Eine Bekannte hat einen Beo, der sehr schnell zu plappern anfing und Geräusche imitierte (Türquietschen, Klingel und so). Wie lange dauert das bei Papageien, wie lange muss man da täglich üben? Geht das schneller oder langsamer als bei Beos?

Viel mit ihm reden, benennen, was du tust, ihm Dinge benennen und zeigen, ihn auf der Schulter in der Wohnung rumtragen und alles erzählen, was du tust.
Vorsicht: Die Biester lernen sehr schnell auch das, was sie im Beisein anderer besser nicht sagen sollten! Also aufpassen bei der Wortwahl!
Habe einen Graupapagei (zweieinhalb Jahre alt), wenn der loslegt, haut es mich fast vom Stuhl ("Na du Kacker, du").

Das kann man nicht pauschal sagen weil jeder Vogel anders ist. Leider ist es aber so dass Papageien oft einzeln gehalten werden obwohl es Schwarmvögel sind. Sie werden dann oft sehr zutraulich und ahmen alle möglichen Dinge nach. Das ist aber pure Langeweile!!!
linuxopa am 9. Februar 2008 12:01 Einzelhaltung ist nur dann für das Tier erträglich, wenn es den Menschen als Partner hat, wenn man also sehr viel Zeit für und mit dem Tier hat.
Mein TuckTuck ist eine Handaufzucht, kennt also Menschen von Anfang an, und ich habe ihn bekommen, als er 10 Wochen alt war. Da habe ich die Elternrolle übernommen.
Einzelvögel, die meist allein und ohne Ansprache sind (im Käfig abseits der Familie), entwickel psychische Störungen, z.B. sie rupfen sich die Federn aus.
Mein Grauer lebt hier einfach, frei ohne Käfig,
Er war bei der Papageienausstellung in Achern mit dabei (http://www.vogelfreunde-achern.de/) und hat da zum ersten Mal seine Artgenossen gesehen. Das hat ihn so verunsichert, dass er mit unter den Pulli geschlüpft ist.
Sprechen lernen sie ganz natürlich, es sind Nachahmer.
regideur am 9. Februar 2008 12:13 Ich stimme Dir vollkommen Zu. Handaufzuchten sind ein ganz anderes Thema und nicht für jeden zu machen da es doch recht viel Erfahrung und Geduld braucht. Ich denke Du hast viel Freude mit Deinem Grauen.
linuxopa am 9. Februar 2008 12:23 da kannst du sicher sein :-)
Ich habe das Glück, zuhause arbeiten zu können, da ist er selten alleine.
Wie lange das mit dem Sprechen dauert ist sehr verschieden, ebenso die Größe des Wortschatzes.
Das hängt von der Intelligenz des jeweiligen Tieres ab (auch bei Graupapageien zum Beispiel, gibt es Unterschiede) und von der Lebensweise in der Familie.
Auch ist es meist so, dass er keine Wörter nachspricht, die man im hundertmal vorerzählt. Viel besser lernt er in der täglichen Unterhaltung der Familie. So zum Beispiel "Guten Morgen" oder "Essen ist fertig" oder er ruft bestimmte Personen. Es kann auch vorkommen, dass er ein Wort nur einmal hört und plappert es schon nach.
Auf keinen Fall sollten Sie sich und das Tier untter Druck setzen.
Sobald der Vogel verhaltensgestört ist, fängt er an zu sprechen. Gib ihm einen sehr engen Käfig, und sitze ganz nah an ihn heran. Dann quatsche ihn von morgens bis abends mit dämlichem Zeug voll. So dreht er am schnellsten durch und beginnt Dich nachzuahmen.