Wie lassen sich Evolutionstheorie und die Schöpfung vereinen?
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Die Evolutionstheorie erklärt nicht den Ursprung des Lebens. Da bedeutet, dass sich die Schöpfung und die Evolutionstheorie erstmal gar nicht widersprechen. Die Evolutionstheorie beschreibt lediglich die Wieterentwicklung, Anpassung und somit Entstehung der Arten.
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Also wenn Du mit Schöpfung die wörtliche Auslegung der biblischen Schöpfungsgeschichte meinst, lässt sich das natürlich nicht mit der Evolutionstheorie vereinen. Allerdings widerspricht die wissenschaftliche Darlegung von Urknall, Abiogenese und Ablauf der Evolution auf der Erde nicht grundsätzlich der Auffassung von einem Gott als Schöpfer des Ganzen.
Kommentar von WaterstriderWaterstrider 22.06.2009Warum nicht? Wenn man nicht soweit geht, dass das Leben sich alles aus einer einzigen Bakterie enwickelte, lassen sich die beiden durchaus vereinen: Zuerst schafft Gott die Hauptarten, diese verändern und entwickeln sich mit der Zeit, es bilden sich neue Arten etc...
Kommentar von valentin301valentin301 23.06.2009Nein, natürlich nicht, die ersten Lebewesen waren Einzeller und sind wahrscheinlich durch Abiogenese entstanden, es gab nie "Hauptarten".
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indenm man glaub, das die schöpfung vorher war und dann durch evolution die vielen arten entstanden sind
Kommentar von SUNFRIEND4SUNFRIEND4 21.06.2009so denke ich auch
Kommentar von Dampfnudel77Dampfnudel77 21.06.2009naja aber in der Schöpfung wird der Mensch ja zussammen mit dem Rest erschaffen
Kommentar von lenticularislenticularis 21.06.2009man darf die bibel nicht zu wörtlich nehmen. hat mir meine religionslehrerin mal erzählt
Kommentar von WaterstriderWaterstrider 21.06.2009Jeder kann die Bibel anders ernst nehmen. Nur kann Gott nach der Bibel keine Fehler machen --> die Anfangsbibel muss fehlerlos gewesen sein. Und die Überlieferung ist sehr gut. Die Jesajarolle aus den Qmaran-Höhlen war bis auf wenige Rechtschreibfehler identisch mit einer aus dem 8. Jh. Somit sind wir bei der Frage gibt es Gott/Gibt es Gott nicht. Was dazwischen gibt es nicht. Dein Religionslehrer hat nicht zu Ende gedacht.
Kommentar von valentin301valentin301 23.06.2009Du denkst doch nicht etwa, Gott hat die Bibel heschrieben? Von wegen fehlerlos?
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Vor einiger Zeit las ich einen Zeitungsartikel. Darin ging es um Glauben und Entstehung der Welt. Führende Kirchenmitglieder (evangelisch) berichteten, dass die Evolutionstheorie nicht mehr abgelehnt würde - ausser von religiösen Fundamentalisten - die es auch im Christentum gibt. Die Schöpfungsgeschichte ist im übertragenen Sinne zu sehen = wie ein Gleichnis
Kommentar von tihawetihawe 21.06.2009Genau so ist es. Fundamentalisten wird es geben solange es Menschen und Beton gibt.
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Überhaupt nicht.
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Indem man die Schöpfung als Symbol sieht.Seit jeher wollen die Menschen wissen wie das war mit dem Beginn. Mal angenommen irgend jemand hätte die Evolutionstheorie gekannt, wie hätte er sie erklären können. Die wichtigste aussage der Schöpfung war/ist, es gibt eine höhere geistige Macht (Gott genannt) der für alles verantwortlich ist. Wie das nun genau vor sich gegangen ist übersteigt eh unser geistiges Vermögen und unser Wissen. Daher erklärt man es sich, entweder mit der zB. Schöpfung oder zB. mit der Evolutionstheorie. Wie übrigens das Wort schon sagt, es steckt viel Wissen darin, aber eben auch viel Theorie.
Kommentar von WaterstriderWaterstrider 21.06.2009Man kann die Schöpfung auch im 21. Jahrhundert noch ernst nehmen. Gott ist allmächtig und somit wird er gerade ein so wichtiges Thema nur bildlich anschneiden. Das würde dem Wesen Gottes widersprechen.
Kommentar von tihawetihawe 21.06.2009Nicht Gott schneidet das Thema bildlich an, sondern der Mensch. Das genaue wissen darum wie alles entstanden ist, ist Göttlich.Wir Menschen müsssen, nein, sollen nicht alles genau wissen. Es reicht völlig aus das wir ein Teil wissen. Vieles soll Glauben bleiben. Warum sollte das dem Wesen Gottes wiedersprechen?
Mit dem Leben nach dem Tod ist es das gleiche. Wir sollen Glauben. Stell Dir mal vor wir würden es wissen, der Selbsterhaltungstrieb des Menschen wäre auf 0!!!
Es ist gut das wir nicht alles wissen und es entspricht auch dem Wesen Gottes das wir nicht alles wissen. Überlassen wir das Gott, wer oder was immer er auch ist. Auch das wissen wir übrigens nicht. Wir haben jedoch die Gabe Glauben zu können. Das ist schon toll.
Kommentar von valentin301valentin301 22.06.2009Nein, der Mensch ist ein Neugierwesen, nur deshalb ist er überhaupt so weit gekommen. Er forscht sein Leben lang und möchte immer mehr über die Welt erfahren. Er bleibt nie stehen und sagt: Mehr will ich jetzt gar nicht wissen!
Kommentar von tihawetihawe 23.06.2009Ja, der Mensch ist ein Neugierwesen und das ist auch gut so. Ich denke aber es gibt Grenzbereiche wo so eine Minibirne des Menschen mit samt seinem Inhalt nicht mehr ausreicht. Natürlich ist es interessant diese Grenzen auszureizen aber irgendwo ist diese Grenze dann halt doch da und das ist ebenfalls gut so.
Kommentar von valentin301valentin301 23.06.2009Natürlich hat die menschliche Erkenntnisfähigkeit ihre Grenzen, aber Du,tihawe, hast ja die These vertreten, als sollten wir aufhören mehr wissen zu wollen und nur auf Gott vertrauen und glauben. Soll wohl jemand sagen: also, genug geforscht, es reicht? Das wäre grundfalsch.
Kommentar von WaterstriderWaterstrider 22.06.2009Wow, gute Antwort, du hast Recht^^ Ich dachte, es würde dem Wesen GOttes widersprechen, weil er dann halbe Sachen machen würde... Schon wieder klüger ;)
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Meine Meinung: Zuerst hat Gott die Welt und die Arten geschaffen (1. Mose 1). Danach konnten sich die verschiedenen Arten durch Evolution anpassen (Kann man heute noch beobachten). Allgemein ist es aber schwierig, Aussagen über die Vergangenheit zu treffen, weil sie sich eben nicht wiederholen lässt, von dem her kann dir niemand eine 100% Antwort geben. Es ist immer eine Frage des Glaubens.
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Doch nicht schon wieder. Das hatten wir gerade.
Ist die Evolutionstheorie wirklich nachgewiesen? und schließt sie einen Gott au...
Kommentar von Dampfnudel77Dampfnudel77 21.06.2009ist doch ne andere frage nur zum gleichen thema?
Kommentar von SmashSmash 21.06.2009Na gut: Das eine schließt das andere nicht aus. Eines ist anerkannte Theorie, zum größten Teil bewiesen, das andere ist Glaube. Der Glaube kann die Theorie anerkenne. Der Papst hat es getan. Andere fundamentale Religionen nicht.
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Indem man die Schöpfungsgeschichte als bildliches Gleichnis nimmt.
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schau mal bei der suche nach. die frage gabs schon paar mal
Allerdings ! Obwohl die christliche Schöpfungsgeschichte im Zeitalter der Aufklärung sich anhört wie ein Märchen für naive Kinder !
Ja, das sehe ich auch so...vor allem weil es so viele gibt, die alles wörtlich nehmen. Aber das ist ja noch ein anderes Thema...zumindest widerspricht es nicht der Evolutionstheorie.
Das mit dem Märchen für Naive Kinder ist gar nicht so falsch. Ohne das jetzt Negativ zu sehen. Wenn ein Kind etwas fragt was kompliziert zu erklären ist und das Kind dies nicht verstehen würde, versucht man dem Kind dies so zu erklären das es das auch versteht. So ist es auch mit der Schöpfung. Die Kinder sind in dem Fall die Menschen die wissen wollen wie alles begonnen hat. Selbst wenn jemand in der Lage wäre dies genau zu erklären, verstehn würde es keiner.
Warum also nicht eine nachvollziehbare Geschichte von Adam und Eva. Nach dieser Geschichte weiß jeder das eine höhere Macht hinter dem ganzen steckt. Ob da jetzt ein Apfel oder eine Schlange mit im Spiel war, ist bei so einer Frage doch so was von Wurscht.
Weiss jemand, dass eine höhere Macht dahinter steckt, oder glaubt er das nur? Er glaubt es nur, das hat nichts mit Wissen oder gar Wissenschaft zu tun. Und verstehen können viele Menschen mehr, als Du offenbar vermutest. Es gibt welche, die verstehen sogar ausserordentlich komplizierte Zusammenhänge :-)
korrekt. Aber ich finde, man kann den Schöpfungsbericht auch heute noch ernst nehmen. Dort stehen zwar keine wissenschaftlichen Argumente, aber er beantwortet einige Fragen der Menschheit sehr elegant (Sinn, Sünde).
Der Schöpfungsbericht beantwortet eben nichts wirklich. Würde er das tun, wäre ein weiter Bereich der Wissenschaft überflüssig :-)
Ein Teilgebiet der Evolution versucht auch, die Entstehung von Leben zu erklären. Letztendlich ist beides - ausser durch instabile Hilfskonstruktionen - gar nicht zu vereinen. Will ich wissen, oder will ich glauben?
Wissen über den Anfang des Lebens gewinnt man aber aus der Evolutionstheorie auch nicht. Man kann nämlich Vergangenes nicht wissenschaftlich beweisen. Leben ist noch nie künstlich hergestellt worden, höchstens Mal kopiert (Gentechnik). Leben entsteht auch heute merkwürdigerweise nicht, sondern pflanzt sich nur fort --> In der Vergangenheit ist etwas sehr außergewöhnliches geschehen. Und da ist die Schöpfung durch Gott die plausibelste Erklärung. Wenn es keinen Gott gibt, wer hat dann bei der Entstehung der Erde den Zufall definiert, warum entstand Materie, Energie und Zeit etc. wenn es keinen Gott gibt? Wie kam die Information zum Leben in lebloses Material etc. Wenn jetzt der Einwand kommt, dass Gott ja auch einen Schöpfer braucht, dann ist das falsch. Gott lebt nämlich in der Ewigkeit und von dem her hat er überhaupt keinen Anfang und kein Ende.
"Man kann nämlich Vergangenes nicht wissenschaftlich beweisen" Falsch.
"Leben ist noch nie künstlich hergestellt worden, höchstens Mal kopiert (Gentechnik)" So falsch. Siehe die Ergebnisse zur chemischen Evolution, unter anderem vom Max-Planck-Institut.
"Und da ist die Schöpfung durch Gott die plausibelste Erklärung." Quatsch.
"Wenn es keinen Gott gibt, wer hat dann bei der Entstehung der Erde den Zufall definiert, warum entstand Materie, Energie und Zeit etc. wenn es keinen Gott gibt?" Klassischer Zirkelschluss. Ich empfehle zur Lektüre: Seiffert: Einführung in die Wissenschaftstheorie. C.H. Beck
"Gott lebt nämlich in der Ewigkeit und von dem her hat er überhaupt keinen Anfang und kein Ende." Sagt wer?
Naja Herr Saarland, Leben ist natürlich noch nie künstlich hergestellt worden, da liegst Du (noch?) falsch.
Ok ich gebe zu, Mein "Wenn es keinen Gott gibt..."-Argument ist ein Zirkelschluss, da ich Gott schon voraussetze, um ihn nachher zu beweisen. Die Fragen bleiben aber trotzdem. Außerdem hab ich nen Wiederholungsfehler " wenn es keinen Gott gibt". Jetzt aber zum Thema Vergangenes beweisen: Wie soll man denn einzigartige Ereignisse wie den Urknall beweisen? Ich stelle mir das so vor, als wenn man beweisen möchte, dass ich am Freitag in der Schule war. Es werden (Dna-)Spuren und Fingerabdrücke untersucht, Zeugen befragt, etc. und damit hat man eine Menge Belege, die dafür/dagegen sprechen. 100%ig beweisen kann man es trotzdem nicht, da man die Vergangenheit (einzigartige Ereignisse) nicht wiederholen kann. Man kann nur Wahrscheinlichkeiten abwägen (Es könnte z.B. sein (unwarhscheinlich), dass jemand meine DNA-Spuren und Fingerabdrücke dort verteilt hat und die Zeugen lügen). Anders verhält es sich mit beliebig Wiederholbarem: Wenn man beweisen will, dass Wasser bei 100°C siedet. Das Experiment kann man beliebig oft wiederholen, weil siedendes Wasser nichts Einmaliges ist. Man würde schnell feststellen, dass es immer bei 100 °C siedet und hat es somit bewiesen. Zum Thema "Gott lebt in der Ewigkeit": Das steht in der Bibel. Ich will damit nur sagen, dass man nicht sofort wieder ein logisches Problem bekommt, wenn man an Gott als Schöpfer glaubt. Und das mit dem Leben künstlich herstellen: Soweit ich weiß, ist es bis jetzt nur gelungen, ein paar Aminosäuren herzustellen. Und selbst wenn es möglich wäre, würde es nur zeigen, dass es Intelligenz braucht, um Leben herzustellen. Damit würde sich wieder die Frage stellen, wie das Leben am Anfang entstanden ist. Das sind nur die bescheidenen Gedankengänge eines 17-Jährigen. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil belehren...
Nein, man braucht keine Intelligenz, um Leben herzustellen, es kann durchaus durch Abiogenese entstanden sein. Und natürlich kannst Du sehr schnell ein logisches Problem bekommen, wenn Du an Gott als Schöpfer glaubst, mit Logik kommst Du da bestimmt nicht weiter. Und natürlich kann man auch einmalige Geschehnisse in der Vergangenheit beweisen, z.B. durch eindeutige Indizien. Z.B. könnte man sicher eindeutiger beweisen, dass Du am Freitag in der Schule warst, als dass Jesus wieder auferstanden ist.