich schon, warum ich damit keine Probleme hatte. Du scheinst irgendwie unnötig viele Kosten zu haben.

Du kannst noch versuchen den "Zuschuss zu ungedeckten Unterkunftskosten" zu bekommen. Oder einfach ein paar Stunden mal am Wochenende arbeiten. Es reichen ja mal 3-4 Std samstag abends.

Hartz4 hast du zwar kurzfristig mehr, aber du solltest nicht so denken (auch wenn die Situation hart ist), Brichst du jetzt ab, ist die Chance hoch, dass du immer am Existenzminimum lebst. Jetzt ist es eine Phase, die man durchstehen muss bis man einen Job hat und mehr verdient.

Kommentar von Schneiderlein92 ,

Hallo Fortuna :)
Wie ich schon erklärt habe, wohne ich in einer Stadt die größtenteils von Studenten bewohnt wird, wodurch bei uns die Mieten in 4 Jahren von einer 1 Zimmer Wohnung von eben diesen 250€ auf mindestens 300 bis 350€ gestiegen ist, selbst neugebaute Studentenwohnheime (wo die Mieten ab 400€ pro 20m² anfangen) gestiegen sind. Durch den doppelten Abijahrgang haben wir hier echten Wohnungsmangel. Es gibt einfach keine billigeren Wohnungen und ich bin ja bisher mit dem Spendengeld gut über die Runden gekommen, da ich eben nie einen ausschweifenden Lebensstil hatte. WG kommt nicht mehr in Frage. Minijobs werden auch nur noch an Studenten vergeben. Ich habe auch keine "unnötigen" Kosten. Zuschuss zu ungedeckten Unterkunftskosten gibt es für Schülerbafög nicht :/
Ja es mag ein temporärer Zustand sein, dennoch lebe ich nun schon knapp 6 Jahre von genau diesem Geld und meine Finanzschwierigkeiten wurden eben nun durch meine Gesundheit hervorgerufen...ich suche nach einer Lösung, die nicht bei normalen Leuten greifen kann, da ich eben keinen normalen Zustand habe...

Kommentar von Fortuna1234 ,

Zuschuss zu ungedeckten Unterkunftskosten gibt es auch für Schüler. Eben dann, wenn die Mietpreise wirklich so hoch sind und du wirklich nicht günstiger wohnen könntest.

Wieso kommt eine WG nicht in Frage? Oder wenn du einfach bissl weiter weg ziehst? Auch in Studentenstädten ist der Druck auf dem Arbeitsmarkt nur am Semesteranfang sehr hoch. Ich habe auch mal in einem privaten Haus gewohnt, in dem die Vermieterin die alten Kinderzimmer ihrer Kinder vermietet hat. Auch das wäre möglich.

Eine eigene Wohnung konnte ich mir auch nie leisten, aber dann mussten eben andere Unterkünfte herhalten. Damit sparst du auch einiges an Nebenkosten (da geteilt) oder auch solche Sachen wie Internet, Telefon etc.

Du schreibst die 250€ "Fixkosten"§ sind Handy, Internet, Strom etc. Welche Kosten sind denn da noch drin? Handy kannst du je nach Tarif auch einfach auf eine Prepaidkarte umsteigen.

Du wohnst einfach zu teuer. Auch wenn man in Hamburg lebt oder in München, gibt es günstigere Unterkünfte (kenn ich selbst aus eigener Erfahrung).

Weitere Geldeinnahmen außer einen Job sehe ich nicht. Wenn du jedoch durch deine Krankheit nicht in der Lage bist zu jobben, ist auch die Frage wie und warum sich das später ändern sollte. Vielleicht solltest du erstmal deine Krankheit in den Griff bekommen, bis dahin pausieren und hoffentlich dann später auch fähig sein zu jobben nebenher? Was sagen denn deine Ärzte dazu?

Du hast keine anerkannte Behinderung, sonst hätte man da noch was machen können.

Antwort
von Apfel2016, 43

Was machst du den mit den 250€? Was heißt Fixkosten? Da würde ich erstmal gucken was man da sparen kann und dann wird es bei euch doch sicherlich eine Tafel o.ä. geben wo man auch Hilfe bekommt.

Außerdem kannst du mal bei der Krankenkasse fragen ob eine Befreiung für dich in Frage kommt, dann musst du nicht die gesamten Kosten der Medikamente bezahlen.

Sonst würde ich mal nach Hilfeeinrichtungen in deiner Gegend fragen (vielleicht auch bei deinem Arzt), die Leute können dir dann genau sagen von wem du Hilfe bekommen kannst

Kommentar von Schneiderlein92 ,

Die 250€ läppern sich durch Rechnungen wie Stromkosten, Internet, Handy u.ä. zusammen. Eine Kürzung der Ausgaben wurde von mir schon auf das Minimalste reduziert...
Nahrung ist nicht das primäre Problem, da ich an Anorexie und chronischer Magen Schleimhautentzündung leide und somit nur 2 bis 3 mal die Woche esse...wiege daher auch bei 1,80m nur 56 kg. Bin aber auch Antialkoholiker, also keine falschen Gedanken :D
Die Kasse zahlt schon den größten Teil, aber auch die Pflichtbeiträge belaufen sich im Schnitt auf 10€ pro Medikament...
Ich war schon überall...ich habe 3 Psychiater, 5 Psychotherapeuthen, eine Psychoklinik mit Sozialdienst, Sozialpädagogischer Dienst, Schulamt, Jobcenter, Arbeitsamt, Sozialdienst an meiner Schule, 2 Familienanwälte und das Rote Kreuz durch. Meine Lage scheint genauso ohne Lösungsansatz zu sein, wie mein unerklärlicher körperlicher Zerfall :D (Galgenhumor ;) )
Man sagte mir auch, dass selbst ein Schuldenberater keine Lösung bringen wird, da ich ja kein "Einkommen" erziele und ein Schuldnerberater nicht mit dem Existenzminimum arbeiten kann, da man da ja schon, wie es das Wort sagt, nur gerade so viel Geld bekommt um die Existenz zu sichern und sich somit kein Spielraum der Finanzen bietet, wo ein Schuldenberater ansetzen könnte. Ich hatte nur die Hoffnung, dass evtl jemand schon einmal in der gleichen Lage war oder jemanden kennt, der es eben aus dieser Zwickmühle geschafft hat...

Kommentar von Apfel2016 ,

Ja da sammelt sich einiges an...

Aber auch die 10€ sind in deinem Fall zuviel. Wenn du chronisch Krank bist dürfen diese kosten nur 1% deines Einkommens sein. In deinem Fall wären das ca. 70€ im Jahr. Im Internet kannst du einen Antrag ausdrucken und den dann zur Kasse schicken.

Ich selbst hatte in etwas das gleiche Gehalt während meiner Ausbildung. Internet gab es dann halt nur auf dem Telefon (Telefon für 10€ im Monat) und Strom habe ich gezahlt- Sonst habe ich das Fahrrad genommen um zu sparen...

Ich will dich nicht angreifen, aber ich würde mir diesen Posten doch noch einmal angucken...Allein Leben und zur Schule gehen ist halt schon echt schwer...Die Zeit ist aber auch absehbar, vielleicht hilft dir über die Zeit auch ein kleiner Kredit

Kommentar von Schneiderlein92 ,

Hi Apfel :)
Ich finde deine Art nett und fühle mich nicht angegriffen :)
Das mit dem Pflichtbeitrag ist so geregelt, da meine Krankheiten außer Magenschleimhaut, für welche ich keine Medikamente mehr nehme, weil diese blöderweise zu Blut im Stuhl geführt haben (Was nun durch die Diagnose der Thrombozythose auch Sinn ergibt). Magenschleimhautberuhigende Medikamente haben wohl bei mir keinen Anklang bzw verschlimmern es oder wirken kontraproduktiv zu meinen anderen Medikamenten. Da hab ich lieber öfter Magenschmerzen, als dass ich nen Medikamentencocktail nehme der mich zerfrisst :D Die anderen Medikamente sind für Nicht Chronische Krankheiten und selbst meinen Aufenthalt in der psychologischen Einrichtung musste ich mit den üblichen 10€ pro Tag sowie Verbrauchsmaterial zahlen...allein der Spaß hat mich insgesamt knapp 200€ gekostet...
Grundsätzlich bin ich zu Fuß unterwegs, da meine Stadt recht klein ist. Den Posten der Nebenkosten könnte man frühestens 2017 kündigen, da sowohl meine 16.000er Leitung ein 2 Jahres Vertrag ist, genauso wie mein Handy mit Vertrag...leisten konnteich mir nie eins, deswegen ist da halt die Miete drauf. Andere Posten, und da bin ich ehrlich, belegen die einzigen Sinninhalte meines Lebens: Tabak für meine Shisha und 10€ Spotify. Durch meine psychischen Störungen habe ich keine Freunde mehr und sollte ich diese Posten streichen, kann ich mich auch gleich einsargen, da das im Grunde alles ist, was ich noch habe...

Kommentar von Apfel2016 ,

DAs musstest du aber auch nur zahlen, weil du den Antrag nicht gestellt hast. Wie gesagt ich würde das sofort nachhohlen, vielelicht bekommst du sogar noch Geld aus 2015 zurück.

Für alles andere- klar hast du eine schwere Situation, aber verkriechen bringt da nichts. Such die doch etwas ehrenamtliches für ein zweimal im Monat. So kommst du raus, hast eine Aufgabe und lernst neue Leute kennen.

Einen anderen Tip habe ich nicht mehr, aber ich wünsche dir alles Gute!

Kommentar von pommesohnealles ,

Alles kündigen ausser Strom, Wohnung und Heizung.

Deine Schulden kannst du dann mit einem Betrag von

30-50€ monatl. abzahlen.

Wird 'halt ein paar Jahre dauern.

Komm erstmal klar. Wenn du dazu nicht in der Lage bist,

musst du halt harzen.

Antwort
von 1234567890PH, 27

Lieber Schneiderlein92,

ich würde auf keinen Fall die Fachoberschule abbrechen, weil diese die Türe in eine gute Ausbildung oder Studium ist. In deinem Fall gehe doch mal zum Bafö-Amt und schildere deine Lage. Vll geben sie dir mehr Geld oder können dich in anderer Hinsicht beraten. Ich habe auf von dem über das Bafög laufenden 0-Zins-Kreit gehört, den man beantragen kann. Den musst u nich sofort und kannst später in Raten urückzahlen. Damit wäre dein Schulden-Problem gelößt. Du solltest wirklich aupassen, dass du keine Schulden meh machst.

Du hast ja auch ein sehr großes Zimmer mit 22m^2, kannst du dir nicht eine WG suchen, in der du dir nen 100er im Monat zumindest sparen kannst ?

Des weiteren kannst du ja auch deinen leiblichen Vater fragen, ob er dir evtl. über die Zei, die du noch in Ausbildung/Schule bist nicht einfach ein bisschen Geld monatlich überweisen kann, dass du ihm natürlich zurückzahlen wirst, sobald du selber Geld verdienst.

Über billi leben: Ich bin selbst Student und musste teilweise auch mit 200€ im Monat auskommen... Was auch schon nocht wirklich viel zum Leben ist. 80€ sind ja defintiv zu wenig. Aber ich kann dir sagen, dass immer selbst Essen machen, v.A. viel mit Nudeln kochen und Kartofeln und son Frischzeugs eben dich auch sehr günsig kommt. Den Rest kannst dir ja sicher erschließen, halt immer das billigste kaufen, Leitungswasser etc ;D

Hoffe, ich konnte ir ein bisschen weiterhelfen. Wünsche dir auf jeden Fall noch viel Glück und Spaß bei deinem Weiteren Sein.

LG, PH

Kommentar von Schneiderlein92 ,

Hi, danke für die echt netten Worte in dieser rauen Welt. Über den 0 Zins Kredit würde ich mich mal informieren, auch wenn es den bereits bestehenden Schuldenberg nicht schmälern lässt, da ja auch Kredite Schulden sind :D Aber so wäre ich meine bisherigen Gläubiger los.
Ich würde sagen, dass vor allem Umzüge viel Schuld an meiner finanziellen Minuslage beigetragen haben, aber entweder hatte ich kein Glück mit meinem Vermieter oder aber, und hier spreche ich das mit der WG an, ich hatte ernsthafte Schwierigkeiten mit meinen Mitbewohnern, was schon zwei mal vor Gericht ging. Ich denke ich bin kein einfacher Mensch und ich kann im Grunde auch absolut nicht gut mit Menschen auf Dauer :/
Ich hatte meinen leiblichen Vater mit 14 kennengelernt und hatte bis zu meiner "Selbstständigkeit" Kontakt zu ihm, habe aber genau aus den vn dir angesprochenen Gründen den Kontakt wieder abgebrochen. Mein Vater hat keinerlei Vatergefühle für mich und finanzielle Unterstützung wurde vehement versagt. Einzig bleibt mir meine demenzkranke, gehörlose und gehbehinderte Oma, welche zwar viel Geld hat, jedoch nur auf geschlossenen Konten. Und um alles in der Welt möchte ich verhindern, dass ich das Geld erben kann, da sie der einzige Mensch auf der Welt ist, der mich je lieb gehabt hat.
Wegen dem Essen: ich leide an Annorexie und habe Chronische Magen Schleimhautentzündung; ich esse ca 2 bis 3 mal die Woche und wiege 56kg auf 1,80m, die Nahrung ist also nicht der Geldfresser :D Einzig meinen Eistee für 45ct die 1,5l Flasche gönne ich mir schon immer :D

Antwort
von kasinho, 45

Studienkrededit ist das Stichwort.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Studieren-Qualifizieren/Dire...

Kommentar von Schneiderlein92 ,

Sry, das scheidet aus, da ich Schüler bin. Studienkredite sind erstens nur für Studierende und haben eindeutig höhere Zinsen als meine bisherigen Gläubiger.

Antwort
von railan, 25

Sorry mir fällt leider auch nichts ein, außer mal zur Schuldnerberatung zu gehen. Die betreuen doch sicher täglich solche Fälle und kennen sich entsprechend aus.

Antwort
von DODOsBACK, 30

1. Was sind die anderen 250€ "Fixkosten"???

2. Denk über eine WG nach!

3. Geh mit deinen Papieren zur Sozialberatung - in deiner Frage fehlen eine Menge Angaben.

4. Finde raus, ob du zur Tafel darfst - damit sparst du einiges bei den Lebensmitteln.

5. Überleg dir, ob du nicht einen "anderen" Nebenjob findest - Nachhilfe oder  private Putzstellen sind meist nicht so stressig wie ein Job im Supermarkt oder kellnern.

6. Es gibt eine Zuzahlungsobergrenze bei Medikamenten - normalerweise 2%, bei chronisch Kranken sogar nur 1% des Einkommens. Muss man nur bei der Krankenkasse beantragen...

7. Wer sich zu gut ist für Hartz IV, der muss auch mal die Zähne zusammenbeißen! Deine Schulden hast du selbst gemacht - darüber jetzt zu jammern, ist echt daneben!

Kommentar von railan ,

Deine Schulden hast du selbst gemacht - darüber jetzt zu jammern, ist echt daneben!

Sorry, aber so kann nur jemand urteilen, der das Glück hatte, dass ihm das Geld immer üppig gereicht hat.

Kommentar von Schneiderlein92 ,

1. Die 250€ läppern sich durch Rechnungen wie Stromkosten, Internet, Handy u.ä. zusammen. Eine Kürzung der Ausgaben wurde von mir schon auf das Minimalste reduziert...
2. Ich habe schon in 3 WGs gewohnt...meinen sie mit meinen gesamten psychischen Krankheiten ist ein reibungsloses Zusammenleben mit anderen möglich? Ich habe noch keine WG im Frieden verlassen...
3. Ich war schon überall...ich habe 3 Psychiater, 5 Psychotherapeuthen, eine Psychoklinik mit Sozialdienst, Sozialpädagogischer Dienst, Schulamt, Jobcenter, Arbeitsamt, Sozialdienst an meiner Schule, 2 Familienanwälte und das Rote Kreuz durch.
4. Nahrung ist nicht das primäre Problem, da ich an Anorexie und chronischer Magen Schleimhautentzündung leide und somit nur 2 bis 3 mal die Woche esse...wiege daher auch bei 1,80m nur 56 kg. Bin aber auch Antialkoholiker, also keine falschen Gedanken :D
5. Nachhilfe ist aufgrund meiner Unfähigkeit im Umgang mit Menschen nicht möglich und so etwas wie "Putzstellen" gibt es in meiner Stadt aufgrund der knapp 12.000 Studierenden bei nur 80.000 Einwohnern nicht/nicht mehr. Es sind nur noch Nebenjobs derart verfügbar, die nicht einmal mehr ein Student in einer Stadt, wo die Mieten gen Himmel recken und man Studiengebühren abdrücken muss, annehmen würde....harte Knochenjobs zu Niedrigstlohn...
6.Die Kasse zahlt schon den größten Teil, aber auch die Pflichtbeiträge belaufen sich im Schnitt auf 10€ pro Medikament...
7. Ich bin mir nicht "zu gut" für Hartz4, aber sollte ich diesen Weg beschreiten, habe ich keinen Ausweg mehr aus der Armut. Die Schulden habe ich auch nicht gemacht, weil ich es wollte, sondern weil es die Umstände erforderten. Allerdings kann ich mich meinem Vorkommentierer nur anschließen und muss vermuten, dass sie gutes Geld verdienen und nie in einer Lage waren, wo man den Euro nicht nur 10 mal rumdreht, sondern schon am überlegen ist, ob man sich nicht mal mit nem Hut in die Fußgängerzone stellt...
Ich habe seit ich alleine wohne kein neues Kleidungsstück kaufen können und nähe mir meine zerfetzte/zerfranste und schon teilweise über 10 Jahre alte Kleidung provisorisch selbst zusammen, damit sie nicht auseinander fallen und meine Schuhe trage ich, bis die Sohle sich verabschiedet. Erzählen sie mir also bitte nichts davon, was ich zu jammern habe...

Kommentar von DODOsBACK ,

Wenn alles so hoffnungslos ist, kann ich wohl nur noch mein Beileid ausdrücken.

Sprechen Sie trotzdem mal mit Ihrer Krankenkasse - die Zuzahlungsobergrenze gibt es wirklich!

https://sozialversicherung-kompetent.de/krankenversicherung/leistungsrecht/408-b...

Vielleicht nehmen Sie das ja auch zum Anlass, noch ein paar andere "Überzeugungen" zu überprüfen und nicht alles von vornherein als sinnlos abzutun...

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