Frage von XJuuzouY, 121

Wie lange oder ab wann mit Welpe raus?

Hallo:3
Ab welchem alter sollte man wielange mit einem Hund, bzw. Labrador welpen raus?
und man muss die als welpen doch immer an den selben (ruhigen)ort bringen, damit die dort inruhe ihr geschäft machen können und nich in das Haus machen. Wann kann man denn wo anders hin? Also wann würden die ihr geschäft auch wo anders machen?

Expertenantwort
von Starciel, Community-Experte für Hund, 55

Das ganze kommt sehr drauf an wie und wo du lebst und wie genau der Welpen vom Züchter vorgeprägt ist, wie alt, wie wesensfest...

Ein genaues "Rezept" gibt es nicht, man muss einfach seinen Welpen beobachten und darauf eingehen ohne ihn zu überfordern. Das braucht etwas gesunden Menschenverstand und Flexibilität. In Watte packen ist aber auch nichts.

Ich war mit meinem 8 Wochen alten Schäferhundwelpen (späterer Rettungshund) schon mit 8 Wochen stundenlang draußen. Er war mit 9 Wochen mit dabei an der Uni, fuhr morgens nach dem ersten Lösen auf der Wiese mit dem Zug dorthin mit, lief dabei erstmal 10 Min zum Bahnhof, schlief dann im Zug, lief durch die Stadt 15 Min zur Uni, pennte dort wieder 2 Stunden, dann raus, wieder pennen... Für Unfälle hatten wir Kottüten und ne Packung Babyfeuchttücher zum Aufwischen dabei.)  Parallel dazu täglich im Wald und am See unterwegs und mit dem Hunderudel draußen.

Allerdings natürlich nicht stramm Gassi laufend sondern eben an verschiedenen Orten wo er seine Umwelt beobachten konnte und in seinem eigenen Tempo unterwegs war. Zwischendrin ein Stück laufen, dann wieder Pause, spielen, Training und schnüffeln bzw. Planschen im Bach oder ein Nickerchen in der Sonne...  Wenn wir 2 Stunden unterwegs waren ist er davon vielleicht 20-30 Minuten gelaufen.  Der Rest war gucken und schnüffeln und erste Babyübungen.

Natürlich hatte ich ihn auch von Anfang an in den Trainingsstunden auf meinem Hundeplatz dabei die ich gebe (Welpen, Junghund und Obi), die hat er mitgemacht oder verpennt, ebenso das Rettungshundetraining ab 10 Wochen. Wenn man sowas machen will darf er sich auch an die Umgebung sofort gewöhnen.

Er hat sich dabei  immer und überall problemlos gelöst. War aber auch der Typ "Entdecker" der alles Neue spannend und toll fand und war schon mit Züchterin und Mama nebst Geschwistern vor dem Umzug zu mir mit 8 Wochen draußen unterwegs.

Andere Welpen sind von der neuen Umwelt so verunsichert und abgelenkt dass sie erstmal mehr Vertrautes brauchen. Das sind die Fragen die wir dann hier entsprechend damit beantworten dass der Hund möglichst erstmal die Vertrauten Wege gehen soll bis er weniger gestresst ist. Aber wo kein Problem da ist das nicht unbedingt nötig!

Wir sind auch aus Trainingsgründen gern erstmal auf die vertraute Lösefläche gegangen, dort wusste er schon was man dort macht, so gab es das Lösekommando ("hurry up" bei meinem Hund) und er hat sich schnell hingehockt. Wenn er sein Geschäft verrichtet hatte ging es dann zum spaßigen Teil über, vorher nicht.

Nach wenigen Tagen konnte ich das überall abrufen: Hund runterggetragen oder aus dem Auto, Hurry Up, dann ging der Spaziergang richtig los mit Spiel und Spaß. Das klapp bis heute nach 12 Jahren so.

Mach dich nicht verrückt damit was man "muss" oder "darf". Schau deinen Hund an, geh raus und lass ihn seine Umwelt sehen und solange ihr beide Spaß habt und Fortschritte macht und alles klappt ohne dass der Hund überdreht oder immer völlig erledigt ist passt das schon.

Kommentar von NoradieHexe ,

Ich habe mich gerade königlich amüsiert über dein "hurry up". :-))

Da ich im Moment einen Welpen hier habe, der "Harry" heißt....vielleicht sollte ich das Wort "umtaufen"....

Kommentar von Starciel ,

*lol* nun ja, das war das Beste was mir eingefallen ist das gleichzeitig motivierend/auffordernd klingt und man nicht im Alltag im falschen Moment versehentlich verwendet :-)

Ich wollte auch nix was klingt als ob man schreit "Chantaaaal, nu mach mal schön das Pischi/Kacki...."

Aber wenn die nicht so Englisch affine Oma mal mit ihm raus ist sagt die wirklich immer "Harri app"  statt "hurry up", das klingt dann etwas doof...

Bei einem Harry-Welpen würde ich vermutlich aber auch auf was anderes umsteigen :-) 

Antwort
von MaschaTheDog, 21

Hallo,das ist ganz unterschiedlich,manche Welpen sind ängstlich manche noch zu quirlig und manche sind total entspannt :) 

Raus gehen kann man mit einem Welpen eigentlich schon gleich nachdem man ihn vom Züchter geholt hat.Meistens sind das so 10 Wochen.Aber ich gehe mal davon aus dass der Züchter auch schon mit den Welpen draußen war.Also eigentlich gleich wenn man den Hund hat :)

Aber ihr müsst aufpassen da ein Welpe natürlich schneller krank bzw. Erkältet sein kann.

Und es ist eigentlich egal wo ihr spazieren geht,aber wenn der Hund ängstlich ist oder noch sehr an der Leine zieht usw. dann lieber bei ruhigeren gegenden ,wenn es dem Hund egal ist dann könnt ihr meinetwegen auch in der Stadt laufen solange es nicht zu stressig für ihn wird.:)

Antwort
von MiraAnui, 31

Pro Monat 5Minuten laufen am stück.

Zum lösen war ich dir erste woche nur im Garten. Spazieren und Umwelt erkunden ging ich von Anfang an.

Jedoch muss man das vom Hund abhängig machen. 

Kommentar von XJuuzouY ,

Also soll ich immer wenn ich mit ihm rausgehe, nur 5min raus? oder nur 5min wenn sie mal muss und zum spatzieren länger?

Kommentar von MiraAnui ,

Er soll nicht lange am stück laufen wegen seinen Gelenken.

Ich war mit meinen auch Stunden unterwegs nur gabs zwischen drin Pausen oder ich hab sie getragen.

Antwort
von NoradieHexe, 24

Du musst grundsätzlich zwischen "Lösen" und "Umwelt erkunden" unterscheiden.

Zum "Lösen" bringst du ihn immer auf eine Wiese in der Nähe deiner Wohnung, gibst - wenn gewünscht - ein Lösesignal und freust dich wie verrückt, wenn er das auch tut. Damit bekommst du ihn schnell stubenrein.
Wie oft du das machen musst, hängt vom Hund und verschiedenen Stoffwechselaktivitäten ab, aber das merkst du selber.

Um die Umwelt zu erkunden, muss er eben verschiedene Gegenden kennenlernen und dass bereits von Anfang an. Die Reize so dosieren, dass er nicht zu sehr hochdreht.

Schwierig wird es, wenn man beides miteinander vermischt, denn fremde Umgebung ist oftmals so spannend, dass der Hund sich nicht lösen kann,

dann macht er danach in die Wohnung.

Ein Spaziergang nach "Zeitvorgabe" bringt dir gar nichts, wenn in 5 Min schon so viel "aufregendes" passiert, dass er damit überfordert ist.

Auf sein Bauchgefühl hören und den Hund genau beobachten bringt dir mehr, als  eine empfohlene Zeitvorgabe.

Antwort
von FrauFriedlinde, 54

Bei meinen Welpen war das so: mit 8 u. 9 Wochen alle 2 h raus, sowie nach dem Essen und nach dem schlafen. Mit 10 Wochen alle 3 h , mit 12 alle 4 und dann sollte er durchschlafen (6-8h) das klappt aber nicht immer. Ich denke mit 11-12 Wochen sollte dein kleiner Welpe die ersten Minispaziergänge machen können ( paar Minuten) mit Ca 16 Wochen kannst du 10-20 Minuten gehen! Von Anfang an solltest du aber mit den Auto und dann auf den Arm ( oder paar Schritte zu Fuß) täglich an verschiedene Orte bringen und auch 1 mal wöchentlich zur Welpenschule. Er muss ja ganz viel kennen lernen.

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