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Wie lange muß Sauerkraut gekocht werden und wie gelingt es richtig?

gefragt von himbeere am 26.11.2007 um 5:50 Uhr

Ich mach das ganz selten, und irgendwie schmeckt es nie so, wie an einer Bratwurstbude. Wie lange muss man es kochen und wie gelingt es wirklich.


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Reply


Eveline
beantwortet von Eveline am 26. November 2007 08:39
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Mir schmeckt das Kraut am besten, wenn es nicht in Wasser, sondern in Fleischbrühe gekocht wird oder wenn man ein Stück Kassler mitkocht. Und Kümmel nicht vergessen, evtl auch einen Apfel oder ein paar Stücke Ananas. Kochen, bis es fast weich ist. Dann über Nacht wegstellen und am nächsten Tag noch mal aufkochen (hat schon Witwe Bolte bei Wilhelm Busch so gemacht - aufgewärmt schmeckt es besser)

Kommentar von 40069492edf050d1360aa1dcfc6d09b3small Brigitta am 1. Dezember 2007 20:39

Auf diese Weise zubereitet, schmeckt es mir auch am besten. DH


anonym
beantwortet von Smilie66 am 26. November 2007 07:59
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Tja, das ist von Region zu Region verschieden! Ich beschreib mal, wie es hier im Erzgebirge gemacht wird: Frisches Sauerkraut aus dem Fass (Büchsenzeug kommt niemals nicht in Frage! :-)

Zwei Handvoll beiseite legen, Zwiebelchen anschwitzen, Sauerkraut rein, Gemüsebrühe aufgießen (Brühwürfel in heißes Wasser).

Deckel drauf, kochen lassen, aber aufpassen, das Kraut muss immer leicht in der Brühe schwimmen! Immer wieder aufgießen - mit nem halben Liter sollte man gut dabei sein!

Gewürze: Salz, Pfeffer, Loorbeer, Piment, Kümmel (wer mag) ... aber meistens ist das Faßsauerkraut schon ordentlich gewürzt!

Wenn das Sauerkraut noch leicht bißfest ist, schalte ich nen Gang zurück! Dann werden die vorher beiseite gelegten zwei Handvoll rohes Kraut mit in den Topf geworfen (wenn ich das Kraut nicht vorher schon genascht habe - Sauerkrautsalat kommt auch sehr gut!).

Im Erzgebirge wird dann eine rohe Kartoffel gerieben und untergemengt, das macht das Sauerkraut schön "geschmeidig" und die Mischung gekochtes - rohes Kraut macht es nicht so glibberig!

Guten Hunger! :-)


anonym
beantwortet von oldbag1 am 26. November 2007 08:18
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Das Rezept von Smilie66 ist mir zwar völlig unbekannt, aber ich kann mir vorstellen, dass das Endprodukt gut schmeckt. Meine Variante ist jedoch komplett anders. Ich lasse etwas Schmalz im Topf schmelzen und gebe die Hälfte vom fassfrischen Sauerkraut hinein. Eine Zwiebel schneide ich in feine Streifen (so dünn wie das Kraut selbst) und einen geschälten Apfel (vorzugsweise Boskop) in kleine Würfel. Das kommt zum Kraut dazu. Dann kommt Kümmel ran und einige zerdrückte Wacholderbeeren. Ich nehme dann noch 2 Knacker, Mettenden (die ich mit der Gabel mehrfach einsteche) oder Kaßlerknochen hinzu. Das restliche Kraut kommt jetzt dazu, außerdem 1 EL Zucker und etwas Salz. Das ganze gieße ich mit einem billigen Weißwein (z.B. Q.B.A. Riesling) auf, soviel, bis sich die Flüssigkeit am Rand des Topfes sichtbar wird. Dann Deckel drauf und kochen, bis die Flüssigkeit fast verkocht ist, das Kraut ist dann auch gar. Ggf. nochmals mit Salz und Zucker abschmecken - fertig. Dauert ca. 1 Stunde.




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