Frage von felixo94, 73

Wie lange wird die Welt mit Ihrer heutigen Gesellschaft existieren?

Hallo, in letzter Zeit habe Ich den Eindruck, nur noch schlechte Nachrichten zu hören. Aus allen Enden der Welt hört man nur noch von Katastrophen,Kriegen und Krisen. Selbst ein so prächtiges Ereignis wie eine Fußball EM findet das nur schwer seinen Weg in den Vordergrund. Meiner Meinung und Gefühlen nach, steuern wir uns selbst auf ein riesiges Chaos in dem am Ende nicht mehr viel übrig bleibt. Manchmal bereitet mir dieser Gedanke Kopfzerbrechen und lässt mich schlecht schlafen, auch weil es allen gleichgültig erscheint was nach unserem Ableben auf der Erde passiert und unsere Nachfahren noch alles ertragen müssen. Wie kann es sein, dass nur noch Werte wie Angst, Arroganz, Egoismus, Herrschsucht, Hass und Verachtung die Aushängeschilder einer "funktioniereden" Gesellschaft sind?

Antwort
von OlliBjoern, 20

Meine Theorie dazu ist: die Welt ist keineswegs "schlechter" geworden, wir kriegen nur über die Medien mehr davon mit als früher (zumal gemäß dem Spruch "no news is good news" gute Sachen seltener berichtet werden als schlimme Ereignisse). Zudem weiß man aus der Psychologie, dass der Mensch schlechte Nachrichten intensiver empfindet als gute.

Beispiel: du hörst am Tag 2 gute und 2 schlechte Nachrichten. An welche kannst du dich ein Jahr später noch erinnern? (mit einiger Wahrscheinlichkeit an die schlechten) (Ich weiß noch sehr gut, wie die ersten Nachrichten von 9/11 damals auf der Arbeit kamen. Natürlich weiß ich nicht mehr, was an diesem Tage "Gutes" passiert ist - obwohl auch das Teil der Realität war. Ich habe es vergessen.)

Viele Menschen denken z.B. dass die Kriminalitätsraten ständig gestiegen wären in den letzten Jahrzehnten (dabei war es eher das Gegenteil, wenn man sich mal die Zahlen anschaut). Wir vergessen dabei, wie stark die mediale Präsenz angewachsen ist (Nachrichten jederzeit auf das Smartphone...).

Früher bekamen Menschen weniger mit von dem, was in der Welt passierte, heute sind wir durch die Medien eng zusammengerückt. Tausende Flugzeuge landen jeden Tag unbeschadet, wir hören meist nur von denen, die abstürzen.

Natürlich sind Medien an sich eine gute Sache. Aber es schadet sicher nicht, ab und an mal das Smartphone aus zu lassen. Ich genieße es, z.B. im Urlaub (sagen wir mal in Schweden) die Medien fast ganz auszulassen. Und plötzlich tritt etwas Erstaunliches ein, die Welt ist "gut", ganz von alleine.

Wir haben ja in unserem Leben ohnehin nur einen kleinen Radius, den wir verändern können (Beruf, Familie, Freunde, Verein usw.). Wenn wir uns mehr darauf konzentrieren, kann es eigentlich nicht so falsch sein (freilich sollten wir uns darüber informieren, was in der Welt los ist, es gibt aber keinen rationalen Grund, sich davon runterziehen zu lassen, da die Welt bekanntermaßen besser ist, als sie auf den ersten "Medienblick" aussieht).

Wir müssen auch lernen, die guten Dinge wahrzunehmen. Vielen von uns fällt das schwer (geht mir aber auch ähnlich, ich mache mir das aber oft rational bewusst).

Antwort
von lucieartes, 20

ja genau, keine nachrichten mehr. die flut an negativ-meldungen macht alle verrückt. konzentrier dich auf die schönen dinge des lebens. 

die welt existiert noch lange, die lebensqualität wird wegen der überbevölkerung weiterhin sinken. das zusammenleben wird auf längere sicht sicherlich auch nicht angenehmer. aber grundsätzlich hat die menschheit ja schon die eine oder andere grosse katastrophe überlebt.. denk positiv ;-)

Antwort
von unicornbeta, 16

Früher, als ich noch klein war (so bis 11), dachte ich immer, die momentan bestehende Ordnung wird praktisch ewig bestehen und sich auf die ganze Welt ausbreiten. Ich wusste zwar, dass es in der Geschichte nie so geblieben ist, wie es mal war, dachte aber, wir hätten jetzt die Perfekte Gesellschaftsordnung. Mitlerweile musste ich feststellen, dass unsere Form der Demokratie alles andere als perfekt und gerecht ist.

Das gleiche gilt für gesetzliche Versicherungen, Rente und Arbeitslosengeld. Es kommen allein schon durch den demografischen Wandel massive Probleme auf uns zu. Ganz Europa steht vor dem Auseinderbrechen, weil die Teile der  Bevölkerung (zu Recht) unzufrieden mit der momentanen Form der Demokratie sind. Ohne eine Art Revolution kann sich jedoch nichts am bestehenden System ändern, zumindest in Deutschland nicht, das wäre illegal.

9/11, die Flüchtlingskrise, der IS und alles, was damit zusammenhängt, befeuer und beschleunigen, den bevorstehenden Wandel.

Mitlerweile musste ich einsehen, dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass sich etwas Grundlegendes in der Gesellschaft ändert. Es gefällt mir nicht, andererseits ist das, was wir Demokratie nennen zwar besser als Diktatur, gefallen tut es mir aber auch nicht. Wir hatten eine lange Zeit des Friedens in Europa, jetzt bricht alles wieder auseinander. Mir persönlich gefällt der Wandel desshalb nicht, weil alle nach rechts rücken, statt nach links. Ich dachte, auß der Geschichte hätte man gelernt, dass das nicht gut geht.

Aber wieso mache ich mir überhaupt gedanken darüber, ich als Hamburgerin werd ja demnächst sowieso von geschmolzenem Polareis weggeschwemmt. Der Klimawandel kommt dem hoffentlich bevor ;)

LG unicorn

Antwort
von tuedelbuex, 25

Ich denke, die Welt ist heute weder besser noch schlechter als zu früheren Zeiten. Nur ist die Menschheit heute dank moderner Kommunikationsmittel besser und schneller und umfangreicher informiert über Dinge, die geschehen als es früher der Fall war. Uns dadurch entsteht natürlich schnell der Eindruck, es gäbe viel mehr Unheil und Katastrophen, als es vor 30 oder 40 Jahren der Fall war.

Antwort
von Alexandernov19, 29

Naja, ich denke doch, dass es recht bald einen Reset des gesamten Systems gibt. Dies wird beim Bankensystem anfangen und sich auf die Sozialsysteme ausweiten. Es wird wohl auch nicht selten gewaltsam ablaufen, da da einige Finanzblasen platzen und der hoch verschuldete Staat zwar die Schulden auf Null setzen könnte; allerdings geht das mit dem VErlust von Spareinlagen daher.

Der Hass der Bürger auf Politiker und das System überhaupt, dürfte dann wohl grenzenlos sein!

Wohin die Reise nach den schlimmsten Exzessen geht, weiß ich zwar nicht, aber ich schätze in Richtung Diktatur oder aber gemäßigter Authokratie, bzw. Monarchie (nicht nur repräsentativ). Dann haben wir ja noch einige Altlasten in Form von Leistungsempfängern im Land, bzw. auf dem Kontinent, die das nicht überstehen werden, wenn deren Sozialleistungen ausbleiben, was natürlich Gewaltausbrüche bedeutet. In den Städten sollte es wohl dann am schlimmsten sein!

Dann Ethnien nebeneinander, die nicht zueinander passen, und der Bürgerkrieg ist eigentlich perfekt! Da hilft auch keine schnell von der Eu zusammengeschusterte Europa-Armee! Jeder, der als überflüssig erkannt wird, dürfte dann das zeitliche segnen oder aber aus dem Land gejagt werden!

Kommentar von OlliBjoern ,

Welche Anzeichen gibt es denn dafür, dass das Bankensystem zusammenbrechen wird?

Das klingt für mich alles ein wenig nach Zeugen Jehovas. Die haben den Weltuntergang auch schon dreizehneinhalb Mal vorhergesagt. Nur hat die Welt selber nie was davon mitbekommen (störrisch wie sie nun mal ist), und hat sich standhaft geweigert, unterzugehen.

Für mich hat es sich durchaus bewährt, keine Zeugen Jehovas ins Haus zu lassen. Denn: die Realität ist besser als ihr Ruf.

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