Hallo, mal angenommen, ich finde feuerfeste Dokumentenboxen häßlich, teuer und platzfressend, hätten Papiere oder Gegenstände (Schlüssel oder so) dann auch in einem Römertopf eine gewisse Überlebenschance? Halt natürlich nicht diese grandiosen 30 min der Dokumentenbox ;) aber so ne Weile? Oder ist das Quatsch, weil man einen Römertopf nicht richtig schließen kann?

Den Römertopf als feuersicheren Safe zu benutzen..... Alleine schon auf diese Idee zu kommen, hat was.
Aber der Römertopf ist für solche Zwecke vollkommen ungeeignet. Da könntest Du die Wertsachen genau so gut in eine Plastiktüte tun, die Wirkung bei einem Feuer ist genau die Gleiche.
Ein Feuer entwickelt ganz andere Temperaturen als die, für die ein Römertopf ausgelegt ist. 1.800° C und mehr hält der beste Römertopf nicht aus. Im Übrigen sind auch die wenigsten Tresore feuersicher. Je nach Bauart sind sie feuerhemmend, das heisst, sie müssen für eine bestimmte Zeit (Meist zwischen 30 und 240 Minuten) dem Feuer standhalten, ohne daß der Inhalt zerstört wird.
Ich denke, dass der Topf auch ungewässert eine Temperatur von 300 Grad aushalten muss, sonst würde gewässert nicht eine zeitweilige Temperatur von 250 Grad empfohlen.
Bei einem richtigen Hausbrand entstehen aber schon nach wenigen (unter 10) Minuten Temperaturen von bis zu 1000 Grad. Denen hält ein Tongefäß mit Sicherheit nicht Stand.

Du darfst nicht vergessen, den Topf vor dem Brand eine Stunde zu wässern!
gioia am 7. Oktober 2007 23:25 Die Versicherung wird sich freuen! ;-))))
Wenn meine Wohnung brennt ist mir egal ob mein Schlüssel oder meine Papiere feuerfest untergebracht sind (die kann man ersetzen), Hauptsache einem selbst passiert nichts, oder?
hängt vom Objekt ab was du in den Topf tust. Plastik überlebt nicht lange, Metall, wird sich genauso verziehen, dauert aber länger... der rest ist sofort weg wenn die temperatur hoch genug ist.

Ich halte das für keine gute Idee. Ein Römertopf sollte vor Hitzeeinwirkung immer gewässert werden. Bei einem Brand kann die Hitze auch sehr ungleich verteilt sein und dann zerspringt der Topf durch die entstehenden Spannungen und aller Inhalt ist hin.
Wenn das auch nur annährend funktionieren würde, gäbe es längst eine Firma, die römische Keramik-Dokumententöpfe verkaufen würde.

Nunja, ungewöhnlich, aber so schlecht ist die Idee ja vielleicht gar nicht. Ich denke, möglichst wenig Luft in dem Topf wäre auch noch gut. Vielleicht mit Sand auffüllen oder mit Tonkrümel (Seramis).
Wir benutzen unseren Römertopf als Brottopf, es hat sich als nützlich erwiesen wichtige dokumente, schlüssel, schmuck und goldbarren einfach in ein brot einzubacken und dort aufzubewahren. damit sind sie nicht nur vor feuer geschützt, sondern werden auch von einbrechern verschont (aber nur unter uns)
:)