Frage von sikander, 16

wie lange ruckwirkend kann man alk.abstinenz nachweissen?

habe 6 wochen entgiftung in klinik gemacht,bin seit 12 wochen abstinent,habe antrag auf lang zeit therapie bewilligt bekommen.ende okt.gehe ich in klinik fuer 14 wochen.Nun meine frage kann ich ich jetzt nach 12 wochen abstinenz nach weissen,und den rest später sonst gehen mir 3 monate vorher und 3 monate in therapie verloren?Danke in voraus

Antwort
von Parhalia, 13

Wenn Du hinreichend lange Haare hast, so kannst du mittels einer Haaranalyse durchaus 6 - ( m.W. ) max. 12 Wochen rückwirkend eine Abstinenz nachweisen. Die Analyse muss dann nur rechtssicher von einem dafür autorisierten Prüfinstitut durchgeführt werden.

Nachtrag :

Hier noch weitere Infos zur Haaranalyse :

http://www.mpu-vorbereitung-hannover.de/haaranalyse/

Kommentar von sikander ,

eine frage noch,wenn ich in klinik gehe fuer 3 und halb monat lz therapie,zählt diese zeit auch als abstinent fuer MPu

Kommentar von Parhalia ,

Den Zeitraum der 6 Wochen Entgiftung incl. ggf. einer zusätzlichen "Wartezeit" zum Abbau etwaiger unterstützender Medikamente würde ich besser nicht mit einbeziehen in den Abstinenznachweis. 

Wenn Du aktuell ( incl. Entgiftung ) nun insgesamt 12 Wochen "trocken" bist, so würde ich bis zur ersten Haaranalyse besser noch etwa 6-8 Wochen warten. Die 2. Analyse lässt Du dann nach weiteren 3 Monaten durchführen.

Im Zweifel diesbezüglich mal mit Deinem Hausarzt, bzw. den betreuenden Ärzten der Entgiftungsbehandlung nachfragen.

Für die MPU an sich würde es Deine "Glaubwürdigkeit" aber auf jeden Fall untermauern, wenn Du den Nachweis erst ab Abschluss der Entgiftung + Wartezeit von etwa 2 Wochen mindestens zur Hälfte der Zeit im Nachweis NACH dem Ende der nun laufenden Therapie belegen kannst.

Also genauer : 

Der erste Nachweiszeitraum deckt die letzten 3 Monate ( 3 Monate = 90 Tage ) der Therapie ab und der 2. Nachweisabschnitt deckt rückwirkend mindestens 90 Tage des Zeitraums NACH der erfolgreich abgeschlossenen Therapie ab.

NOCH besser wäre es natürlich für die MPU, wenn die gesamten 180 Tage nachweislicher Abstinenz komplett NACH der Therapie erbracht werden würden.

Denn in diesem Fall ist "mehr" in der Regel wirklich besser für Deine Begutachtung. Insbesondere im Bezug auf die Argumentation einer "gefestigten" Abstinenz im Anschluss an eine erfolgreiche Therapie.

Das klingt dann für den Gutachter merklich glaubhafter in der Argumentation, dass Du es ernst meinst mit der Abstinenz und sie auch mit grösserer Wahrscheinlichkeit aus eigener Kraft und Überzeugung dauerhaft aufrecht erhalten kannst und wirst.

Die Zeiträume der Entgiftung und der Therapie soltest Du daher gesondert betrachten und eher als "Wegfindung" und "Einweisung" in eine gefestigte Abstinenz argumentieren.

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