Benjamin Wilger am 20.03.2007 um 21:57 Uhr
Ich weiss was der Duden sagt (Status mit lang gesprochenem U), aber das sagt ja keiner, oder vielleicht doch?! Stattdessen würde ich gerne in Form dieser Umfrage wissen, wie ihr es haltet.
Das erste Gefuehl sagt, es gibt gar keine Mehrzahl. Um festzustellen, muss es doch geben, wenn mann mehrere Stati hat festgestellt. Falsch ! So komisch es gklingt, es ist richtig wie ich abstimme. Langes U.

Falls Du Dich danach richtest, was die Deutsche Rechtschreibung (sowohl die Alte als auch die Neue) dazu festgelegt hat, dann solltest Du die Variante mit dem langen u verwenden. In der offiziellen Lautumschrift heißt das: [-u:s] - nachzulesen sowohl im Duden als auch in Wahrig's Deutschem Wörterbuch (ausführlicher und wissenschaftlicher als der Duden).
Wenn Du dagegen mehr für eine "demokratische Lösung" bist, dann richte Dich halt danach, was die Umfrage ergibt. Vielleicht ist es ja mit etwas Glück die richtige Lösung. Überhaupt sollten wir das allgemein einführen, besonders natürlich in der Mathematik, den Naturwissenschaften überhaupt und natürlich auch in der Medizin (da gilt es ja schon längst - dank einer gewissen U.S. aus B.). Vertrauen wir doch einfach mal auf die kollektive Intelligenz der Volksmassen. ;-)
Warum sollte man nicht einmal korrekt sprechen? Ich kann das Wort vermeiden, wenn ich nicht weiß, wie es richtig ist. Das gleiche Phänomen haben wir bei Kasus, Lapsus usw. Da wollen manche Personen ein pseudo-wissenschaftliches, gebildetes Flair haben und verwenden möglichst viele Fremdwörter, und das dann falsch ... Und das Schlimmste ist: Die falschen Bezeichnungen greifen um sich, bis sie aus Gewohnheit richtig klingen und eben diese Unsicherheit, wie sie auch hier vorliegt, entsteht.
Ich benutze selbst den Begriff "Satus" mit langem U, werde dabei aber fast immer dämlich angeschaut. Zumindest auf Arbeit ist darum eine Diskusion entbrannt und nun versuchen viele Kollegen sich das "Stati" abzugewöhnen
Da ich finde, dass sich alle Alternativen ganz fürchterlich anhören, würde ich in jedem Fall versuchen, das Wort ganz zu vermeiden.
Status mit langem u ist natürlich korrekt, entspricht ja auch dem Lateinischen. Ich würde aber den Plural vermeiden. Den Begriff kann man sicher auch anders formulieren.
Kenne aber auch: Staten.

Abgestimmt habe ich für Stati - einfach weil ich das eleganter finden würde.
Sagen würde ich im Alltag aber vermutlich Statusse - um dann mit grübeln anzufangen.
Und ganz ehrlich - ist mir eigentlich völlig wurscht - "grins"
im Lateinischen war es wohl: status, status, statui, statum, statu
hier ist es nachzulesen: http://de.wiktionary.org/wiki/status

Laut Duden Status mit langem u,oft wird aber auch Statusse verwendet,auf keinen Fall Stati.
gri1su am 23. März 2007 20:11 Stati - wie grauenhaft. Klingt doch sehr anrüchig, oder?

Die Status, aber wie der Status

Und ich hab mich jahrelang gefragt, warum ich nun das Latinum hab. :-)

Ich sage immer Statusse.
Entweder richtig oder gar nicht! Es kommt sowieso selten vor, dass man diesen Plural braucht. Warum haben wir Deutschen oft diese Scheu vor einer korrekten Sprache??? Ist es eine Schande, eine gewisse Bildung zu haben? In jedem Fall empfehle ich für solche Fragen die Bücher von Bastian Sick: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (1 + 2), oder seine Artikel in spiegel-online, Zwiebelfisch. Er erklärt auf sehr witzige Weise alle diese Fälle.
UlfDunkel am 21. März 2007 09:00 Bald kommt Band 3, kann's kaum erwarten. :-)
Hallo UlfDunkel, der Band 3 von Bastian Sick ist längst draußen! Kaufen!
Benjamin Wilger am 21. März 2007 10:12 Habe die Bücher gelesen und bin selbst verfechter der korrekten Sprache. Allerdings ist das Wort "Status" ein sehr häufig verwendetes Wort und ich weiss wirklich nicht, wie man es korrekt im Plural ausspricht. Die Lautschrift sagt es zwar, es wirkt allerdings sehr merkwürdig und ungewohnt. Es ist genauso wie mit dem Ausspruch: "Es macht Sinn", der völlig falsch ist, weil Sinn nicht hergestellt, sondern nur erkannt werden kann.
Der Plural von Status lautet nach Auffassung der meisten Wörterbuchredaktionen (einschließlich Wahrig und Duden) Status (mit langem u), nach Mackensen Statusse, in keinem Fall jedoch Stati. Als Genitiv Singular wird einheitlich des Status genannt.

Ich hab´s noch nie gehört, und würde es auch nie irgendwo mit "langen U" anwenden wollen ;)
Status mit langem U hab ich noch nie gehört (egal was der Duden sagt)
so stehts im Duden

Ich frage mich gerade, in welchem Satzzusammenhang ich die Mehrzahl verwenden würde...? Wahrscheinlich würde ich den Satz umstellen und / oder ein Synonym verwenden wie Lage oder Zustand. Hier würde man übrigens auch nicht die Mehrzahl verwenden: "Die Lage in den fernöstlichen Ländern" oder "Der Zustand der 15 Geiseln, die immer noch festgehalten werden..."
am ehnsten status min einem langem U, aber am bessten das wort ganz weglassen.

Ich behaupte mal ganz ketzerisch, dass es gar keine Mehrzahl von Status gibt.
Hallo Benjamin WILGER,
also auch wenn ich sonst ein Verfechter korrekter Sprache und zudem Anhänger des Lateinischen bin, soll mir bitte nicht die Mehrheit hier erzählen, sie würde im täglichen Sprachgebrauch Status mit langem U verwenden! Ich persönlich habe das noch nie jemanden sagen hören und stimme der Ehrlichkeit halber und wissentlich gegen den Duden mit Statusse ab, was bei näherer Betrachtung freilich sehr umgangssprachlich ist.
Mit freundlichen Grüßen
Larmid
Benjamin Wilger am 21. März 2007 08:54 Entspricht genau meiner Erfahrung. Habe das auch noch nie gehört...
UlfDunkel am 21. März 2007 08:59 Von mir DaumenRauf für die mutige Begründung. :-)
Hallo UlfDunkel,
ich danke dir vielmals für DaumenRauf. Nachdenklich stimmt mich allerdings, dass ich zweimal rauf, aber dreimal runter bekommen habe, für eine Antwort, die
a) meine persönliche Meinung widerspiegelt auf
b) eine Frage nach meinem persönlichen Verhalten.
Können hier einige Leute entweder
a) Fragen nicht korrekt lesen oder
b) deren Sinn nicht richtig erfassen oder
c) nicht gegen ihren Trieb handeln, schulmeisterlich das WWW zu durchforsten, um dann wider besseres Wissen und Gewissen eigene Schwächen nicht zuzugeben sondern stattdessen mit kopierten Zitaten aus Nachschlagewerken zu glänzen?
Mit freundlichen Grüßen und verwundertem Grübeln
Larmid
schurke am 21. März 2007 10:41 leider kann ich Dir keinen zweiten Daumen rauf dafür geben
Du hast ja Recht. Aber warum dieses Lamento?
krauthexe am 21. März 2007 10:55 Von mir auch Daumen rauf,denk Dir nichts bei Daumen runter.Es gibt Einige hier,die betreiben das als Freizeitbeschäftigung!
Larmid, hast so Recht mit allem. Begruendung gut und mutig und erst der Kommentar ! Gibt D-r. Die Freizeitarbeit suchenden, gem. krauthexe, zu negieren muss ich noch besser lernen.
viertelvordrei am 28. April 2007 03:10 Von mir nach 38 Tagen ein "Daumen rauf" - und zwar aus Überzeugung.
Mein Bauch sagt Stati. Keine Ahnung, ob das stimmt- ich würde es so anwenden. Bei den ständig wechselnden Rechtschreibregeln muss man ja auch manchmal mutig sein und das nehmen, was 'gefällig' ist- oder mal richtig war.

Was komisch klingt, muss nicht falsch sein.

Das erste was mir dazu eingefallen ist

Ohne Duden und aus dem Gefühl plädiere ich für >>>