Wie lange wird es dauern bis der Islam eine ähnlich weltoffene Ansicht annimmt wie die meisten monotheistischen Religionen der Neuzeit?

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13 Antworten

Da jegliches Format von Religion nicht ohne seine Gläubigen existieren kann, liegt es an den Muslimen selbst inwieweit es ihnen gelingt zwischen Politik und Religion eine hohe und starke Aufschüttung zu setzen. Entgegen vieler Meinungen hier sehe ich den muslimischen Flüchtlingen so etwas wie die Vorreiter für eine solche „islamische Mundanisierung“ – allerdings unter den Vorbehalt einer tragfähigen und langfristigen Integration in alle vertikalen und horizontalen Ebenen der Gesellschaft.

Der zentrale und zugleich substantielle Moment dürfte dort liegen, wo die Ziele des arabischen Frühlings gelegen haben – einem Selbstbestimmungsrecht aller gesellschaftlichen – v.a. intellektuellen – Kräfte in den Ländern und damit einer politischen Neusetzung von staatlichen und zivilgesellschaftlichen Rahmenbedingungen bei der die Religion nur noch eine binnengesellschaftliche, aber keine staatliche und damit von den einzelnen Gravitäten (Herrschern, Diktatoren, Machthaber) manipulierbare Rolle zugeschrieben bekommt. Das dies letztlich auf die vollständige Entmachtung des z.B. saudischen Königshauses oder des iranischen Rahbar (Revolutionsführers) und des Schura-ye Negahban-e Ghanun-e Asasi (Wächterrates) hinauslaufen muss, dürfte ebenso eine fast unüberwindbare Barriere manifestieren wie der Verzicht auf Scharīʿa oder Dschihād, da jegliche Religionsformen durch säkulare Ordnungssysteme ersetzt werden müssten – der rigerosen Trennung von Staat und Religion.

Ob dann allerdings das auf eine weitgehend ökonomische, v.a. finanzökonomische Ausrichtung kapitelbezogene System des „Westens“ das Alleinstellungsmerkmal im Umschlag der Demokratie als politische Rezeption für die bis dato islamische „Welt“ repräsentieren kann, mag in den Diskurs gestellt werden.

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Hallo

Der Islam wird inschallah niemals modernisiert werden und kein Muslim ist interessiert daran .
Du musst einfach respektieren das Muslimen ihre Religion was wert ist und deine Späße anders machen .
Ich seh darin überhaupt kein Problem und es ist nichts unmögliches was von dir verlangt wird .

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Kommentar von Zicke52
30.08.2016, 20:20

@saidJ: Ja, die Sadisten nehmen ihr Hobby ernst. Die werden sich doch ihre Spielsachen nicht wegnehmen lassen. 

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Den islam gibt es nicht, genauso wie das christentum, ein beispiel, es gibt mehr christen als du glaubst, oder glauben willst, die denken, dass die erde keine 10000 jahre alt ist, dass die sintflut passierte und dass dinosaurier parallel mit dem menschen existierten! Das ist selbst fürs mittelalter harter tobak und von denen wird es immer mehr! Genauso gibt es aber auch christen die nicht so drauf sind! Beim islam selbes spiel! Es kommt auf das individuum an! Lg

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Kommentar von KriccoletaBrown
30.08.2016, 16:49

10000 Jahre meinst du das ernst xD

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Kommentar von Lazybear
30.08.2016, 21:34

ja, das ist mein voller ernst :) es gibt die sogenannten kreationisten, das sind christliche sekten, die nehmen genesis wörtlich! manche glauben an ca 10000 jahre, aber die meisten glauben an sogar nur 6000 jahre 5700 glaub ich genau und es werden immer mehr, in den usa, russland und auch in europa, zb baptisten, mennoniten, STA, zeugen jehovas.. etc. wenn dich das interresiert, such bei wiki kreationismus und intelligent design und wenn du richtig lachen willst, bei youtube gibt es einen der es auf die spitze treibt, kent hovind, die widerlegvideos zumindest! lg

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Es gibt nicht "den" Islam. Viele Moslems sind bereits weltoffen und tolerant, es gibt nur einige wenige fanatische Spinner. Im Christentum ist es genauso. Und da es gerade in Amerika sehr viele fundamentalistische Kirchen gibt und schätzungsweise jeder zweite Amerikaner an die Schöpfung in sechs Tagen glaubt und die Evolutionstheorie für Teufelswerk hält, würde ich einmal die These aufstellen, dass es sogar mehr christliche Fundamentslisten auf der Welt gibt als muslimische.

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Kommentar von earnest
31.08.2016, 07:10

Da gibt es aber in der "Außenwirkung" fundamentale Unterschiede.

Das wohl Schimmste, was sich die extremen christlichen Fundis in letzter Zeit geleistet haben, waren meines Wissens Angriffe auf Kliniken, in denen Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen wurden.

Bei den extremen muslimischen Fundis sieht das, vorsichtig ausgedrückt, etwas anders aus.

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wahrscheinlich offiziell nie (ein paar nicht so strenggläubige sind heute ja auch schon anderst (rauchen, trinken, und sind netter)) und sei froh dass du nur beleidigt wurdest als du dich über ihre religion lustig gemacht hast . Manche Assis machen das auch einfach so.

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Kommentar von Cooler2
30.08.2016, 12:01

wir haben auch einen türken an der straße , ist n alter mann , der ist net und raucht :D

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Das ist schwer zu sagen. Das Christentum hat mindestens 500 Jahre gebraucht. 

Erst kam Luther, der die Unfehlbarkeit der Kirche ablehnte, die Bibel übersetzte, so dass jeder einzelne Christ ganz direkt mit Gott in Beziehung treten konnte, ohne die "Religionsexperten", die ihn bisher gelenkt hatten. Für Luther war das Gewissen des einzelnen Menschen entscheidend.

Zeitgleich kam der Humanismus, der die antike Idee des Individuums wiederbelebte. Der Mensch also nicht als Unterworfener, sondern als selbstbewusstes Wesen. 

Dann kam ab 1600 die Aufklärung, die Aberglauben, kirchliche Dogmen, Ketzerverfolgung, Religionskriege und Intoleranz bekämpfte. Man fing an, die heiligen Schriften als geschichtlich bedingte und nicht als unmittelbares Wort Gottes zu verstehen. 

Die Französische Revolution hat dann die Kirche entmachtet und den säkularen Staat begründet. Religion ist seither in Europa Privatsache.

All diese Bewegungen fehlen dem Islam. Er ist auf dem Stand des mittelalterlichen Christentums. 

Sehr, sehr wenige moslemische Denker sind weiter, aber sie werden ausgegrenzt, können in islamischen Ländern nicht lehren und werden auch von den deutschen Islamverbänden scharf abgelehnt, z. B. die Professoren Ourghi und Khorchide.

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Wenn damit Alkohol, Drogen und Prostitution gemeint sind - hoffentlich nie! Und ich bin gegen einen Schleierzwang, aber man wird hoffentlich auch nicht den Westen kopieren, indem die Frauen bald im Tanga rumlaufen und es überall nur noch um Sex geht.

Mehr Toleranz gegenüber Leuten, die eine andere Religion haben. Das wünsche ich mir vor allem. Und dass Frauen respektiert werden.

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It is easier for a camel to go through the eye of a needle.

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Kommentar von Rosenblad
30.08.2016, 18:50

"The brain evolved mechanisms to acquire knowledge because knowledge was important in the regulation of successful action.”

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Gerade auch in islamischen Stammländern scheint sich einiges in positiver Hinsicht zu bewegen, so dass ich mir (als notorischer Optimist) vorstellen kann, dass die Aufklärung im Islam im Zeitalter des Internets schneller als gedacht voran schreiten könnte.

http://www.zeit.de/2010/18/Arabische-Atheisten

Die Gruppe der Aleviten hat i. d. R. auch in Mitteleuropa bereits eine Weltoffenheit erreicht, die mit der Sichtweise von anders-gläubigen- oder "ungläubigen" Menschen zu vergleichen ist. Auch bei anderen Gruppen gibt es fortschrittliche Ansätze, die allerdings immer noch einen schweren Stand gegen fundamentalistische Hardliner haben.

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Da gibt es echt keine Antwort. Man bedenke das auch das Christentum im Mittelalter bis frühe Neuzeit sehr rückständig zur heutigen Denkweise war. Zu Zeiten der Kreuzzüge war der Islam einer der fortschrittlichsten Glauben. Man war viel weltoffener, gebildeter wohlhabender als die Leute in Europa. Jetzt hat sich das Blatt gedreht. Wie es in 100 Jahren aussehen wird, wird dir niemand seriöses sagen können.

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Mittelalterlich? Geh´mal noch 2-3000 Jahre zurück!!! Es wird wird immer noch gesteinigt, Hände abgehackt, gevierteilt, zu Tode gepeitscht.. und die Frauen haben keinen Wert!  Bestes Beispiel: Arabien !

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Sobald sich die muslimischen Männer geistig emanzipiert haben!

Das kann dauern!

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Kommentar von hohlefrucht
30.08.2016, 12:06

Das wird aber am Islam selbst nichts ändern.

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Wenn ich mir Antworten, Reaktionen und Kommentare von sunnitischen GF-Muslimen vor Augen führe: Das kann noch sehr lange dauern.

Da sehe ich keinen Anlass für Optimismus.

Wenn ich mir aber muslimische Theologen wie M. Khorchide oder Islamwissenschaftler wie B. Tibi ansehe, dann sieht das Bild schon etwas anders aus.

Charakteristischerweise wird gerade diesen beiden von den fundamentalistischen Eiferern abgesprochen, "richtige" Muslime zu sein.

Gruß, earnest


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